In einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld erwirtschaftete der EnBW-Konzern 2009 mit 1.793,9 Mio. € ein Adjusted EBIT auf dem Niveau des Vorjahres. Belastungen im Finanzergebnis führten im Berichtszeitraum zu einem Rückgang des Adjusted Konzernüberschuss um 20,0 % auf 879,1 Mio. €. Vor dem Hintergrund des ausgeweiteten Investitionsvolumens stiegen die Nettoschulden um 2,3 Mrd. € auf 9,2 Mrd. €.
Der im Geschäftsjahr 2009 erstmals anzuwendende International Financial Reporting Standard IFRS 8 führt zu einer geänderten Segmentberichterstattung des EnBW-Konzerns. Das bisherige Geschäftsfeld Strom wurde in die Segmente Strom Erzeugung und Handel sowie Strom Netz und Vertrieb unterteilt.
Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs
Die Auswirkungen der schlechten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben auch im Geschäftsverlauf der EnBW ihre Spuren hinterlassen. Wir konnten nicht nahtlos an die guten Ergebnisse des Vorjahres anknüpfen, haben aber dennoch respektable Resultate erzielt. Zusätzlich ergaben sich aus dem ausgeweiteten Investitionsprogramm höhere Finanzierungsaufwendungen.
Trotz rückläufiger Absatzmengen bei Strom und Gas erzielten wir ein Adjusted EBIT auf dem Niveau des Vorjahres. Wie im Vorjahr leistete der Geschäftsbereich Strom Erzeugung und Handel hierzu einen erheblich Beitrag. Die Erzeugungsmarge verbesserte sich 2009 erneut. Der Adjusted Konzernüberschuss blieb vor allem aufgrund gestiegener Belastungen im Finanzergebnis unter dem Vorjahreswert. Bedingt durch das erhöhte Investitionsvolumen ging der Wertbeitrag des Unternehmens – die komprimierte Kennzahl unseres wirtschaftlichen Erfolgs – im Vergleich zum Vorjahr um 153,1 Mio. € auf 809,6 Mio. € zurück.
Als drittgrößtes Energieunternehmen in Deutschland hat die EnBW ihre Position bei den Kunden auch in einem anhaltend intensiven Wettbewerb behauptet.
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Prognoseabweichungen |
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Absatz und Ergebnisentwicklung 2009 |
Prognose laut |
Entwicklung |
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Absatz Strom (ohne Handel) |
sinkend |
stark sinkend |
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Absatz Gas (ohne Handel) |
steigend |
sinkend |
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Adjusted EBIT Konzern |
konstant |
konstant |
Der Strom- und Gasabsatz des EnBW-Konzerns wurde stärker als vorhergesehen von den Folgen der Wirtschaftskrise belastet. Deutliche Produktionsrückgänge in unseren Kundenbranchen haben sich beim Stromabsatz an B2B-Kunden in größerem Umfang bemerkbar gemacht. Trotz eines kalten Winters im ersten Quartal 2009 konnte die Prognose für den Gasabsatz nicht erreicht werden. Zu den konjunkturbedingten Absatzrückgängen im B2B-Geschäft traten negative Effekte aus höheren Temperaturen im weiteren Jahresverlauf. Das niedrige Preisniveau erhöhte den Wettbewerbsdruck bei Großkunden zusätzlich.
Trotz der im Jahresverlauf gestiegenen Belastungen aus der negativen konjunkturellen Entwicklung erreichte das Adjusted EBIT auf Konzernebene das Niveau des Vorjahres und entsprach damit der ursprünglichen Prognose. Die Belastungen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise wurden insbesondere durch höhere Erträge aus der Bereitstellung von Regelenergie, geringere Aufwendungen aus der Einspeisung von Windenergie und höhere Netzentgelte kompensiert.
Der Zielwert für den Adjusted Konzernüberschuss (konstant auf Vorjahresniveau 2008) konnte nicht erreicht werden. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich das Adjusted Beteiligungs- und Finanzergebnis unter anderem aufgrund von Belastungen aus der Wirtschaftskrise schlechter als geplant entwickelt hat.
Anmerkungen zur Berichtsweise
Der Konzernabschluss der EnBW wird entsprechend § 315a Abs. 1 HGB zu den am Bilanzstichtag verpflichtend in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.