Klimatische Entwicklung: Kerninteresse für Energieversorger
Gerade für Energieversorger ist es besonders wichtig, die Fakten der klimatischen Entwicklung zu kennen, um entsprechende Strategien, Instrumente und Technologien entwickeln zu können. Eine tiefgreifende und ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und den klimapolitischen Entwicklungen ist nicht nur Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung, sondern auch unser wirtschaftliches Kerninteresse.
Internationales Forum: Deutscher Klimakongress der EnBW
Wir haben uns bereits intensiv mit dem Klimawandel beschäftigt, als dieser noch kein Thema für die Medien war: Anfang 2006 gründete die EnBW einen wissenschaftlichen Beirat, dem die renommierten Klimaforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber CBE, Prof. Mojib Latif und Prof. Stefan Rahmstorf angehören. Gemeinsam wurde der 1. Deutsche Klimakongress „Klima im Wandel – Fakten, Folgen, Perspektiven“ geplant. Ergebnis war ein internationales, interdisziplinäres Forum, in dem gesellschaftsübergreifend Fakten und Szenarien des Klimawandels sowie dessen Folgen sachlich erörtert wurden. Mit dem 1. Deutschen Klimakongress hat erstmals ein Wirtschaftsunternehmen die Initiative ergriffen, und Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einen Tisch gebracht. Dieser Austausch war 2006 noch nicht selbstverständlich. Doch wir waren uns schon damals sicher, dass nur aus dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure sinnvolle globale Handlungsoptionen abgeleitet werden können und dass Wirtschaftsunternehmen bei der Lösung der Probleme eine Schlüsselrolle zukommt.
2. Deutscher Klimakongress
Mit dem 2. Deutschen Klimakongress hat die EnBW das erfolgreiche Engagement fortgesetzt. Unter dem Titel „Die Ökonomie des Klimawandels“ wurden im Oktober 2007 internationale Nobelpreisträger, Wissens- und Entscheidungsträger nach Berlin eingeladen, um gemeinsam Perspektiven für den Klimaschutz zu entwickeln. Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Villis begrüßte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Günther Oettinger, Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner, die Klimaforscher des wissenschaftlichen Beirats Prof. Mojib Latif und Prof. Stefan Rahmstorf und weitere Experten aus China, USA und Großbritannien.
Zweifelloser Höhepunkt des Kongresses war der Auftritt von Al Gore. Der ehemalige US-Vizepräsident und frischgebackene Friedens-Nobelpreisträger stellte seine Oscar-prämierte Präsentation zu den Gefahren des Klimawandels vor und warb nachdrücklich für ein entschiedenes Eintreten für den Klimaschutz.
3. Deutscher Klimakongress
Der 3. Deutsche Klimakongress der EnBW fand am 26.11.2008 unter dem Titel „Klimaschutz – Was ist machbar?“ statt. Erneut trafen sich hochrangige Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft auf Einladung der EnBW und diskutieren über die Herausforderungen des nationalen und internationalen Klimaschutzes. „Klimaschutz darf kein Modethema werden. Klimaschutz ist und bleibt eine zentrale Aufgabe, die alle angeht und die auch die aktuelle Finanzkrise überdauern muss“, so Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in seiner Eröffnungsrede. Die EnBW nimmt den Klimawandel ernst. Dies dokumentieren nicht nur der 3. Deutsche Klimakongress der EnBW in Folge, sondern auch ihre Investitionspläne. So investiert die EnBW erheblich in einen energieeffizienten und damit klimagerechten Erzeugungspark zu dem hocheffiziente Kohlekraftwerke ebenso wie Kernkraft sowie Wasser- und Windkraftanlagen gehören. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Investitionen am Standort Deutschland besonders wichtig. Mit Investitionen in moderne und hocheffiziente Kraftwerke schaffen wir heute die Grundlage für die Wertschöpfung von morgen in Deutschland“, so Villis.
Konventionelle Kraftwerke, Kernenergie und erneuerbare Energien sind für die EnBW dabei keine Gegensätze, sondern gleichberechtigte Teile eines zukunftsfähigen, sicheren und wirtschaftlichen Energiemixes. Aus diesem Grund wird die EnBW neben Investitionen in konventionelle Erzeugungskapazitäten auch in beträchtlichem Umfang in Erneuerbare Energien investieren.
Unternehmensinitiativen
Die EnBW ist der Überzeugung, dass die Wirtschaft eine Schlüsselrolle bei der Lösung der Klimaprobleme spielen wird. Im Abschlussdokument des 1. Deutschen Klimakongresses, der „Berliner Erklärung“, wurde deshalb die Gründung einer Unternehmergruppe angekündigt, die sich aktiv für Klimaschutz einsetzt und die Politik dabei unterstützt, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen.
Weiterführende Informationen bietet der Energie und Klimakompass - EnBW Innovationsbericht 2008.
Einen Überblick zu unseren Aktivitäten finden Sie hier.