Kinderglück
Seit mehr als 20 Jahren leisten Mitarbeiter der EnBW über den Förderverein Kinderheim Zsobok Aufbauhilfe in Rumänien: Das Kinderheim Bethesda wird nicht nur Jahr für Jahr mit Geschenken bedacht, sondern wurde auch von Grund auf finanziert und aufgebaut. Selbst eine Bäckerei, eine Mühle und eine Straße haben die Gemeinden in Siebenbürgen dem Vereinsengagement zu verdanken.
Weihnachten naht:
Jahr für Jahr stapeln sich im Foyer der Stuttgarter EnBW-Zentrale Weihnachtspakete: Die EnBW-Mitarbeiter spenden Päckchen mit Spielsachen, Kinderkleidung und Süßigkeiten. „Ein Wahnsinn, was unsere Kollegen da zusammentragen“, freut sich Wolfgang Horlacher. Jedes Jahr bringen er und seine Vereinsfreunde die Überraschungen in der Woche vor dem Fest selbst nach Rumänien. „60 Kinder glücklich zu machen lässt die Strapazen der teilweise abenteuerlichen Fahrt durchs verschneite Rumänien sofort vergessen“, sagt Horlacher strahlend.
V.l.n.r.: Willi Häberle (51), Wolfgang Horlacher (58), Stefan Schneider (55), Günther Burk (57)
Tatkräftig:
Der Förderverein hilft nicht nur mit Geld und Paketen. Viele hundert Tonnen Hilfsgüter wurden inzwischen nach Rumänien transportiert. Darunter Traktoren, Pflüge, Raupen und sogar eine komplette Backstube. Die Ausrüstung ist „Hilfe zur Selbsthilfe“, wie die Helfer sagen. Mit den Baumaschinen wurde eine Straße zum nächsten Bahnhof gebaut. Mühle und Backstube versorgen unter anderem das Kinder- heim mit Lebensmitteln.
Jahrzehnte der Hilfe:
Schon 1990 organisierten Wolfgang Horlacher und seine Kollegen aus dem heute zur EnBW gehörenden Kraftwerk Marbach den ersten Transport nach Rumänien. „Das Team war wie eine kleine Familie. Da war es klar, dass wir auch gemeinsam helfen wollten“, erinnert sich Horlacher. Zu Beginn fuhren die Helfer mit ausgewachsenen 40-Tonnern nach Rumänien, ein Vereinsmitglied machte hierfür extra einen LKW-Führerschein. Inzwischen reisen die Hilfsgüter mit Transportern, unter anderem von der EnBW gestellt, und zahlreichen Privat-PKWs.
Freundschaften:
Im Lauf der Jahre entstanden regelrechte Freundschaften zwischen den Menschen in Siebenbürgen und den Vereinsmitgliedern und ihren Familien. Immer wieder kommen die Rumänen auch nach Deutschland. Beispielsweise, um Fachkräften in Mühlen und Backstuben über die Schulter zu schauen und das Wissen anschließend in der eigenen Gemeinde gewinnbringend für alle in der Praxis einzusetzen. „Natürlich helfen wir auch, wenn die Kinder das Heim verlassen und flügge werden. Wir begleiten sie auf ihrem weiteren Weg und sorgen für ihr
Fortkommen“, sagt Horlacher.
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