Kernkraftwerk Philippsburg: Sichere und klimafreundliche Energieerzeugung für Industrie und private Haushalte
Das Kernkraftwerk Philippsburg (KKP) liegt rund 30 Kilometer nördlich von Karlsruhe auf einer Insel im Rhein. Die EnKK betreibt dort einen Siedewasserreaktor (Block 1) und einen Druckwasserreaktor (Block 2). Block 1 hat eine elektrische Leistung von 926 Megawatt. Er ging 1979 in Betrieb. Block 2 ging 1984 ans Netz und hat eine elektrische Leistung von 1.468 Megawatt. Philippsburg ist einer der größten Kraftwerksstandorte in Deutschland.
Im Jahr 2009 erzeugten beide Blöcke zusammen über 18 Milliarden Kilowattstunden Strom. Damit decken sie etwa ein Viertel des Stromverbrauchs in Baden-Württemberg. Weil durch den Betrieb der Anlagen jährlich über 17 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2 vermieden werden, steht der Standort Philippsburg nicht nur für Versorgungssicherheit, sondern auch für Klimaschutz im Südwesten.
Sicherheit hat oberste Priorität
Das technische Sicherheitsniveau der beiden Blöcke erfüllt ausnahmslos die Anforderungen der deutschen Atomaufsicht und übertrifft deutlich die von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) für neue Anlagen geforderten Standards. Eine Bewertung durch unabhängige Experten der IAEA in den Jahren 2004 und 2006 ergab zudem, dass Philippsburg nach internationalen Maßstäben eine sehr gute Anlage ist, in der die nukleare Sicherheit höchste Priorität besitzt.
Standortzwischenlager
Standortzwischenlager für abgebrannte Brennelemente sind Teil des Entsorgungskonzepts für Kernkraftwerke in Deutschland. In der mit der Bundesregierung im Jahr 2000 getroffenen Kernenergievereinbarung haben sich die Energieversorger verpflichtet, unter Einhaltung höchster Qualitäts- und Sicherheitsstandards an den Kraftwerksstandorten Zwischenlager zu bauen. In der gleichen Vereinbarung hat sich die Bundesregierung verpflichtet, rechtzeitig ein Endlager zur Verfügung zu stellen.
Das Zwischenlager in Philippsburg wurde im März 2007 mit der ersten Einlagerung in Betrieb genommen. Dort werden die abgebrannten Brennelemente – die ausschließlich aus dem Betrieb am Standort stammen – in Castorbehältern unter kontrollierten Bedingungen für maximal 40 Jahre sicher aufbewahrt. Spätestens dann werden sie in ein Endlager überführt. Das Zwischenlager in Philippsburg hat eine Lagerkapazität von 152 Castoren.
Dialog und Besichtigung
Sie haben Fragen zum Standort Philippsburg oder möchten an einer Führung durch die Anlage teilnehmen? Dann wenden Sie sich bitte an unser InfoCenter Philippsburg.
Eckdaten Philippsburg
Reaktoren
- Block 1, Siedewasserreaktor, erste Synchronisation am 5. Mai 1979, Beginn des kommerziellen Leistungsbetriebs am 26. März 1980
- Block 2, Druckwasserreaktor, erste Synchronisation am 17. Dezember 1984, Beginn des kommerziellen Leistungsbetriebs am 18. April 1985
Installierte elektrische Leistung (brutto)
- Block 1: 926 Megawatt
- Block 2: 1.468 Megawatt
Stromproduktion (brutto) im Jahr 2009
- Block 1: 6,4 Milliarden Kilowattstunden
- Block 2: 11,6 Milliarden Kilowattstunden
Stromproduktion (brutto) seit der ersten Synchronisation bis Ende 2009
- Block 1: 187,5 Milliarden Kilowattstunden
- Block 2: 272,3 Milliarden Kilowattstunden
CO2-Vermeidung* im Jahr 2009
- Block 1: 6,2 Millionen Tonnen
- Block 2: 11,2 Millionen Tonnen
* im Vergleich zum spezifischen CO2-Ausstoß des heutigen deutschen Stein- und Braunkohlekraftwerksparks
CO2-Vermeidung* seit der ersten Synchronisation bis Ende 2009
- Block 1: 180,7 Millionen Tonnen
- Block 2: 262,4 Millionen Tonnen
* im Vergleich zum spezifischen CO2-Ausstoß des heutigen deutschen Stein- und Braunkohlekraftwerksparks
Zeitverfügbarkeit im Jahr 2009
- Block 1: 87,76 Prozent
- Block 2: 92,52 Prozent
Mitarbeiter
In Philippsburg sind rund 800 eigene Mitarbeiter beschäftigt.