Energie braucht Impulse
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Besser im Bild

Großes Heimkino zum kleinen Strompreis: In den meisten deutschen Haushalten stehen Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 66 cm und mehr. Bis zur geplanten Einführung des EU-Energielabels 2011 werden die Geräte freiwillig gekennzeichnet.

 

 

Tipps zum Neukauf

 

Energieeffizienz ist käuflich: Mit energieeffizienter Unterhaltungselektronik sparen Sie laut dena bei Fernsehgeräten mit gleicher Ausstattung rund 50 Prozent*, bei Set-Top-Boxen und DVD-Playern sogar bis zu 70 Prozent*. Gute Fernsehgeräte verbrauchen im Stand-by weniger als 1 Watt, sehr gute bei 0,3 oder darunter. Ein echter Ausschalter sollte vorhanden sein. Viele neue Geräte verfügen über einen Öko- oder Auto-off-Schalter, der nach etwa einer Stunde im Stand-by-Modus das Gerät automatisch abschaltet.

 

Die Größe bestimmt den Verbrauch: Neue große Fernseher benötigen meist mehr Energie als ihre kleineren Vorgänger. Eine doppelt so große Bildschirmdiagonale verursacht im Schnitt dreimal so viel Stromkosten. So verbraucht zum Beispiel ein LCD-Bildschirm mit 49 cm Bilddiagonale 68 kWh/Jahr (13,60 Euro/Jahr)**, ein LCD-Bildschirm mit 107 cm Bilddiagonale dagegen 347 kWh/Jahr (69,40 Euro/Jahr)**.

 

Voreinstellungen überprüfen: Unnötige Stromkosten entstehen oftmals durch die Voreinstellungen des Herstellers. Hier lohnt vor allem ein Blick auf den Kontrast und die Helligkeit. Verzichten Sie auf übertriebene Kontraste und passen Sie die Helligkeit der Umgebungsbeleuchtung an!

 

Teures Extra: Wer digitale Fernsehsignale über DVB-T empfangen möchte, sollte bedenken, dass separate DVB-T Receiver in der Regel mehr Strom verbrauchen als ein im Fernsehgerät integriertes System. Neue Geräte sind für die digitale Technik ausgerüstet.

 

 

Nutzertipps

 

Ganz ausschalten: Trennen Sie das Gerät per Ein-Aus-Schalter komplett vom Stromnetz. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie dazu eine gut erreichbare, schaltbare Steckerleiste verwenden.

 

Unauffällige Verbraucher erkennen: Achten Sie auch auf Zusatzgeräte wie Set-Top-Boxen, DVD-Player und Aktivboxensysteme. Gerade diese Zusatzgeräte haben oft keinen richtigen Ein-Aus-Schalter. Eine schaltbare Steckdosenleiste schafft Abhilfe. Bei neuen Geräten bleiben gespeicherte Einstellungen dabei erhalten. Ausnahme: Pay-TV-Receiver nicht vom Stromnetz trennen, da Updates durchgeführt werden.

 

 

Die Gretchenfrage: LCD oder Plasma?

 

Die neuen flachen Fernseher bestechen durch ihre schlanke Bauform mit einer Tiefe von nur noch rund zehn Zentimetern – und der Bilddarstellung in Heimkinoqualität. Es gibt sie als LCD- oder Plasmafernseher, die das Bild durch unterschiedliche Technologien erzeugen. Der LCD-Fernseher punktet mit einer längeren Lebensdauer und einer größeren Helligkeit. Der Plasma-Fernseher trumpft dafür mit einer besseren Farbwiedergabe, tieferen Schwarzwerten, einem höheren Kontrast und einer maximalen Bildschirmgröße auf. Bei sehr großen Bildschirmen ist die Abführung der Wärme zu beachten! Die Leistungsaufnahme variiert je nach Technologie, Bildschirmgröße und Gerätetyp im Betrieb zwischen 40 und 650 Watt.

 

 

* Vergleich LCD-Modell mit DVB-T-Receiver im Betrieb und Stand-by bei gleicher Nutzung, gleicher Ausstattung und Größe: 57 zu 29 Euro. Set-Top-Box: DVB-T-Receiver ohne Festplatte 23 zu 7 Euro. (Strompreis 20 Cent/kWh, Betrieb 365 Tage pro Jahr)

 

** Lt. Stiftung Warentest, 4 Stunden Betrieb, 20 Stunden Standby täglich, 365 Tage, Strompreis 20 Cent/kWh.



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