Den LEDs gehört die Zukunft – davon sind deutsche und internationale Licht-Experten überzeugt. Bisher kannte man diesen Lampentyp nur als Standby-Anzeige am Fernseher oder Videorekorder. In den kommenden Jahren verspricht die LED aber der Nachfolger unserer altbekannten Glühlampe zu werden. Denn die ist wegen ihrer schlechten Energieeffizienz ein Auslaufmodell: 95 Prozent des Stroms verpufft als Wärme, nur fünf Prozent wird tatsächlich in Licht umgewandelt. Dagegen sind LEDs wesentlich effizienter: Sie wandeln 30 Prozent des Stroms in Licht, Hochleistungs-LEDs sogar 70 Prozent. Darüber hinaus hat die LED eine wesentlich längere Lebensdauer: bis zu 50.000 Stunden.
Damit sind LEDs zum Beispiel wie gemacht für die Straßenbeleuchtung: Seit 2005 testet die Stadt Stuttgart in Zusammenarbeit mit der EnBW LEDLampen im Alltag einer Großstadt. Ein Problem dieses Lampen-Typs ist allerdings die Farbtemperatur, die eher kalt wirkt. Für alle, die warmes Licht lieben, gibt es aber bereits einen Hoffnungsschimmer: So genannte organische LEDs (OLEDs). Im Gegensatz zu normalen LEDs sind OLEDs Flächenstrahler, die in jeder beliebigen Farbe leuchten können – also auch in warmen Tönen. In zehn bis zwanzig Jahren dürfte die Entwicklung dieser Kunststoffe ausgereift sein, dann könnten OLEDs die bisherige Beleuchtungstechnik ersetzen.
Viele Staaten schaffen bereits jetzt die Glühlampe ab. Immer häufiger kommen Halogen- oder Energiesparlampen zum Einsatz – beide sind laut Expertenmeinungen aber nur Übergangsprodukte auf dem Weg zur LED. Noch immer behindern Vorurteile aus den Anfangstagen der sparsamen Lampen ihre Akzeptanz – zu Unrecht. Denn mittlerweile gibt es sie nicht nur in Glühlampenform für herkömmliche Fassungen, sondern auch mit höherem Rot-Anteil im Licht und als Schnellstarter. So entfällt die Wartezeit bis die Energiesparlampe ihre volle Helligkeit erreicht hat. Einige Modelle lassen sich sogar dimmen. Auch das gesundheitsschädigende Quecksilber steckt nur in sehr geringen Mengen in den Lampen.
Es sind wiederum vor allem die Kommunen, die auf Energiesparlampen und andere Alternativen zur Glühlampe setzen – so wie Stuttgart. Denn öffentliche Beleuchtung ist teuer: 760 Millionen Euro kostet es jährlich, alle Straßen, Plätze und Brücken in Deutschland auszuleuchten. Und auf einem Drittel der europäischen Straßen und Autobahnen stehen noch alte, ineffiziente Leuchten aus den 1960er und 1970er Jahren. Hier wird sich künftig viel verändern, nicht nur bei der Beleuchtungstechnik.

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