Erdgasheizung: Umstellung kinderleicht gemacht
Erdgas: Aus den Tiefen der Erde in die heimische Heizung
Erdgas ist ein unsichtbares und geruchsloses Naturgas. Hauptbestandteil von Erdgas ist die brennbare Kohlenwasserstoffverbindung Methan (CH4), ein ungiftiges Gas. Weitere Bestandteile sind die höherwertigen Kohlenwasserstoffe Ethan, Propan, Butan sowie Stickstoff und Kohlenstoffdioxid. Aus Sicherheitsgründen wird in lokalen Gasnetzen immer ein Geruchsstoff beigemischt. Dieses so genannte Odoriermittel verleiht dem Erdgas einen Warngeruch, so dass man das Erdgas selbst bei kleinsten ausströmenden Mengen sofort riechen kann.
Erdgas wird durch Bohrungen aus den unterirdischen Vorkommen gefördert. Durch den hohen Druck strömt das Erdgas kontrolliert durch Leitungen zu einer Sammelstelle, wo es aufbereitet und zu den Verteileranlagen weitergeleitet wird.
Normalerweise wird Erdgas im gasförmigen Zustand transportiert. Es gelangt von den Fundstätten über ein ausgedehntes, unterirdisch verlegtes Leitungsnetz (in Deutschland ein rund 375.000 km langes Pipelinesystem) bis zum Endverbraucher. Deshalb bringt der Transport keine Belastung der oberirdischen Verkehrswege und keine bleibende Beeinträchtigung des Landschaftsbildes mit sich. Wenn der Transport von weit entfernten Erdgaslagerstätten durch Pipelines schwierig oder unwirtschaftlich ist, kann man Erdgas durch Abkühlen auf -162 °C verflüssigen. Dadurch verkleinert sich das Volumen um das 600fache. Flüssigerdgas-Schiffe transportieren das LNG (Liquefied Natural Gas) dann zum Hafen des Verbraucherlandes, wo es wieder in den gasförmigen Zustand gebracht wird.
Warum ist Erdgas ein besonderer fossiler Brennstoff?
Erdgas ist der wasserstoffreichste und damit auch energiereichste fossile Brennstoff: Wasserstoff ist der reinste Brennstoff überhaupt, weil er über die höchste massenbezogene Energiedichte aller Energieträger verfügt. Je höher also der Wasserstoffgehalt ist , desto höher ist auch der Energiegehalt.
Und verglichen mit anderen fossilen Brennstoffen entsteht bei der Verbrennung von Erdgas durch seinen geringen Kohlenstoffanteil nur wenig umweltbelastendes Kohlenstoffdioxid (CO²).
Warum ist Erdgas umweltschonend?
Erdgas ist emissionsarm und schadstoffarm. Schadstoffbildende Bestandteile, wie Schwefel und seine Verbindungen, sind im Erdgas praktisch nicht enthalten. Erdgas verbrennt nahezu ruß- und staubfrei. Außerdem entstehen bei der Verbrennung von Erdgas nur geringe Mengen an Stickstoffoxiden (diese entstehen bei jedem Verbrennungsprozess).
In welchen Bereichen wird Erdgas eingesetzt?
In Deutschland wird Erdgas überwiegend für die Wärmeversorgung von Gebäuden (Heizung, Warmwasserbereitung) und für die Erzeugung von Prozesswärme in der gewerblichen und industriellen Produktion sowie zur Stromerzeugung – zu einem bedeutenden Teil durch Kraft-Wärme-Kopplung – eingesetzt. Darüber hinaus dient es der Chemischen Industrie als Rohstoff und wird als Kraftstoff für Erdgasfahrzeuge verwendet.
Was sind die Vorteile beim Heizen mit Erdgas?
Mit Erdgas haben Sie eine moderne Heiztechnik im Haus. Moderne Heizkessel arbeiten im Niedertemperaturbereich (60/50 °C). Sie werden dank intelligenter Regelungstechnik immer nur mit der Temperatur betrieben, die je nach Witterung und Bedarf gerade notwendig ist und nutzen somit die Energie optimal aus. Der hohe Wirkungsgrad und die gute Regelfähigkeit der Gasgeräte garantieren eine wirtschaftlich optimale Ausnutzung der Energie. Die Heizenergie Erdgas kommt jederzeit in der gewünschten Menge direkt aus der Leitung. So sparen Sie sich das Bestellen und Lagern des Brennstoffs, wie es zum Beispiel bei Heizöl notwendig ist. Es gibt eine Vielzahl von Heizgeräten – vom klassischen Standgerät bis hin zum Platz sparenden Wandgerät. Durch flexible Abgassysteme kann der Heizkessel in fast jedem Raum eines Hauses aufgestellt werden.
Welche Vorteile bieten Erdgasfahrzeuge?
Erdgasfahrzeuge haben einen wirtschaftlichen Vorteil durch geringere Betriebs- und Treibstoffkosten (50% Treibstoffkosten weniger gegenüber einem Benzinfahrzeug und bis zu 30% gegenüber einem Dieselfahrzeug). Zusätzlich ermöglichen sie eine Schadstoffreduzierung von bis zu 80% gegenüber Benzin- und Dieselfahrzeugen. Sie sind umweltschonend und fahren zudem auch leiser.
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Wie sicher ist der Einsatz von Erdgas im Haus?
Die Gerätetechnik hat in Deutschland ein vorbildliches Sicherheitsniveau erreicht. Durch strengste Sicherheitsvorschriften sind Gasgeräte und Gassteckdosen ausgesprochen bedienungssicher: So ist zum Beispiel durch eine automatische Zündeinrichtung sichergestellt, dass kein unverbranntes Gas ausströmt. Beim Gasherd überwacht eine Zündsicherung die Flamme am Herd. Wenn sie erlischt, wird die Gaszufuhr automatisch unterbrochen. Andere sicherheitstechnische Einrichtungen beugen gegen unzulässigen Druck und Temperaturanstieg vor. Bei der Gassteckdose schützen eine mehrstufige Sicherheitsverriegelung und ein Gasströmungswächter vor ungewolltem Gasaustritt. Ohne Stecker ist die Dose fest verschlossen.
Geräte mit CE-Zeichen entsprechen den sicherheitstechnischen Anforderungen auf EU-Ebene und das DVGW-Zeichen steht für Zuverlässigkeit, Qualität, Lebensdauer und Servicefreundlichkeit. Aber auch Energieeinsparung und Umweltverträglichkeit werden berücksichtigt.
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