Kernkraftwerk Obrigheim: Pionier der Kernkraft
Das Kernkraftwerk Obrigheim (KWO) liegt zwischen Heidelberg und Heilbronn direkt am Neckar. Seit seiner Planung und Errichtung leistet es Pionierarbeit. Im Oktober 1968 speiste die Anlage als erster kommerziell genutzter Druckwasserreaktor Westdeutschlands Energie in das Stromnetz ein. Heute werden beim Abbau der Anlage Maßstäbe gesetzt.
In nahezu 37 Betriebsjahren erzeugte das KWO mehr als 90 Milliarden Kilowattstunden Strom und versorgte jährlich etwa 850.000 Haushalte. Der Umwelt ersparte es rund 88 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2. Als Folge der Kernenergievereinbarung zwischen Energieversorgern und Bundesregierung musste das Kernkraftwerk am 11. Mai 2005 den Leistungsbetrieb einstellen.
Nach umfassender Planung, Vorbereitung und Genehmigung begann im Herbst 2008 der Abbau der Anlage. Dieser wird sich in mehreren Schritten voraussichtlich über einen Zeitraum von zehn bis zwölf Jahren erstrecken. Derzeit beschäftigt das Kernkraftwerk Obrigheim rund 180 eigene Mitarbeiter.
Zwischenlagerung von abgebrannten Brennelementen
Für durchgängige Arbeitsabläufe beim Abbau der Anlage und die damit verbundene kontinuierliche Beschäftigung des Personals ist die Entfernung abgebrannter Brennelemente aus dem Nasslager des Kernkraftwerks notwendig. Hierfür ist die Errichtung eines Trockenlagers zur vorübergehenden Zwischenlagerung erforderlich, bevor die Brennelemente in ein Endlager überführt werden können. Zur rechtzeitigen Bereitstellung eines Endlagers hat sich die Bundesregierung in der im Jahr 2000 mit den Energieversorgern getroffenen Kernenergievereinbarung verpflichtet.
Die EnKK hat beantragt, für die Zwischenlagerung unter Einhaltung höchster Qualitäts- und Sicherheitsstandards eine Halle auf dem Kraftwerksgelände zu errichten. Darin sollen alle in der Anlage vorhandenen 342 bestrahlten Brennelemente in 15 Trockenlager-Behältern zwischengelagert werden. Das Genehmigungsverfahren hierzu läuft derzeit.
Dialog und Besichtigung
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