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Die Vision vom Null-Energie-Büro

Organische Solarzellen Wie die Sonnenausbeute schon bald verdoppelt werden soll.

Aktienkurse und Produktionszahlen der deutschen Photovoltaik-Branche schießen nach oben. Verkauft werden die bläulich schimmernden Platten aber vorwiegend ins Ausland: dahin, wo wegen der größeren Sonneneinstrahlung die hohen Preise schnell wieder eingespielt werden. Damit die Sonnenernte auch in unseren Breiten auf ein ökonomisch attraktives Maß gesteigert wird, sind Zellen auf organischer Basis in der Entwicklung. Kostengünstig und sehr dünn. Die Vision in der Anwendung: Das energieautarke Gebäude, das keine Energie mehr von Kraftwerken braucht. Organisch, das bedeutet – sehr vereinfacht – Solarzellen aus kohlenstoffbasiertem Material. Bosch und BASF forschen mit Hilfe des Bundes an diesen Halbleitern, die im Gegensatz zu den herkömmlichen, siliziumbasierten Elementen mit wesentlich geringerem Energieaufwand produziert werden können. Das Ziel ist, den Preis pro erzeugter Kilowattstunde Strom auf ein Drittel zu senken. Das Grundprinzip funktioniert jetzt schon, nur der Wirkungsgrad muss von heute fünf auf mindestens zehn Prozent gesteigert werden. Die Haltbarkeit soll, ähnlich wie bei den Standardmodulen, bei mindestens 20 Jahren liegen. Wenn alles klappt, kann der Massenmarkt ab 2015 bedient werden. Eine gute Nachricht für Bürobesitzer und Gebäudebetreiber, die mindestens auf den Passivhausstandard setzen: Die elektrisch erzeugte Restwärme könnte vom eigenen Dach kommen und übers Jahr gerechnet zu CO2-Neutralität führen. Über intelligentes Energie-Management für Geräte und Maschinen sowie kommende Zwischenspeicher ist der Schritt zum völlig unabhängigen, energieautarken Gebäude klein.

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Organische Solarzellen könnten in Zukunft als Fassade verwendet werden und die Gebäudeenergie sammeln.