Energie braucht Impulse
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Leise Flitzer

Thomas Kroher (ADAC-Experte)

Nahezu geräuschlos und trotzdem ganz schön sportlich: E-Autos vereinen viele Vorzüge.
ADAC-Experte Thomas Kroher hat den Elektro-Smart aus dem Londoner Pilotprojekt von Daimler und Électricité de France eine Woche Probe gefahren.

 

Herr Kroher, wie fährt sich so ein E-Auto?

Ungewohnt. Wenn man den Schlüssel dreht, fährt der Wagen kurz hoch wie ein Computer. Dann kann es – im Gegensatz zum Benziner – sofort mit voller Leistung losgehen.

 

Elektroautos sind also ganz schön sportlich?

Ja. Ich bin einmal den Tesla Roadster, einen Elektro-Sportwagen, Probe gefahren. Da ist so viel Drehmoment, so viel Leistung vorhanden. Das macht schon Spaß!

 

Dennoch sind die E-Autos sehr leise.

Ja. Es ist eine ganz andere Geräuschkulisse: Den Motor hört man so gut wie gar nicht, dafür viel intensiver die Fahrgeräusche der Reifen, die Hydraulik und den Wind. Aber nach zehn Minuten nimmt man das gar nicht mehr wahr.

 

Weniger Straßenlärm ist eine verlockende Aussicht. Gibt es auch Nachteile?

Ja. Sie werden von Passanten schlechter bemerkt. Es ist sicherlich sinnvoll, wenn man fürs Rückwärtsfahren einen harten Piepton installieren würde.

 

Wie läuft das „Tanken“?

Ganz einfach mit einem Verlängerungskabel über die Steckdose. Ich habe den E-Smart zu Hause und in der Garage beim ADAC geladen. Bis die Batterie voll war, dauerte es acht Stunden. Der Akku lädt aber nicht gleichmäßig. Nach zwei Stunden haben Sie bereits wieder 40 Prozent der Leistung.

 

Wie weit kommt man mit einer vollen Batterie?

Beim E-Smart 110 Kilometer. Das reicht eigentlich aus. Im Schnitt fahren 70 Prozent aller Autofahrer nur 40 Kilometer am Tag. Gefühlsmäßig ist die Mobilität aber eingeschränkt. Wenn man über keine Garage mit Stromanschluss verfügt, hat man ein Problem.

 

Was wäre die Lösung?

Entscheidend ist die Infrastruktur. Man braucht ein flächendeckendes Netz von Ladestationen, damit man die Batterie überall auffüllen kann.

 

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