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Die Ökonomie des Klimawandels

Klimakongress Tiefe und Tempo des Klimawandels sind dramatisch, die Zeitfenster zum Handeln noch knapper als befürchtet. Das wurde beim 2. Deutschen Klimakongress der EnBW in Berlin klar. Inzwischen wächst die Bereitschaft in der Welt, gemeinsam auf die Bremse zu treten: ein Wachstumsmarkt für viele Branchen.

„Der Klimawandel ist kein fernes Phänomen mehr, sondern Teil einer drängenden und bedrängenden Realität. Gerade deshalb können Wirtschafts- und Umweltinteressen immer weniger auf einer langen Zeitachse ausbalanciert werden“, mahnte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier beim 2. Deutschen Klimakongress der EnBW in Berlin. „Vorausschauende Außenpolitik und nachhaltige Energieversorgung gehen daher Hand in Hand. Sie sind moderne Formen der globalen Entspannungspolitik; Klimapolitik wird damit auch zur Friedenspolitik.“ Bundesregierung und Europäische Union fordern, den weltweiten Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen. Das ist das Minimum dessen, was Klimaforscher für notwendig erachten, um die Auswirkungen des Klimawandels zu dämpfen. Realistisch gesehen sei dies aber auch ein Ziel, das technisch und wirtschaftlich machbar sei: Diese Auffassung vertraten führende Wissenschaftler beim Kongress, darunter Professor Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor Mojib Latif, Meeresforscher der Universität Kiel. Damit es gelingt, den Schadstoffausstoß bis 2050 um 50 Prozent zu senken, müssen die Industrieländer ihre Emissionen um 75 Prozent reduzieren, die Entwicklungsländer um 50 Prozent. „Ohne das technische Know-how der Industrieländer wird es kaum gelingen, dem Klimawandel und seinen Folgen wirksam zu begegnen“, führte der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger aus. „Baden-Württemberg ist sich dabei stets und sehr früh seiner Verantwortung für den Klimaschutz bewusst gewesen.“ Das Land könne bei seinem Umweltschutz- Engagement auf die EnBW bauen, betonte der EnBW-Vorstandsvorsitzende Hans- Peter Villis: „Für die EnBW stellt der Klimaschutz eine zentrale Herausforderung dieses Jahrhunderts dar. Der Klimaschutz darf keine kurzfristige Modeerscheinung sein, er muss vielmehr ins Zentrum des wirtschaftlichen und politischen Handelns rücken.“ Die deutsche Wirtschaft hat die Chancen des neuen Markts offenbar erkannt. Einen Boom erlebt etwa die Branche der erneuerbaren Energien. Über 200.000 Arbeitsplätze sind hier bereits entstanden, Tendenz steigend. Verbesserte Wärmeisolierungen, effizientere Kraftfahrzeuge und Investitionen in erneuerbare Energien können einerseits helfen, Energie zu sparen. Zum anderen bieten sie die Chance, innovative Technologien zu entwickeln.

Mehr Informationen finden Sie unter:
www.enbw.com/klimakongress

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„Klimaschutz ist technisch und wirtschaftlich machbar.“ – Professor Mojib Latif auf dem 2. Deutschen Klimakongress der EnBW in Berlin.

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