Energie braucht Impulse
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Oh, du Sparsame!

Lichterglanz: Weihnachtsbeleuchtung verbrauchte deutschlandweit rund 560 Millionen Kilowattstunden Strom extra – das ist der Jahresbedarf einer mittleren Großstadt mit rund 160.000 Haushalten. Laut Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (dena,) verursachen bereits zwei knapp zehn Meter lange Lichtschläuche in sechs Wochen Stromkosten von rund 30 Euro* – so viel verbraucht eine Kühl-Gefrierkombination (A++) im ganzen Jahr! Wer stattdessen Lichtschläuche mit LED verwendet, spart über 80 Prozent der Kosten, der Umwelt jede Menge CO2 und verbraucht nur rund sechs Euro*. Außerdem halten LEDs rund 20-mal länger als normale Glühlampen. Solarbetriebene LEDs im Außenbereich leuchten sogar mit der wenigen Wintersonne. Achten Sie zu ihrer Sicherheit auf Prüfzeichen wie das VDE-GS-Zeichen. Nachhaltig sinnvoll sind Zeitschaltuhren!

 

Geschenke: Vor allem mit unserem Kauf- und Nutzerverhalten können wir viel zu einem nachhaltigen, klimagerechten Konsum beitragen: Achten Sie darauf, dass die Produkte energieeffizient und langlebig sind sowie aus fairer, umweltfreundlicher, regionaler Produktion stammen und sich recyceln lassen. Denn alle Produkte verbrauchen Energie nicht nur während man sie benutzt, sondern schon bei Herstellung, Verpackung, Transport und Entsorgung. Bei der Verpackung auf natürliche Materialien wie Papier oder Stoff achten und Bast, Wolle oder Seidenband statt Plastik verwenden.

 

Tannenbaum: Entscheiden Sie sich für einen heimischen Baum (Fichte oder Tanne statt exotischer Douglasie) ohne weite Transportwege. Nur 15 Prozent der verkauften Bäume stammen noch aus heimischer Produktion. Das FSC-Siegel* garantiert einen Baum aus umwelt- und sozialverträglicher Waldwirtschaft. Im Laufe seines Lebens bindet ein Baum eine Tonne CO2. Schätzungen zufolge werden allein in Deutschland jedes Jahr 25 Millionen „Weihnachtsbäume“ gefällt. Ein Plastikbaum ist zwar langlebig, raubt aber durch Herstellung, Transport und Entsorgung Energie – doch echte Bäume lassen sich über den Kompost entsorgen. Statt Lametta (Sondermüll) lieber auf natürliche Alternativen wie Äpfel, Tannenzapfen, Filz- und Strohsterne ausweichen.

 

Weihnachtsgans: Gänse sind das beliebteste Festtagsessen der Deutschen. Rund zehn Millionen landen jedes Jahr auf dem Teller. Aber nur rund 15 Prozent der hierzulande verspeisten Tiere kommen aus Deutschland. Entscheiden Sie sich nach Möglichkeit für den kurzen Transportweg, indem Sie eine Gans vom lokalen Erzeuger erstehen – am besten aus artgerechter Tierhaltung.

 

Weitere weihnachtliche Kochtipps:

  • Backen mit Umluft ist effizienter als mit Ober- und Unterhitze, weil die Betriebstemperatur bei Umluft um 20-30 Grad niedriger sein kann.
  • Bis zu 20 Prozent Energie spart, wer auf das Vorheizen des Backofens verzichtet: Die Plätzchen gelingen trotz Kaltstart.
  • Schalten Sie den Ofen unbesorgt 15 Minuten vor Ende der Backzeit aus. Mehrere Bleche gleichzeitig im Ofen sparen zusätzlich Energie und somit CO2.
  • Ein Schnellkochtopf spart bis zu 30 Prozent Energie, und die ausgeschaltete Herdplatte kann zum Nachgaren oder Warmhalten genutzt werden.
  • Sie sparen dreimal soviel Energie, wenn Sie mit Deckel kochen, und selbstverständlich sollten Kochtöpfe und Pfannen nicht kleiner als die Herdplatte sein, weil sonst rund 5 Prozent Wärme ungenutzt verloren geht.

 

* Annahmen: Strompreis 21 Cent/kWh. Leistung konventioneller Lichtschlauch 140 Watt bei einer Länge von rund neun Metern, weißer LED-Lichtschlauch 18,8 Watt bei einer Länge von rund neun Metern. Beleuchtung wird über sechs Wochen hinweg zwölf Stunden pro Tag eingeschaltet.

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5 goldene Regeln zu nachhaltigen Weihnachten

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