Unternehmensinitiativen
Die EnBW ist der Überzeugung, dass die Wirtschaft eine Schlüsselrolle bei der Lösung der Klimaprobleme spielen wird. Im Abschlussdokument des 1. Deutschen Klimakongresses, der „Berliner Erklärung“, wurde deshalb die Gründung einer Unternehmergruppe angekündigt, die sich aktiv für Klimaschutz einsetzt und die Politik dabei unterstützt, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Im Nachgang dazu hat die EnBW die Gründung verschiedener Unternehmensinitiativen angeregt und begleitet. So sind wir zum Beispiel Gründungsmitglied der Gruppe „2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“ sowie Teil der Initiative „3c – Combat Climate Change“; und auch beim Aufbau der Klimagruppe des Bundesverbands der Deutschen Industrie „Wirtschaft für Klimaschutz“ war die EnBW maßgeblich beteiligt. Die BDI-Initiative hat 2007 mit einer umfassenden Studie über Vermeidungskosten die Diskussion um die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen produktiv begleitet. Diese von McKinsey erstellte Klimastudie beinhaltet über 300 technologische Vermeidungshebel sowie eine betriebswirtschaftliche Bewertung ihrer Kosten und Potenziale. Die Ergebnisse der Studie wurden der Bundesregierung, dem Europäischen Parlament und auf der UN-Klimakonferenz in Bali vorgestellt.
EnBW als Träger: Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg
Ende 2007 hat die EnBW als Träger die gemeinnützige „Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg“ gegründet. Die Arbeit der Stiftung soll einen Beitrag zum besseren Verständnis der Zusammenhänge zwischen Energiewirtschaft und Klimaschutz leisten und außerdem zur Sicherung des Forschungsstandortes Baden-Württemberg beitragen. Ein Netzwerk internationaler Experten diskutiert, analysiert und bewertet effektive Klimaschutzmaßnahmen. Weitere Themen sind erneuerbare Energien, Fragen der Energieeffizienz und Energieeinsparung sowie der Post-Kyoto-Prozess. Die Ergebnisse sollen in die öffentliche Debatte eingebracht werden und so zu einer zielführenden Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen beitragen. Dabei bindet die Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg gezielt auch junge Wissenschaftler mit in die Diskussionen ein.
Grünes Pilotprojekt: Jatropha-Anbau in Madagaskar
Die EnBW setzt sich intensiv mit dem Thema JI-/CDM-Projekte auseinander und prüft verschiedene Möglichkeiten für ein konkretes Engagement. Ein erster Schritt ist bereits getan: Gemeinsam mit Partnern aus dem Umfeld der Universität Hohenheim hat die EnBW 2007 in Madagaskar ein Pilotprojekt zum Anbau der Jatropha-Pflanze gestartet. Auf einer 3.000 Hektar großen Plantage soll die CDM-Methodik angewandt werden. Projektziel ist der Nachweis der CO2-Reduktionen durch zusätzliche Anpflanzung, denn der Jatropha-Strauch kann pro Hektar Anbaufläche jährlich zirka 2,5 tCO2 binden.
Parallel dazu sollen die Nüsse der Pflanze verwertet werden – insbesondere das Pflanzenöl zur Biodieselherstellung. Bei erfolgreichem Verlauf kann der Anbau auf 100.000 Hektar ausgeweitet werden. Die Jatropha-Pflanze ist ein wahres Wunder: Da der Strauch aus der Familie der Euphorbien auch auf Ödland wächst, konkurriert er nicht mit der Nahrungsmittelproduktion.
Er eignet sich vielmehr hervorragend zur Rekultivierung erodierter Flächen: Sein tiefes Wurzelsystem stoppt die Erdabtragung und erhöht die Speicherfähigkeit des Bodens für Wasser. Zudem kann er auch Dürreperioden gut überstehen. Versuche mit der Jatropha-Pflanze insbesondere zur Treibstoffgewinnung gibt es seit einigen Jahren unter anderem in Indien oder China. Allerdings ist ein großräumiger Anbau noch nicht untersucht; auch hier soll das EnBW-Projekt Erfahrungen bringen.
Lesen Sie dazu auch folgende Pressemeldungen:
Weiterführende Informationen bietet der Energie und Klimakompass - EnBW Innovationsbericht 2010.
Einen Überblick zu unseren Aktivitäten finden Sie hier.



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