Energie braucht Impulse
Gewerbekunden

Energie-Knigge für Mitarbeiter

Energiesparen beginnt bereits bei kleinen Maßnahmen, die jeder Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz berücksichtigen kann. Drucker, PC, Leuchten – die meisten Geräte sind im Büro den ganzen Tag über in Betrieb. Egal, ob der Kollege länger in einer Besprechung oder in der Mittagspause ist, Dabei lohnt sich das komplette Abschalten. Pro Arbeitsplatz können Sie so bis zu 70 im Jahr einsparen. Denn selbst der Stand-by-Modus verschlingt immer noch eine Menge Strom.

Wie kann also jeder Einzelne beim Energiesparen mitmachen?

Beleuchtung

  • Um unnötige Fremdbeleuchtung zu vermeiden, verlegen Sie Ihren Arbeitsplatz ans Fenster. Weiße Wände sorgen zusätzlich für eine stärkere Helligkeit.
  • Halten Sie Ihre Lampen sauber. Das spendet mehr Licht. Außerdem nutzen Sie entweder die Decken- oder Ihre Tischbeleuchtung. Beides bringt oft keinen besseren Effekt, verbraucht aber unnötig Energie.
  • Setzen Sie sich für die Verwendung von energiesparenden Glühlampen oder Leuchtstoffröhren ein. Moderne Energiesparlampen bieten eine ca. fünffach höhere Lichtausbeute bei achtfach so hoher Lebensdauer gegenüber einer herkömmlichen Glühlampe. Experten errechnen eine Kosteneinsparung von rund 35 Euro bei der Nutzung einer 60-Watt-Energiesparlampe.
  • Halogenlampen sind keine Energiesparlampen. Sollten Sie diese aber dennoch einsetzen wollen, achten Sie darauf, dass der Trafo ausgeschaltet wird. Ansonsten entsteht durch den Stand-by-Betrieb unnötiger Energiefluss.
  • Vermeiden Sie häufiges An- und Ausschalten der Beleuchtung an zentralen Orten, da dies die Lebensdauer der Lampen verringert. In Teeküchen, Toiletten oder dem Kopierraum kann das Ausschalten der Beleuchtung jedoch sehr viel Strom sparen.

Klimatisierung

  • Optimale Arbeitsbedingungen in Büroräumen herrschen bei Temperaturen zwischen 20 und 22° C und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65%. Wenn Sie Ihr Büro im Sommer klimatisieren, achten Sie darauf, dass die Fenster und Türen geschlossen sind. Beim Beheizen im Winter gilt natürlich dasselbe. Zur Belüftung bietet sich aus energiewirtschaftlicher Sicht die sogenannte „Schocklüftung“, das kurzzeitige Öffnen aller Fenster bei abgeschalteter Heizung an.
  • Prüfen Sie, ob die Heizkörper ggf. zugestellt sind. Verstellte Heizkörper sind in ihrer Wärmeabgabe beeinträchtigt.
  • Halten Sie Heizkörper staubfrei. Staub auf Heizkörpern vermindert die Wärmeabgabe und reduziert somit die Effizienz.
  • Stellen Sie für die Wartung der Lüfter die Nutzungszeiten und Nutzungsweisen der Räume zusammen. Ein Klimatechniker kann daraus die Anlage für den tatsächlichen Bedarf anpassen.
  • Lassen Sie Außentüren durch automatische Türschließer zufallen. Insbesondere in Unternehmen mit hohem Publikumsverkehr wird somit Energie gespart.

Technische Geräte: PCs, Kopierer, Faxgeräte, Drucker, etc.

  • Setzen Sie schaltbare Mehrfach- oder Funksteckdosen ein, um Kosten für Stand-by-Zeiten zu umgehen.
  • Ist ein Notebook-Netzteil an die Steckdose angeschlossen, kostet Sie das bis zu 10 € im Jahr, ohne dass das Notebook überhaupt eingeschaltet ist. Also entweder den Stecker ziehen oder eine Steckdosenleiste mit Aus-Schalter verwenden.
  • Wussten Sie, dass der Stromverbrauch bei einem 17-Zoll-Monitor im Betrieb bei rund 90 Watt liegt? Das sind etwa 70% der gesamten Leistungsaufnahme des Rechners. Besondere Energiefresser sind beispielsweise bunte, animierte Bildschirmschoner. Schalten Sie Ihren Schoner auf ein schlichtes, schwarzes Modell um. Das reduziert den Monitor-Energieverbrauch um bis zu 15%.
  • Trotz höherer Anschaffungskosten, dafür aber einer längeren Lebenserwartung rechnet sich der Einsatz moderner Flachbildschirme auch energiewirtschaftlich: Neben der augenfreundlicheren Technik liegt der Stromverbrauch im Vergleich mit herkömmlichen Röhrenmonitoren bei unter 50%.
  • Setzen Sie auch bei Druckern, Kopierern und sonstigen Bürogeräten ausschaltbare Steckdosen oder Zeitschaltuhren ein. Ein Kopierer, der zwar ausgeschaltet, aber nicht vom Netz genommen ist, verbraucht immer noch zwischen 30 und 200 Watt Strom. Hat Ihr Kopierer eine Stromspartaste, drücken Sie diese, das spart bis zu 15% Strom.
  • Nutzen Sie energiesparende Zusatzgeräte: Für Kopierer aber auch andere Bürogeräte - werden beispielsweise selbstlernende Zusatzgeräte angeboten, die Abschaltzeiten automatisch an Nutzungszeiten anpassen. Ihre Investitionskosten amortisieren sich in der Regel bereits binnen eines Jahres.
  • Nutzen Sie möglichst oft die Verkleinerungsfunktion von A3 auf A4 an Kopierern: Sie sparen nicht nur 50% Papier, sondern ebensoviel Strom.
  • Prüfen Sie, ob eine Bereitschaft von Faxgeräten am Wochenende und nachts für Ihr Unternehmen wirklich wichtig ist. Wenn nicht, nehmen Sie das Gerät vom Netz.
  • Bei Diktiergeräten mit integriertem Trafo sollten Sie nach der Nutzung das Gerät aus der Steckdose ziehen. Nur so wird kein Strom mehr über den Trafo verbraucht.

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