Energie braucht Impulse
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Traumauto Elektromobil

Die Zukunft gehört dem Elektroantrieb, prophezeien die Profis. Ölpreis und Klimaschutz machen emissionsfreie Autos immer attraktiver. Fieberhaft arbeiten Unternehmen an der Entwicklung neuer Lösungen.
Die EnBW will die optimale Versorgung bieten.

 



 

Auch die Europäische Union hat den Klimakiller Auto ins Visier genommen. Ab 2012 führt sie in mehreren Schritten Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Neuwagen ein. Liegen die Autobauer über den Grenzwerten, drohen empfindliche Strafgelder. Klimaschutz wird für die Autoindustrie also zur ökonomischen Notwendigkeit. „Um das Jahr 2025 werden keine Neuwagen mehr ohne Hybridisierung – sprich Elektromotoren fahren“, prognostizierte bereits der Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer.

 

Einen Durchbruch verhinderte bislang die Batterietechnik: Zu leistungsschwach, zu schwer und unbezahlbar waren die Akkus. Die Reichweite der E-Autos war dadurch begrenzt. Doch in den vergangenen Jahren haben die Entwickler entscheidende Fortschritte gemacht: Moderne Lithium-Ionen-Akkus sind viel kleiner und leichter. Größere Reichweiten von mehreren Hundert Kilometern werden so prinzipiell möglich.

 

Hybridantrieb

 

Eine Zwischenlösung sind Hybridfahrzeuge, die einen Elektro- mit einem Verbrennungsmotor kombinieren. Berühmtestes Beispiel: der Toyota Prius. Er fährt in der Regel nur beim Anfahren ausschließlich mit Strom. Die Batterie wird zur Energierückgewinnung beim Bremsen oder Ausrollen aufgeladen. Der Spritverbrauch reduziert sich so nach Werksangaben auf respektable 4,3 Liter Super pro 100 Kilometer.

 

Sogenannte Plug-in-Hybrids (englisch: aus der Steckdose) verfügen zwar auch über einen Verbrennungsmotor, sie können aber zusätzlich an einer normalen Steckdose „tanken“. Dank sehr kleiner Akkus sind sie nach wenigen Stunden wieder aufgeladen. Bei reinen E-Autos wird wohl aber der Aufbau einer Infrastruktur von öffentlichen Ladestationen notwendig, eine Mammutaufgabe, mit der die Akzeptanz der Technologie steht und fällt. Schon 2007 hat der französische Energiekonzern EDF zusammen mit Daimler in London ein Netz aus Ladestationen aufgebaut. 100 E-Smart testen in einem Pilotprojekt die Infrastruktur.

 

Wechseln statt Laden

 

Einen besonders ambitionierten Ansatz verfolgt das Projekt „Better place“ (zu Deutsch: besserer Ort). In Israel, Dänemark, Kalifornien, Hawaii und Regionen Australiens sollen flächendeckend Akkuwechselstationen aufgebaut werden. Roboter würden dort genormte Batterien in wenigen Minuten austauschen. Der Clou dabei: Ähnlich wie beim Handy würde der Kunde eine Art Grundgebühr für das Auto plus einen Preis für die gefahrenen Kilometer bezahlen. Im Extremmodell – mit entsprechend hohem Kilometertarif – gäbe es das Auto sogar gratis dazu. 2010 soll es in Israel losgehen.