Das Kernkraftwerk Philippsburg: 2.384 Megawatt auf der Rheinschanzinsel
Kernkraftwerk Philippsburg
Das Kernkraftwerk Philippsburg (KKP) liegt rund 30 Kilometer nördlich von Karlsruhe auf einer von Rhein und Altrhein umflossenen Insel. Die Rhein- schanzinsel entstand im Zuge der zwischen 1842 und 1876 durchgeführten Rheinbegradigung. Der Standort zeichnet sich durch seine guten Verkehrs- anschlüsse aus; die direkte Anbindung an den Wasser- und den Schienenweg erleichtert den An- und Abtransport von Schwerlasten.
Auf dem Kraftwerksgelände befinden sich zwei Blöcke. Block 1 ist mit einem Siedewasserreaktor ausgestattet und stellt eine elektrische Leistung von 926 Megawatt bereit. Die Anlage ging 1979 ans Netz. Block 2 ist ein Druckwasserreaktor; er ging 1984 in Betrieb. Seine elektrische Leistung liegt bei 1.458 Megawatt.
Beide Blöcke verfügen über je einen weithin sichtbaren Naturzug-Nasskühlturm. Der erzeugte Strom wird in das 380-Kilovolt-Netz eingespeist. Mit einer installierten Leistung von insgesamt 2.384 Megawatt gehört Philippsburg zu den größten Kernkraftwerksstandorten in Deutschland und ist für rund 800 Mitarbeiter ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Beide Blöcke weisen Jahr für Jahr eine hohe Verfügbarkeit und gute Betriebsergebnisse auf. Am Standort wurden im Jahr 2007 rund 19,1 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert; das entspricht etwa einem Viertel des Stromverbrauchs in Baden-Württemberg.
Die beiden Philippsburger Blöcke werden – genauso wie die Anlagen in Neckarwestheim und Obrigheim – seit dem 1. Januar 2007 von der EnBW Kernkraft GmbH (EnKK) betrieben. Die EnKK beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter und hat im Jahr 2007 über 35 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Das ist mehr als die Hälfte des Strombedarfs von Baden-Württemberg. Haupteigentümer der EnKK ist die EnBW Kraftwerke AG.
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| Adresse | Kernkraftwerk Philippsburg Rheinschanzinsel 76661 Philippsburg |
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