Die Deutschen haben ihren privaten CO2 -Ausstoß in den letzten neun Jahren (2000 bis 2009) pro Kopf um 0,5 Tonnen gesenkt. Möglich wurde dies durch den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien. Dennoch liegen die Emissionen jedes Einzelnen immer noch bei jährlich 7,5 Tonnen CO2! Steigende Tendenz hat nämlich unser Strombedarf: Trotz immer energieeffizienterer Geräte liegt der Strombedarf in einem Ein-Personen-Haushalt bei durchschnittlich 2.050 kWh und im Drei-Personen-Haushalt bei 4.050 kWh. Der Grund: Wir nutzen immer mehr elektrische Geräte. Neben der Vielzahl an elektronischen Geräten trägt auch die Mehrfachausstattung im Haushalt zum steigenden Stromverbrauch bei. Gute Gründe, um Ihre energiesparenden Vorsätze in diesem Frühling mit neuem Schwung in die Tat um zusetzen.
1. Lassen Sie es tauen: Befreien Sie Ihre Gefriergeräte vom Eis, denn schon eine dünne Eisschicht von einem Zentimeter steigert den Energieverbrauch Ihres Gefriergeräts um fast die Hälfte. Wenn Sie Ihren Kühlschrank auf höchstens sieben Grad Celsius herunterkühlen lassen, sparen Sie gegenüber einer Kühlung auf fünf Grad Celsius rund 12 Prozent Energie und ersparen der Umwelt 15 Kilogramm CO2 .* Übrigens: Je kühler der Standort, desto geringer der Stromverbrauch.
2. Machen Sie reine Wäsche: Dank moderner Maschinen und Waschmittel können Sie die 90-Grad-Wäsche – sie verbraucht doppelt so viel Energie wie die 60-Grad-Wäsche – genauso einsparen wie die Vorwäsche. Trocknen Sie Ihre Wäsche draußen an der frischen Luft. Sie sparen rund 40 Prozent Energie, wenn Sie Ihre Wäsche mit 40 Grad statt mit 60 Grad heißem Wasser waschen. Eine 30-Grad-Wäsche spart gegenüber einer 60-Grad-Wäsche sogar ca. 70 Prozent Energie!
3. Geben Sie sich die volle Ladung: Entgegen hartnäckiger Gerüchte ist das Abwaschen per Hand rund 30 Prozent teurer als die Benutzung eines Geschirrspülers! Der sollte aber immer möglichst voll beladen sein, am besten im Sparprogramm laufen, und das Geschirr muss auch nicht vorgespült werden. So sparen Sie etwa 160 Kilowattstunden. Das entspricht rund 38 Euro oder 81 Kilo CO2 pro Jahr*.
4. Drücken Sie auf die Spartaste: Wenn Sie die Wahl haben, nutzen Sie die Energiespar-/Eco-Programme Ihrer Wasch- und Geschirrspülmaschine. Obwohl diese Programme längere Laufzeiten haben, verbrauchen sie bis zu 40 Prozent weniger Energie. Der Grund: Die Sparprogramme laufen auf niedrigeren Temperaturen – und das Erhitzen des Wassers verbraucht beim Waschen und Spülen die meiste Energie.
5. Neubeginn: Kühl- und Gefriergeräte gelten nach der Heizung und Warmwasserbereitung als die drittgrößten Energieverbraucher im Haushalt, die noch dazu rund um die Uhr in Betrieb sind. Neue Kühl- und Gefriergeräte bieten mehr Komfort und sind trotzdem deutlich sparsamer im Energieverbrauch als ihre Vorgänger. Dank optimierter Dämmung und leistungsfähigeren Kompressoren benötigen energieeffiziente Neugeräte durchschnittlich 40 Prozent weniger Energie als zehn Jahre alte Geräte.
* Berechnung des Energieverbrauchs: Den Euro-Angaben liegt der Durchschnittspreis von 0,24 Euro pro Kilowattstunde (variiert nach Stromtarif) zugrunde. Für jede Kilowattstunde verbrauchten Stroms werden rund 508 Gramm Kohlendioxid (CO2) in die Luft geblasen (Stand: 15.12.2010). Alle Angaben sind Näherungswerte.
Neue Auszeichnungen
Seit dem 1. Januar 2011 bringt das geänderte EU-Label Klarheit ins Dickicht: So wurden die Energieeffizienzklassen für Kühl- und Gefriergeräte sowie Waschmaschinen und Geschirrspüler auf A+++ erweitert. Erstmalig wurden auch für Fernsehgeräte Effizienzklassen eingeführt, hier beginnt die Klassifizierung bei A. Energiesparende Geräte für Information und Kommunikation werden mit dem Energy Star® oder dem TCO Label ausgezeichnet.

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