Synthetische Standardlastprofile
Lastprofile bei der EnBW Gasnetz GmbH
Lastprofile
dienen dazu, eine Abbildung des Tagesgasverbrauchs in Abhängigkeit der Tagestemperatur für eine große Anzahl von Kunden mit wenigen notwendigen und leicht erreichbaren Parametern
zu ermöglichen. Je größer die Kundenanzahl im berechneten Kollektiv ist, umso genauer lässt sich das Gesamtverbrauchsverhalten der Kunden
berechnen. Abweichungen beim Vergleich eines Einzelkundenverhalten mit dem Kollektivverhalten sind möglich und auch nicht weiter verwunderlich. Eine Begrenzung der Anwendung auf eine maximale Jahresmenge und eine maximale bezogene Leistung ist daher erforderlich. Das neue Energiewirtschaftsgesetz nennt als Grenze für das Lastprofilverfahren
1,5 Mio. kWh Jahresverbrauch und eine Leistung von 500 kWh/h. Oberhalb dieser Grenze werden alle Kunden mit einer fernauslesbaren Lastgangmessung,
soweit noch nicht vorhanden, ausgestattet.
Bei der EnBW Gasnetz GmbH wird für das gesamte Netzgebiet der Temperaturmessort des Deutschen Wetterdienstes "Echterdingen / Flughafen" verwendet. Weitere Informationen können Sie direkt beim Deutschen Wetterdienst abrufen. Die Temperaturmesswerte können hier abgerufen werden. Eine Aktualisierung erfolgt jeweils zum Beginn des Folgemonats.
Die Abbildung des standardisierten Energieverbrauchs der Lastprofilkunden erfolgt gemäß den Gutachten der TU München
von 2002 mit einer Sigmoid- Funktion
, die einen normierten „h“- Wert je Lastprofilgruppe in Abhängigkeit der Tagestemperatur ermittelt. Jedes Lastprofil hat unterschiedliche Parameter, deren Einflüsse auf dem nachfolgenden Schaubild nachvollziehbar sind.
Parameter der Sigmoid-Funktion
Für jede Lastprofilkundengruppe wurden die Parameter A, B, C und D durch die TU München berechnet. Alle Kunden, die unter die im Gesetz angegebenen Grenzen fallen, wurden von der EnBW Gasnetz GmbH in die entsprechenden Lastprofile eingruppiert. Mit Hilfe der Sigmoid- Funktion und ihren Parametern, der Prognosetemperatur des deutschen Wetterdienstes und dem aus der letzten Kundenabrechnung
bekannten Kundenverhalten ist somit eine Belieferung von Lastprofilkunden im liberalisierten Gasmarkt jederzeit möglich.
Nach Inkrafttreten der GasNZV muss zum 1.10.2011 zu den bereits bestehenden Lastprofilen von 2002 zusätzlich das Kochgaslastprofil zwingend angewendet werden. Wir verwenden daher eine Mischung aus den Lastprofilparametern der TU München von 2002 und den Lastprofilparametern gemäß dem Leitfaden von 2007.
Seit Inkrafttreten des Grundmodells der Ausgleichsleistungen
und Bilanzierungsregeln
im Gassektor (GABi Gas) am 01.10.2008, werden dieMehr/Mindermengen
durch den Marktgebietsverantwortlichen ausgeglichen. Alle Mehr-/Mindermengenabrechnungen wurden zum 01.10.2008 abgegrenzt.
Die Parameter A, B, C und D haben wir als Anhaltswerte in einer Excel- Datei zusammengestellt.
Preiskonditionen Ausgleichsenergie
Für die Mehr-/Mindermengenabrechnung ab dem 01.10.2008 gelten die Konditionen des Marktgebietsverantwortlichen NCG.
| Koeffizienten der Standardlastprofile Gas TU München 2002 |
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