Im Netz der Zukunft
Die Projekte in Stuttgart ergänzen das zentrale Forschungsvorhaben der EnBW zur Elektromobilität: MeRegioMobil, abgeleitet aus dem E-Energy-Projekt MeRegio – kurz für "Minimum Emission Region".
Mit Partnern wie Daimler, Bosch und SAP tüftelt das Unternehmen seit Juli 2009 an der Ladeinfrastruktur und an IT-basierten Abrechnungsmodellen für Elektrofahrzeuge. Daimler und Opel bringen dafür in den nächsten Monaten zusammen mehr als 40 Elektroautos auf die Straßen. Die EnBW installiert ab Herbst insgesamt 600 private, gewerbliche und öffentliche Ladepunkte in den Regionen Stuttgart und Karlsruhe. Herzstück des Konzepts ist der intelligente Stromzähler der EnBW, der an der Säule erfasst, wie viel welcher Fahrer lädt. Per Datenleitung werden alle nötigen Informationen an eine zentrale Abrechnungsstelle geschickt.
Die "Tankrechung" bezahlt der Fahrer einfach mit der nächsten Stromrechnung. Dabei spielt es in der Endausbaustufe – wie bei Handyverträgen – keine Rolle, wo und bei welchem Stromanbieter der Fahrer "getankt" hat. Mit der Électricité de Strasbourg wird die EnBW ein grenzüberschreitendes System testen.
Die große Vision hinter dem Projekt ist die Einbindung der Elektroautos in ein intelligentes, IT-verknüpftes Stromnetz. Der Akku von Iris Schabers E-Bike könnte künftig zusammen mit den Batterien von weiteren Elektrofahrzeugen als Speicher dienen, wenn die großen Windparks in Nord- und Ostsee gerade viel Strom in die Netze drücken. Ist Energie knapp, würde der Strom zurück ins Netz gespeist. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Elektromobilität würden so Hand in Hand gehen. Übrigens: An den öffentlichen Ladestationen in Stuttgart tanken die Fahrzeuge bereits jetzt ausschließlich Ökostrom.
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