Energie braucht Impulse
Windkraft auf dem Meer

Steife Brise

Wind, Wetter und Wellen sind die größten Herausforderungen der Offshore-Windparks. Sie bestimmen Bauarbeiten und Betrieb und geben den Zeitplan für Errichtung und Wartung vor.

Ein Offshore-Windpark trotzt sprühender Gischt. Eine von insgesamt 21 Turbinen von EnBW Baltic 1.

Offshore ist mehr als Onshore auf dem Meer. Offshore erfordert eine ganz neue Herangehensweise an die Windenergie – technologisch, logistisch und meteorologisch.

 

Kirchturmhohe Windenergieanlagen im sandigen Meeresgrund zu verankern, ein Umspannwerk gegen Strömung und Gezeiten zu sichern und kilometerlange Kabelstränge im Meer zu verlegen, stellt höchste Anforderungen an Menschen und Maschinen.Wind und Wellen zerren mit ungeheuren Kräften an den Anlagen: Windstärken von mehr als 120 km/h (Windstärke 12) und Wellenhöhen von bis zu 5,5 m sind auch in der Ostsee nicht auszuschließen.

 

Schon bei den Bauarbeiten wird deshalb die Wetterlage ständig beobachtet. Wenn sie sich verändert, müssen die nächsten Schritte verschoben werden. Auch im Betrieb richten sich die Anlagen nach Wind und Wetter. Erst ab Windstärke 3 werden sie eingeschaltet – und schalten sich bei Sturm der Windstärke 10 automatisch ab.