Energie braucht Impulse
Presse

14. April 2010

Stromverbrauch und Erzeugung intelligent vernetzen

HMI 2010: Verbraucher, Erzeuger und Speicher bilden einen gemeinsamen „Energiemarkplatz“ / Elektrofahrzeuge als mobile Speicher / innovative Contracting-Modelle für Gewerbekunden

Stromnetz_intelligent_klein Infografik (Bildunterschrift siehe unten)

Hannover/Karlsruhe. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG informiert am „Gemeinschaftsstand Kompetenzzentrum E-Energy“ (Halle 13, Stand C51) anhand eines interaktiven Exponats über das Forschungsprojekt „MeRegio“ (Minimum Emission Region). Bei dem vierjährigen Feldversuch wird in zwei süddeutschen Modellregionen untersucht, wie Stromproduktion, Verteilung über die Netze und Verbraucher mithilfe moderne Informations- und Kommunikationstechnologie intelligenter miteinander verknüpft werden können (siehe Grafik). Diese Vision hätte für alle Beteiligten Vorteile: Die Energielieferanten könnten die Stromproduktion besser und gleichmäßiger planen, die Netzbetreiber können ihre Infrastruktur besser auslasten und der Verbraucher kann bares Geld sparen, wenn etwa dessen Waschmaschine in günstigen Tarifzeiten läuft. Seit Anfang November 2009 sind die ersten 100 von insgesamt 1.000 Testhaushalten in Baden-Württemberg an die Versuchsplattform angeschlossen, die ersten Ergebnisse sollen Mitte 2010 vorliegen.

Ihre Forschungsaktivitäten zum Thema Elektromobilität präsentiert die EnBW ebenfalls in Halle 13, Stand C51. Die EnBW stellt dort zwei Elektroroller, sogenannte ELMOTO, aus. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen erforscht die EnBW ab Juli im Feldversuch „Modellregion Elektromobilität Region Stuttgart“ das elektrische Mobilitäts- und Ladeverhalten hunderter Testteilnehmer im realen Umfeld. Die EnBW Elektroflotte gilt als die größte Deutschlands. Infos über das Forschungsprojekt „MeRegioMobil“, das die EnBW als Konsortialführer koordiniert, finden Sie am Stand des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (Halle 13, zwischen Stand 12 und 8). MeRegioMobil befasst sich mit der Anbindung von Elektrofahrzeugen an das „smart home“ und untersucht die Rückspeisefähigkeit der Fahrzeugbatterie ins intelligente Stromnetz.

Die EnBW Energy Solutions GmbH (Halle 13, Stand C50) informiert über ihre neuesten Contracting-Projekte, so beispielsweise über den Bau und die Inbetriebnahme eines biogas-gefeuerten Blockheizkraftwerks (BHKW) für eine Fachklinik oder einer KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) mit integrierter Wärmepumpe für einen Bürokomplex.

Anlage: kostenlose Infografik zum intelligenten Stromnetz (smart grid).

Bildunterschrift:

Die EnBW modelliert gemeinsam mit den Konsortialpartnern ABB, SAP, IBM, Systemplan und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine „Minimum Emission Region“, kurz MeRegio. Durch die zunehmende Einspeisung von erneuerbaren Energien und zusätzliche elektrische Anwendungen wie Elektrofahrzeuge, aber auch elektrische Wärmepumpen, sind in Deutschland neue Rahmenbedingungen zu erwarten, welche die Versorgungssicherheit vor Herausforderungen stellen. Im Projekt MeRegio entwickeln die Konsortialpartner unter Führung der EnBW eine Region, in der die Strom verbrauchenden Geräte mit Stromspeichern und Stromerzeugung intelligent vernetzt werden. Der Stromverbrauch kann dadurch optimal an das vorhandene Energieangebot angepasst werden, so dass die gesamte Region möglichst wenig Kohlendioxid emittiert. Seit Anfang November 2009 sind die ersten 100 von insgesamt 1.000 Testhaushalten in den süddeutschen Kommunen Göppingen und Freiamt (Schwarzwald) an die Versuchsplattform angeschlossen. Das Forschugnsprojekt läuft vier Jahre und wird vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der „E-Energy“-Initiative gefördert.

 



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