Eine durch und durch positive Familienbilanz

Steffen Wörner

Steffen Wörner, EnBW-Mitarbeiter

„Tschüss, bis später dann“, sagt Dr. Uta Wörner, drückt ihre Familienmitglieder und macht sich auf den Weg. Die 35-jährige Ärztin kann ruhigen Gewissens zur Arbeit gehen, schließlich weiß sie, dass ihr Mann die beiden Söhne gut im Griff hat. Lukas, der Ältere, steht auch schon vom Frühstück auf, schnappt sein Pausenbrot und macht sich auf den Weg zur Schule. Der vier Jahre alte Maximilian frühstückt noch genüsslich weiter, bis der Papa schließlich ernst macht, ihn fertig anzieht und in den Kindergarten bringt. Da ist es gewöhnlich halb neun bis neun Uhr; spätestens gegen halb zehn erreicht Steffen Wörner dann seinen Arbeitsplatz in Karlsruhe an der Durlacher Allee.

Von Anfang an war es den Wörners klar, dass sie das „Unterfangen Familie“ gemeinsam managen wollen. „Es kann nicht angehen, dass der eine den Mount Everest stürmt und der andere abgeschlagen im Basislager zurückbleibt“, beschreibt der 41-jährige Betriebswirt seinen Standpunkt. Schon für Sohn Lukas, der 1999 auf die Welt kam, griff der Personalcontroller auf der Suche nach einer geeigneten Kinderbetreuung auf den „pme Familienservice“ zurück – ein Angebot, das die EnBW für ihre Mitarbeiter finanziert. Die tragenden Säulen im Wörnerschen Familienmodell jedoch sind die Großeltern, die den beiden berufstätigen Eltern regelmäßig bei der alltäglichen Kinderbetreuung unter die Arme greifen, sowie die bereits Ende der 1990er Jahre eingeführte flexible Arbeitszeit bei der EnBW. So konnte die junge Mutter ihr Studium samt Doktorarbeit zu Ende bringen und im Anschluss daran bis zur Geburt des zweiten Sohnes im Jahr 2005 als Assistenzärztin im Krankenhaus arbeiten.

Jetzt profitiert auch Nesthäkchen Maximilian von den Möglichkeiten, die die EnBW nicht nur den Müttern anbietet: Muss die inzwischen auf Teilzeitbasis tätige Ärztin nämlich zwei- bis dreimal im Monat langwierigere Termine wahrnehmen, ist die Flexibilität des Vaters gefragt. Sprich, Steffen Wörner verlässt an diesen Tagen mittags seinen Arbeitsplatz, sammelt seine Söhne von Schule und Kindergarten ein und fährt mit ihnen zurück ins Geschäft. Nach dem Mittagessen im Betriebsrestaurant geht es ins Kinderbüro: Der Vater loggt sich am PC ein, Lukas macht Hausaufgaben und der Jüngste freut sich über das Mal- und Spielangebot – oder auch mal über den Kontakt zu anderen EnBW-Kids. „Das Kinderbüro ist für unsere Bedürfnisse perfekt“ so der Personalcontroller. „Man hat die Jungs im Auge und kann doch konzentriert arbeiten und dringende Dinge zeitnah abschließen.“

Gegen 16 Uhr kommt dann Mutter Uta die Kinder holen – und Steffen Wörner, bekennende „Nachteule“, geht an seinen eigentlichen Arbeitsplatz zurück, um noch offene Punkte zu bearbeiten und das Tagwerk fertig zu machen. „Das Kinderbüro, Teilzeitbeschäftigung und flexible Arbeitszeitmodelle sind heutzutage enorme Vorteile“, resümiert der EnBWler. „Sie machen eine neue und durch und durch positive Familienbilanz möglich: Weg von der traditionellen Lösung, die die Frauen meist benachteiligt, hin zu qualifizierten Alternativen, die letztlich alle Beteiligten zufrieden stellen.“

Die Reaktionen aus seinem privaten wie beruflichen Umfeld sind durchweg positiv und bestätigen ihn zusätzlich. „Das Angebot ist einfach klasse“, meint auch sein Chef Tilo Haas, ebenfalls zweifacher Vater. „Hätte es das zu meiner Zeit schon gegeben, würde ich es garantiert auch genutzt haben.“

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