Zum Genießen!
Kaffee ist Kult. Das Lieblingsgetränk der Deutschen wird immer öfter variiert. Vollautomaten zaubern die tollsten Kreationen in die Tassen. Wir sagen Ihnen, wie Sie Capuccino, Latte macchiato & Co. energiesparend zubereiten.
Hätten Sie’s gewusst? Kaffee ist und bleibt der Deutschen liebstes Getränk: Mit durchschnittlich 146 Litern pro Jahr (Deutscher Kaffeeverband e. V., 2007) rangiert er noch vor Wasser, Bier und Tee. Zunehmend beliebter: Kaffeespezialitäten wie Espresso, Latte macchiato oder Cappuccino. Die Auswahl an Modellen für deren Zubereitung ist dabei riesig: Auf Liebhaber des besonderen Kaffeekults warten in den Regalen Kaffeevollautomaten, Kapsel- und Pad-Geräte. Und die unterscheiden sich vor allem in den Anschaffungskosten, der Qualität des Kaffees, den Zubereitungsmöglichkeiten – und in der Höhe des Stromverbrauchs:
Während durchschnittliche Kaffeevollautomaten rund 34 Euro* Stromkosten im Jahr verursachen, liegen Strom sparende Modelle bei nur rund 11 Euro*. Bislang gibt es für Kaffeeautomaten allerdings keine transparenten Informationen zur Energieeffizienz, was den Vergleich des Energieverbrauchs erschwert. Es lohnt sich deshalb, gezielt nach der Ausstattung der Maschine und deren Stromverbrauch zu fragen: Jedes „mehr“ an Komfort, wie zum Beispiel automatische Reinigungsprozesse und Warmhalteplatten, verbraucht auch mehr Strom – und ist nicht für jeden Kaffeetrinker unbedingt nötig. Gleiches gilt für die Größe der Maschine: Große Mengen an Getränken, die auf einmal zubereitet werden können, können auch mehr Energie, zum Beispiel zur Erwärmung des Wassers, verbrauchen. Unsere Tipps verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten, um den Stromverbrauch bei vollem Genuss in Grenzen zu halten:
Abschaltautomatik individuell anpassen:
Die meisten Kosten verursachen Leerlaufverluste, da viele Maschinen ganztägig in Bereitschaft bleiben. Dabei halten einige Maschinen ständig warmes Wasser bereit – so kann zwar jederzeit schnell Kaffee zubereitet werden, aber mit entsprechend hohem Energieaufwand. In der Werkseinstellung verbrauchen die Maschinen in acht Stunden zwischen 50 bis 190 Wattstunden Strom wie die „Stiftung Warentest“ in ihrem jüngsten Test (12/08) ermittelt hat. Die Lösung: ein energieeffizientes Gerät mit automatischer Abschaltfunktion („Auto-Off“). Dabei lässt sich manuell einstellen, dass die Maschine nach einer gewissen Zeit die Warmhaltefunktion abschaltet. Diese Zeit sollten Sie möglichst kurz wählen. Es dauert dann zwar ein paar Sekunden, bis das Wasser für den nächsten Espresso wieder erhitzt ist, dafür ist der Stromverbrauch insgesamt deutlich geringer.Das Ausschalten schont zudem Dichtungen und Pumpe, weil diese nicht ständig heiß sind.
Manuell abschalten:
Besitzen Sie einen Kaffeeautomaten ohne Abschaltautomatik, können Sie dennoch Energie sparen: Schalten Sie die Maschine nach der Kaffeebereitung von Hand aus. Auf Nummer sicher gehen Sie mit einer abschaltbaren Steckerleiste, denn nicht jede Maschine trennt das Gerät beim Ausschalten tatsächlich vom Stromnetz.
Warmhalteplatten aus:
Stromintensive Wärmflächen zum Vorwärmen der Tassen generell ausschalten. Sie bringen meist nicht den gewünschten Effekt. Energiesparender geht das Vorwärmen mit dem heißen Wasser, das beim Vorspülen sowieso aus der Maschine läuft.
Reinigung:
Automatische Reinigungsprozesse sind praktisch, hygienisch und sorgen für einen einwandfreien Betrieb, verbrauchen aber auch jedes Mal zusätzliche Energie.
Nachfragen und nachlesen:
Fragen Sie beim Kauf nach dem Energieverbrauch der verschiedenen Modelle. Weitere Informationen finden Sie in unserer Geräteberatung online unter: www.enbw.com/espresso
*Berechnungsgrundlage: 2.000 Tassen Kaffee pro Jahr inkl. Bereitschaftsmodus und Stand-by; effizientes Gerät mit 55 kWh Jahresverbrauch und durchschnittliches Gerät mit 170 kWh Jahresverbrauch; Strompreis 20 Cent/kWh. (dena 2008)
Kurzüberblick: Welches Gerät passt zu mir?
Pad-Geräte:
- Anschaffungspreis ab 80 Euro
- Kaffeepads, mittlerer Preis von 15 bis 20 Cent pro Tasse, von unterschiedlichen Herstellern verfügbar
- Handhabung einfach, schnell und sauber
- Die Qualität des zubereiteten Kaffees reicht nicht an die von Kapsel-Geräten und Vollautomaten heran
- Einfache, manuelle Reinigung
- Oftmals kein Milchaufschäumer integriert
- Geeignet für Wenig- und vorwiegend Espressotrinker
Kapsel-Geräte:
- Anschaffungspreis von 150 bis 500 Euro
- Kapseln meist herstellergebunden, mittlerer Preis 25 bis 30 Cent pro Tass
- – Handhabung einfach, schnell und sauber, aber vergleichsweise viel Abfall
- Kapseln in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Stärken verfügbar, gute Qualität des fertigen Getränks
- Einfache, manuelle Reinigung
- Meist Aufschäumdüsen für heiße Milch und Milchschaum vorhanden
- Eher für Wenigtrinker geeignet
Vollautomaten:
- Anschaffungspreis von 400 bis 2.000 Euro
- Großer Komfort und Bequemlichkeit (tassenfertiger Cappuccino auf Knopfdruck), sehr gute Kaffeequalität, individuelle Einstellungsmöglichkeiten (Kaffeemenge, Mahlstärke etc.)
- Trotz meist automatisierter Reinigungsprogramme sehr pflegebedürftig, Entkalkungsmittel und Reinigungstabletten zudem oft herstellergebunden
- Für Vieltrinker und für Kaffeeliebhaber, die bei Komfort und Qualität keine Abstriche machen möchten.


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