Wie funktioniert Wasserkraft?
Wasserkraft wurde schon im alten China genutzt. Früher waren es Mühlen und Schaufelräder, die durch das Wasser bewegt wurden. Das gleiche Prinzip machen sich auch die Wasserkraftwerke zunutze. Das Wasser setzt Turbinen in Bewegung, die elektrischen Strom erzeugen. Wie viel Strom erzeugt wird, hängt vor allem von der Menge des fließenden Wassers und dem Gefälle ab.In Deutschland stellt Wasserkraft 20,2 % Anteil am Strom aus erneuerbaren Energien und am Gesamtstrombedarf 3,3 %. Weltweit sind es heute rund 17,7 %.
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Wasserkraftwerke
Es gibt unterschiedliche Wasserkraftwerkstypen. Das Laufwasserkraftwerk, auch Fluss- oder Staukraftwerk genannt, das Speicher- und Pumpspeicherkraftwerk.
Das Laufwasserkraftwerk macht sich das fließende ("laufende") Wasser von Flüssen zunutze, die es durch Staustufen oder Staudämme erhöht, weil das Wasser über das so entstehende Gefälle mehr Energie erzeugt. Das Laufwasserkraftwerk nutzt die großen Wassermengen von Flüssen bei relativ kleinem Gefälle.
Das Speicherkraftwerk nutzt die durch natürliches Gefälle entstehende Energie des Wassers aus einem erhöht gelegenen See bzw. aus einem künstlichen Stausee, der durch einen natürlichen Zufluss gespeist wird. Das Wasser wird gespeichert, bis es bei Bedarf über steile Rohrleitungen mit hohem Druck auf tiefer gelegene Turbinen geleitet wird.
Bei einem Pumpspeicherkraftwerk wird Wasser in verbrauchsschwachen Zeiten aus einem tiefer gelegenen Gewässer in einen höher gelegenen Stausee gepumpt und bei Bedarf über eine Turbine wieder abgelassen.
Während die kontinuierliche Stromproduktion eines Laufwasserkraftwerks fast so berechenbar und zuverlässig ist wie die eines konventionellen Kraftwerks, kann durch ein Pumpspeicherkraftwerk bzw. Speicherkraftwerk der Spitzenstrombedarf (Spitzenlast) innerhalb weniger Minuten gedeckt werden.
Besichtigungen
Wir bieten die Besichtigung verschiedener Kraftwerke an. Wenn Sie an einer Besichtigung interessiert sind, senden Sie einfach eine E-Mail an besichtigungen@enbw.com
Wasserkraft - Die Stärke der EnBW
Rund 10 Prozent unserer Stromerzeugung stammte im Jahr 2009 aus Laufwasserkraftwerken und dem natürlichen Zufluss in Pumpspeicherwerken. Im Jahr 2009 erzeugte die EnBW 7,5 Milliarden Kilowattstunden Strom auf diese Weise. Das ist genug um 4,6 Millionen Haushalte zu versorgen.
Wasserkraft verbraucht keine Primärenergieträger wie Kohle, Öl oder Gas. Wasserkraftwerke laufen auch bei Windstille und im Gegensatz zu Solaranlagen auch bei Nacht. Doch das Wichtigste überhaupt: Wasserkraft setzt kein CO2 frei. So konnten 2009 rund 6,7 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden, die durch die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen entstanden wären.
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