Energie braucht Impulse
Presse

20. April 2007

EnBW Netzwerk Energieeffizienz Weser-Ems: Kosten reduzieren und die Umwelt entlasten

Startschuss auf der Hannover-Messe Mit dabei: Preisträger des Energy Efficiency Award

Foto: Stefan Thiele (EnBW) begrüßt die Teilnehmer des "EnBW Netzwerk Energieeffizienz Weser-Ems" bei der Auftaktveranstanstaltung auf der Hannover-Messe. Foto: Stefan Thiele (EnBW) begrüßt die Teilnehmer des "EnBW Netzwerk Energieeffizienz Weser-Ems" bei der Auftaktveranstanstaltung auf der Hannover-Messe.

Hannover. Energie effizienter nutzen, Kosten reduzieren, die Umwelt entlasten: Mit diesen Zielen gehen zwölf norddeutsche Industrieunternehmen und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG gemeinsam neue Wege. Im Rahmen der Hannover Messe fiel der Startschuss für das „EnBW Netzwerk Energieeffizienz Weser-Ems“. Damit baut die EnBW ihre Vorreiter-Rolle bei Energie­effizienz-Projekten für die Industrie weiter aus.

Der Netzwerk-Gedanke übt offensichtlich auch hohe Anziehungskraft auf Firmen aus, die sich bereits intensiv mit ihrer Energieeffizienz beschäftigen: Gleich zwei der Teilnehmer am neuen Netzwerk – die Weidmüller Interface GmbH und die Paderborner Brauerei - konnten am Tag zuvor aus den Händen von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos den neu geschaffenen „Energy Efficiency Award“ entgegennehmen.

Durch die Zusammenarbeit im Netzwerk wollen die beteiligten Unternehmen unter Anleitung der EnBW ihren Energieverbrauch in den nächsten drei Jahren nachhaltig senken. Das Konzept, das ursprünglich auf die Initiative „Partner für Innovation“ zurückgeht, wird bereits erfolgreich in den Regionen Ravensburg und Leipzig umgesetzt. Allein im Raum Ravensburg haben sich die beteiligten Firmen als Ziel gesetzt, ihre Energieeffizienz in den nächsten drei Jahren um 26 Millionen Kilowattstunden zu verbessern; im Raum Leipzig sind es 18 Millionen Kilowattstunden.

„Unsere Kunden profitieren durch das Netzwerk von sinkenden Kosten und dem gegenseitigen Erfahrungs­austausch und leisten einen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emmissionen. Die EnBW stellt ihr weit reichendes energietechnisches Know-how unter Beweis und unterstreicht zugleich ihre verantwortungsbewusste Rolle in der Energie- und Gesellschaftspolitik“, erklärte Stefan Thiele, Sprecher der Geschäftsführung der EnBW Vertriebs- und Servicegesellschaft, bei der Auftaktveranstaltung.

Die am Pilotprojekt beteiligten zwölf Firmen sind geographisch zwischen Bremen und Paderborn angesiedelt und stammen aus verschiedenen Branchen – von der Lebens­mittel­herstellung über die Tapeten­­produktion bis zur Herstellung von elektronischen Bauteilen. Insgesamt belaufen sich ihre jährlichen Energiekosten derzeit auf über 30 Millionen Euro.

„Sie wirken dabei mit, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu bewältigen“, gab Dr. Kay Lindemann, Leiter der Abteilung Energie, Verkehr und Telekommunikation beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), den Teilnehmern mit auf den Weg.

Die wissenschaftliche Begleitung hat auch bei diesem Netzwerk das Fraunhofer-Institut System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe übernommen. „Neben dem unmittel­baren Nutzen mit meist hoher interner Verzinsung ergeben sich zusätzliche Vorteile für Produkt- und Arbeitsqualität, Arbeitsmotivation, Arbeits- und Kapitalproduktivität und nicht zuletzt für die Bonitätseinstufung eines Unternehmens nach dem Basel II-Abkommen, erklärte Prof. Dr. Eberhard Jochem vom Fraunhofer ISI.

Nach dem jetzt erfolgten offiziellen Auftakt erhält jedes Unternehmen zunächst eine Energieeffizienz-Diagnose durch die EnBW. Anschließend werden sich die Firmenvertreter regelmäßig zum Erfahrungsaustausch treffen, bei dem Experten der EnBW und der ökotec Energiemanagement GmbH moderieren und unterstützen. Das Ziel bleibt ständig im Blick: Bis zu zehn Prozent Energie, so die Prognose von Experten, lassen sich über die Aktivitäten des Netzwerks einsparen. Das Projekt wird von Unter­nehmen und EnBW gemeinsam finanziert und kommt somit ohne öffentliche Fördermittel aus.

Teilnehmer des „EnBW Netzwerks Energieeffizienz Weser-Ems“:

Name   Ort   Branche
Fleischwarenfabrik H. Kemper GmbH & Co. KG   49638 Nortrup   Fleisch 
Franz Wiltmann GmbH & Co.KG Westfälische Fleischwarenfabrik   33775 Versmold   Fleischverarbeitung
Jowat AG   32758 Detmold   Klebstoffe und Gelantine
Leiber GmbH   49565 Bramsche   Futtermittel
Linpac Plastics GmbH   27721 Ritterhude   Kunststoff 
Olfry Ziegelwerke GmbH   49377 Vechta   Ziegel 
Paderborner Brauerei*   33106 Paderborn   Brauerei 
Paul Daut-GmbH & Co. KG   33378 Rheda-Wiedenbrück   Fleischwaren
Pöppelmann GmbH & Co. KG   49378 Lohne   Kunststoff
Saturn Petfood GmbH   28197 Bremen   Futtermittel
Tapetenfabrik Gebr. Rasch GmbH & Co. KG   49565 Bramsche    Tapeten
Weidmüller Interface GmbH & Co. KG**   32760 Detmold   Elektronische Bauelemente

* 2. Preis beim Energy Efficiency Award 2007
** 1. Preis beim Energy Efficiency Award 2007

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