Nachhaltig besser
Teil 1: Nachhaltigkeit im Haus. Wir haben die Zukunft der nachfolgenden Generationen in der Hand. Auch beim Umgang mit Energie in den eigenen vier Wänden.
Pro Jahr verursacht jeder Bürger rund 10,5 Tonnen des Treibhausgases CO2. Grund dafür ist der hohe Primärenergieverbrauch von rund 47.500* kWh pro Person. Wissenschaft, Wirtschaft und auch Verbraucher sind gleichermaßen gefragt, die knapper werdenden Ressourcen zu schonen und den weltweiten Klimawandel aufzuhalten.
Energieeffizienz ist wichtig, aber nicht genug: Die Effizienzgewinne, zum Beispiel durch moderne, energiesparende Elektrogeräte, reichen nicht aus, um den wachsenden Energiegesamtverbrauch auszugleichen. Laut Siegfried Behrendt vom "IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung" verursachte die Informations- und Kommunikationstechnik durch googeln, spielen, downloaden oder chatten bereits 2007 mehr CO2-Emissionen als der gesamte deutsche Luftverkehr.
Von CO2 und grauer Energie
Produkte verbrauchen Energie nicht nur während man sie benutzt, sondern auch bei Herstellung, Verpackung, Transport und Entsorgung – die so genannte graue Energie: So verschlingt die Herstellung von zwei Alu-Dosen so viel Energie wie ein Vier-Personen-Haushalt an einem Tag benötigt, nämlich 10 kWh. Ein neues Notebook schlägt mit 1.000 kWh zu Buche. Ähnlich wie mit der grauen Energie verhält es sich mit CO2: Seit Jahren arbeiten Forscher und Unternehmen daran, die Klimaverträglichkeit von Produkten zu ermitteln und vergleichbar zu machen. Ein Ansatz ist der so genannte CO2-Fußabdruck (kurz PCF für Product Carbon Footprint), ein Maß für die Menge an Treibhaus-Gasen, die ein Produkt während seines ganzen Lebenswegs von der Herstellung, über die Lagerung, den Transport, den Gebrauch und die Entsorgung verursacht. Da es noch keine CO2-Kennzeichnung gibt, gilt die einfache Regel: Je mehr Verpackung und je länger der Transportweg, umso höher der Verbrauch von grauer Energie und die Emission von CO2.
* Der Primärenergieverbrauch bezieht sich auf alle Bereiche, wie Stromerzeugung, Verkehr, öffentliche Einrichtungen, Industrie, Haushalte und Kleinverbraucher. Er betrug 2008 in Deutschland ca. 3.900 TWh bzw. Milliarden kWh. Umgerechnet pro Bundesbürger sind dies rund 47.500 kWh pro Jahr.

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