Energie braucht Impulse
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Der Energiemix hat Zukunft!

Die EnBW unterstützt das Energiekonzept Baden-Württembergs. Bis 2020, so das ehrgeizige Ziel, soll sich der Anteil erneuerbarer Energien fast verdoppeln. Kernenergie und fossile Energieträger sollen dafür die Grundlagen sichern.

Die einprägsame Formel lautet: "50:30:20", die EnBW-Chef Hans-Peter Villis erklärt.

50:30:20-Grafik

50 Prozent Kernenergie

Die EnBW bekennt sich zum Energieträger Kernenergie und zu den Standorten in Baden-Württemberg. In der Diskussion um Laufzeitverlängerungen wird häufig argumentiert, dass die Kernkraft den Ausbau der erneuerbaren Energien hemmen könnte. Das Gegenteil ist der Fall. Wissenschaftliche Studien der Universität Stuttgart und der RWTH Aachen belegen, dass Kernkraftwerke so schnell regelbar sind, dass sie die hohen Erzeugungsschwankungen von Windkraft und Fotovoltaik ausgleichen können. Das heißt: Die Erneuerbaren und die Kernenergie ergänzen sich viel besser, als viele denken. Zusammen garantieren sie stabile Stromnetze und eine sichere Versorgung der Verbraucher. Und das auch noch vollkommen CO2-neutral. Zudem hilft die Kernenergie, dass Strompreise bezahlbar bleiben. Dies ist insbesondere für den Industriestandort Deutschland wichtig. Eine wirtschaftlich vertretbare Verlängerung der Kraftwerkslaufzeiten ist daher wichtig und sinnvoll.

 

30 Prozent konventionelle Energie

Kohle, Öl und Gas brauchen wir ebenso als Bestandteil einer zuverlässigen Energieversorgung. Diese Energieträger sollen bis 2020 rund 30 Prozent zur Erzeugung beisteuern. Das CO2-Problem ist uns bewusst. Die Kohlekraftwerke der EnBW zählen seit Langem zu den modernsten und effizientesten in Europa. Der neue Kraftwerksblock RDK 8 in Karlsruhe wird sogar einen Rekordwirkungsgrad von 46 Prozent erreichen. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als bei einem durchschnittlichen europäischen Kohlekraftwerk. Was bedeutet das? Die EnBW benötigt im RDK 8 für die Produktion der gleichen Menge Elektrizität 20 Prozent weniger Kohle und setzt damit auch 20 Prozent weniger Kohlendioxid frei.

 

20 Prozent erneuerbare Energie

Die Erneuerbaren haben bei der EnBW Tradition. Seit über 100 Jahren nutzen wir die Kraft des Wassers – derzeit in 78 Anlagen. In Rheinfelden entsteht momentan ein komplett neues, hochmodernes Kraftwerk. In Iffezheim erweitern wir das Rheinkraftwerk erheblich, weitere Projekte laufen oder sind geplant. Allein Rheinfelden wird seine Kapazitäten verdreifachen und künftig 170.000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Erneuerbaren spielen in unserem Energiemix der Zukunft eine immer bedeutendere Rolle. In den kommenden Jahren wollen wir ihren Anteil an unserer Erzeugung von elf auf rund 20 Prozent nahezu verdoppeln. Neben dem Ausbau von Geothermie, Biogas und Fotovoltaik setzen wir auf die Windkraft – nicht nur im Binnenland, auch auf hoher See. Unsere vier geplanten, großen Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 1.200 Megawatt wollen wir in den nächsten Jahren in Ost- und Nordsee installieren. Der erste EnBW-Windpark Baltic 1 vor der Halbinsel Darß-Zingst wird bereits zum Jahresende in Betrieb gehen. Das sind gewaltige Investitionen in die Energiezukunft, wie sie nur ein großer Energieerzeuger stemmen kann. Dafür haben wir drei Milliarden Euro für die kommenden Jahre veranschlagt.

EnBW-Chef Hans-Peter Villis

Fazit: Um die Energiezukunft in Baden-Württemberg und Deutschland zu gestalten, sind wir gut beraten, uns von Dogmen und Denkverboten zu verabschieden. Wir benötigen ein "sowohl als auch" statt ein "entweder oder". Die Kernenergie wird noch gebraucht. Sie macht die regenerative Energiezukunft erst möglich. Schon heute kann die EnBW die mit Abstand beste CO2-Bilanz unter allen großen Erzeugern vorweisen. Mit einem Energiemix, der umweltschonend, versorgungssicher, wirtschaftlich und am technisch Machbaren ausgerichtet ist. Mit dem Ziel 50:30:20 setzen wir unseren Weg konsequent fort. Wir laden Sie ein, uns dabei zu begleiten.

 

Ihr Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW

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