Der "Meteorit" von Mischa Kuball, 2009
Eine Lichtskulptur des Düsseldorfer Künstlers Mischa Kuball mit dem Titel "Meteorit" schmückt den Vorplatz des neuen Verwaltungsgebäudes der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Stuttgart. Das drei mal vier Meter große und 750 Kilogramm schwere Kunstwerk wurde vornehmlich in Handarbeit gefertigt. Die schwarze Oberfläche des "Meteoriten" verändert sich dank ihrer besonderen Beschichtung je nach Lichteinfall von matt zu silbrig glänzend, bei Dämmerung und Dunkelheit leuchtet der transparente Körper von innen heraus. Im Inneren der Skulptur liegen LED-Scheinwerfer, die den "Meteoriten" in wechselnden Farben scheinbar glühen lassen.
Mischa Kuball wurde 1959 in Düsseldorf geboren und ist Träger zahlreicher Auszeichnungen.
Seit 2007 hat Kuball eine Professur für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien, Köln, inne.
"Mobile" von Jeppe Hein, 2010
Im Foyer von EnBW-City fasziniert ein weiteres Kunstwerk die Betrachter. Das große „Mobile“ des Berliner Künstlers Jeppe Hein wurde vor der dreigeschossigen Glaswand installiert. Große spiegelnde Glaskugeln schwingen leise, wie von einem Windhauch gestreift an fünf Stangen. Die Kugeln bewegen sich wie Planeten und sind interaktiv. Sie werden mittels Bewegungssensoren von umhergehenden Personen aktiviert und reflektieren die Betrachter und den Raum. Diese raumgreifende Plastik zieht so manchen Mitarbeiter und Besucher in ihren Bann.
Jeppe Hein wurde 1974 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen geboren. Er studierte an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und an der Städel- Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Berlin.
"Dialogue in Transition" von Ruth Schnell, 2010
Die computergesteuerte Lichtinstallation „Dialogue in Transition“ der Wiener Künstlerin Ruth Schnell akzentuiert den 110 Meter langen „Netwalk“ des Stuttgarter EnBW-Gebäudes. Dieser lange Flur verbindet alle Bauteile von EnBW-City. Das Kunstwerk besteht aus zwölf, ca. 35 cm hohen, mit weißen LEDs bestückten Leuchtstäben, die in Augenhöhe an die Wände montiert wurden. Das faszinierende an den vertikalen Leuchtstäben ist, dass sich für den sich bewegenden Betrachter einzelne Buchstaben, Wörter und zeichenhafte Icons auftun, die für kurze Zeit vor der Wand und dem räumlichen Umfeld zu schweben scheinen.
Dieses Phänomen basiert auf der Trägheit der menschlichen Wahrnehmung. Durch schnelle Kopfbewegungen entstehen Lichtstreifen, die als Begriffe wahrgenommen werden. Die dargestellten Begriffe entstammen einem umfangreichen, mehrere tausend Wörter umfassenden Wörterpool zu den Themen „Mensch“ und „Energie“.
Ruth Schnell wurde 1956 im österreichischen Feldkirch geboren. Sie studierte in Innsbruck, Linz und Wien an verschiedenen Universitäten. Die Künstlerin kann einen Studienabschluss in Kunstpädagogik und ein Diplom für Visuelle Mediengestaltung vorweisen. Heute lehrt Ruth Schnell am Fachbereich Digitale Kunst der Universität für angewandte Kunst in Wien und arbeitet als freischaffende Künstlerin.
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