Energie braucht Impulse
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Willkommen im Kraftwerk!

"Tag der offenen Energie": Am 25. September öffnen ausgewählte Kraftwerke der EnBW ihre Tore. Werfen Sie vorab einen Blick in das Kernkraftwerk Neckarwestheim, das RDK 8 in Karlsruhe und das Wasserkraftwerk Rheinfelden.

Neckarwestheim: Allzeit bereit

Neckarwestheim: Warte, Block 1

Im Kernkraftwerk Neckarwestheim produziert die EnBW 16 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr. Das entspricht dem Verbrauch aller rund fünf Millionen Privathaushalte in Baden-Württemberg. Block I verfügt zudem über den größten Bahnstromgenerator der Welt. Jede vierte Elektrolok in Deutschland fährt mit Bahnstrom aus Neckarwestheim. Die unabhängige internationale Atombehörde (IAEA) hat Neckarwestheim einen Sicherheitsstandard auf höchstem Niveau bescheinigt. Da Kernkraftwerke sehr schnell in ihrer Leistung reguliert werden können, sind sie in der Lage, die wetterbedingten Produktionsschwankungen von Wind- und Solarkraft auszugleichen – das ist Voraussetzung für die Stabilität der Stromnetze und für eine sichere Stromversorgung. "Das ist unser Beitrag für den Ausbau der erneuerbaren Energien", betont Silvia Kühner-Gärtner, die seit 23 Jahren Besucher im Kernkraftwerk betreut, "und das mit CO2-freiem Strom!"

RDK 8: Mehr Energie, weniger Kohle

Energieerzeugung im RDK 8

Von Block 7 hat man den besten Blick auf Baden-Württembergs größte Baustelle: Block 8 des Rheinhafendampfkraftwerks, kurz RDK 8. Hier entsteht das modernste Kohlekraftwerk Europas. Ab 2012 soll es zwei Millionen Haushalte mit Strom versorgen. "Die neue Anlage erreicht einen Wirkungsgrad von 46 Prozent. Das ist Weltrekord", sagt Constantino Pavlides, der die Besucher betreut. Das heißt: Für die gleiche Menge Strom muss RDK 8 weniger Kohle verbrennen als bestehende Anlagen. Darüber hinaus kann es nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung auch noch Fernwärme für die Stadt produzieren. "Wir werden im RDK 8 viele der gesetzlichen Grenzwerte für die Emissionen noch einmal um die Hälfte unterschreiten. 99,8 Prozent des Staubs können wir dann beispielsweise herausfiltern", ergänzt Pavlides. Er zeigt auf den Schornstein – auch der steht bereits. "Sehen Sie, da haben wir eine Öffnung für die CO2-Abscheidung eingebaut. Wenn die Technik einmal ausgereift und wirtschaftlich einsetzbar ist, könnten wir eine passende Anlage anbauen. Dann filtern wir auch noch das Kohlendioxid aus dem Reingas."

Rheinfelden: Mit voller Wasserkraft voraus!

Der Rhein in Rheinfelden

Europas größte Wasserkraftbaustelle befindet sich derzeit in Rheinfelden, unmittelbar an der Schweizer Grenze. 2003 fiel der Startschuss für das 380 Millionen Euro teure Projekt. Seitdem entsteht am Hochrhein ein Laufwasserkraftwerk, das bis 2011 mehr als dreimal so viel Strom produzieren soll, als das unweit gelegene alte Wasserkraftwerk aus dem Jahre 1898. Arbeiteten im alten Kraftwerk noch 20 Turbinen, so sollen im neuen allein vier Rohrturbinen 170.000 Haushalte jährlich mit rund 600 Millionen Kilowattstunden erneuerbarer Energie versorgen. Kraftwerksbetreiber ist die Energiedienst AG. Die EnBW ist an dem Unternehmen beteiligt und bezieht von ihm Naturstrom. Doch ein Kraftwerk bedeutet auch einen Eingriff in die Natur und Landschaft. Deshalb umfasst das Kraftwerkskonzept 65 ökologische Aufwertmaßnahmen – allein die Fischumgehung ist durch ihre Größe einzigartig in Europa. Ein 900 Meter langer und 60 Meter breiter Flusslauf mit kiesigen Stromschnellen, überströmten Kiesbänken, Kiesinseln und reich strukturierten Ufern.