Der steinkohlebefeuerte Block RDK 8
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RDK 8 wird östlich der vorhandenen Blöcke errichtet.
Der neue Block ist für eine elektrische Bruttonennleis-
tung von 912 Megawatt (MW) ausgelegt. Zur Einspei-
sung in das Fernwärmenetz der Stadt Karlsruhe können
– abhängig vom Wärmebedarf – bis zu 220 MW thermi-
sche Leistung als Fernwärme ausgekoppelt werden.
Der Kraftwerksprozess
Die per Schiff oder Bahn angelieferte Kohle kommt auf das Kohlelager. Förderbänder transportieren sie von hier ins Kesselhaus. Staubfein gemahlen wird sie zusammen mit
Luft in den Kessel geblasen und verbrannt. Durch die Hitze
verdampft das im Rohrsystem des Dampferzeugers befindliche Wasser. Dieser Dampf wird auf die Turbine geleitet, die mit dem Generator verbunden ist. Die vom Generator erzeugte elektrische
Energie wird über einen Transformator in das Höchstspannungsnetz der EnBW Transportnetze AG eingespeist.
In dem mit Rheinwasser gekühlten Kondensator schlägt sich der Turbinenabdampf nieder. Als Speise- wasser wird er dann wieder dem Dampferzeuger zugeführt. Bei hohen Rheintemperaturen wird das Kühlwasser vor der Rückleitung in den Fluss in einem Ventilatorkühlturm zurückgekühlt.
Ein Teil des Dampfs dient zum Aufheizen des Fernheizwassers, das im Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe zirkuliert.
Luftreinhaltung
So genannte Primärmaßnahmen sorgen für einen optimalen Verbrennungsprozess. Auf diese Weise lässt sich die Bildung von Stickoxiden (NOx) und Kohlenmonoxid (CO) weitgehend verhindern und ein guter Ausbrand der Asche erzielen.
Hochwirksame Reinigungsanlagen entziehen dem Rauchgas Staub, Stickoxide und Schwefeloxide (sog. Sekundärmaßnahmen). Über einen 230 Meter hohen Schornstein gelangt das Rauchgas dann in die Umgebung. Die Flugasche aus dem Elektrofilter und der Gips aus der Entschwefelungsanlage werden, ebenso wie die Kesselasche, in der Baustoffindustrie verwertet.
Entstickung
Der Kesselanlage ist eine sekundäre Stickstoffoxid-Minderungsanlage nachgeschaltet. In dieser selektiven katalytischen Reduktionsanlage wird als Reduktionsmittel gasförmiges Ammoniak in den Rauchgasstrom eingedüst. Die Stickoxide verwandeln sich in unschädlichen Stickstoff und Wasserdampf.
Entstaubung
Ein hochwirksamer Elektrofilter sorgt dafür, dass der im Rauchgas enthaltene Staub nahezu vollständig abgeschieden wird. Hierzu werden die im Rauchgasstrom enthaltenen Staubpartikel elektrisch aufgeladen um dann von der Niederschlagselektrode aufgenommen und aus dem Rauchgas abgeschieden zu werden.
Entschwefelung
In der Rauchgasentschwefelungsanlage werden die Rauchgase im Nasswaschverfahren mit einer Kalksteinsuspension besprüht. Beim Waschvorgang verbinden sich die Schwefeloxide des Rauchgases mit dem Kalk zu Calciumsulfit, durch die Zugabe von Luft entsteht daraus im Wäschersumpf Gips.
Terminplanung
Die Inbetriebnahme von Block RDK 8 ist für das Frühjahr 2012 vorgesehen. Bau und Montage dauern etwa drei bis vier Jahre.

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