Ateliereinblicke
In der Reihe "Ateliereinblicke" geben wir seit vielen Jahren jungen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, sich mit einer Einzelausstellung und einem kleinen Katalog der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Ausstellungen finden entweder an unserem Hauptsitz in Karlsruhe statt oder im Showroom unserer Repräsentanz Berlin.
Ausgewählt werden zumeist junge Künstlerinnen und Künstler, die ihr Studium als Meisterschüler an einer südwestdeutschen Kunstakademie abgeschlossen haben.
Durch diese Förderung wird den talentierten und originellen jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform für ihre weitere künstlerische Entwicklung geboten.
In den Genuss der Förderung durch die EnBW kamen bisher zum Beispiel Till Freiwald, Caro Suerkemper, Matthias Schöner und Martina Ziegenthaler.
Rückschau: Ateliereinblicke 2010, Britta Marquardt
Britta Marquardt (* 1974) ist in Ludwigsburg geboren und lebt und arbeitet heute auch dort. Nach einer Ausbildung zur Tischlerin absolvierte sie die Staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim/Rhön. Zwischen 2004 und 2009 studierte Britta Marquardt an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Im Jahr 2009 schloss sie ihr Studium mit dem Diplom für Bildende Kunst ab.
Die Werke von Britta Marquardt haben ihren eigenen Charakter. Die Künstlerin arbeitet mit unterschiedlichen Materialien und verwendet zufällig Gefundenes, übrig Gebliebenes oder auch gezielt Gesammeltes. Aus Plastiktüten entsteht ein Wand füllendes knallbuntes Bild; Knöpfe werden auf Draht gereiht, miteinander verknüpft und zu Figuren geformt, die manchmal Lebensgröße erreichen.
Die Künstlerin stellt aber auch Fotos und Videoarbeiten her: Eine alte, einst liebevoll eingerichtete Puppenstube hat ausgedient und besitzt keine Einrichtung und „Bewohner“ mehr. Als verlassenes Relikt aus der Kindheit wird sie nun in ihrer Leere fotografisch dokumentiert; „Besenrein“ heißt die melancholisch stimmende Bilderserie dazu.
Viele Werke haben sprechende Titel, sie erzählen die Geschichten hinter den Objekten, die ihre ganz eigene Sprache entwickeln und den Betrachter fröhlich oder auch nachdenklich stimmen können, aber niemals ohne Emotion entlassen