Elektroautos für Kinder: Worauf du achten solltest

Elektromobilität liegt im Trend. Während die Autobauer Modelle mit immer leistungsfähigeren Akkus und kürzeren Ladezeiten auf den Markt bringen, können nun auch die Kleinsten ihren Spaß mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen haben. Kinder-Elektroautos zum Selberfahren stehen ihren großen, vollmotorisierten Vorbildern dabei in fast nichts nach.

Wie bei der Anschaffung eines fahrbaren Untersatzes für Erwachsene gibt es auch bei den Kinder-Varianten einiges zu beachten, damit dein Sprössling lange Spaß und du ein sicheres Gefühl hast. Hersteller bieten umfassend ausgestattete Luxusmodelle oder preisgünstige Basisausstattungen an, die in der Regel echten Fahrzeugen nachempfunden sind und den Vorbildern von VW, Audi oder Mercedes zum Verwechseln ähnlich sehen. Damit du weißt, welche Funktionen nicht nur Spielerei sind, haben wir dir die häufigsten Fragen zusammengestellt und geben dir Empfehlungen, welche Kriterien bei Kinder-Elektroautos für Sicherheit und Komfort entscheidend sind.

Welche Fahrzeugtypen gibt es?

Die Vorlieben jedes Kindes sind unterschiedlich – und so vielfältig wie die Lieblingsspielzeuge, ist auch die Auswahl an Elektrofahrzeugen für Kinder. Die Hersteller bieten unter anderem:

  • Windschnittige Sportwagen
  • Robuste Geländewagen und SUVs
  • Geräumige Busse
  • Vielseitige Baustellenfahrzeuge
  • Praktische Traktoren
  • Wendige Quads
  • Sportliche Motorräder

Welche Ausstattung haben Elektrofahrzeuge für Kinder?

Die Funktionen schwanken je nach Preisklasse des Fahrzeugs. Zur Standardausstattung der aus stabilem Kunststoff gefertigten Autos gehört ein Akku mit 6 oder 12 Volt, ein Sitz, ein Lenkrad, ein Gaspedal, Seitenspiegel und ein Lautsprecher, über den Motorengeräusche abgespielt werden. Bei teuren Modellen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Egal ob bewegliche Türen, Kofferraum und Motorhaube, verschiedene Gänge, Ledersitze, Scheinwerfer, Blinker oder fest verbaute Tablets als Armaturenbrett – die Ausstattung mancher Luxus-Elektroautos für Kinder kann durchaus mit den Fahrzeugen für Erwachsene mithalten.

Ab wann ist ein Elektroauto fürs Kind geeignet?

Selbstverständlich muss dein Sprössling keine 18 Jahre alt sein, um ein Mini-Elektroauto fahren zu dürfen. Die Hersteller geben jedoch an, dass die meisten Elektrofahrzeuge erst für Kinder ab 2, 3 oder 4 Jahren geeignet sind, da eine gewisse Augen-Hand-Koordination und Muskelkraft zum Lenken der Spielzeuge erforderlich ist. Da die körperliche Entwicklung nicht bei allen Kindern gleich schnell abläuft, solltest du deinen kleinen E-Car-Piloten am besten mit ins Spielzeuggeschäft nehmen und selbst ausprobieren lassen, ob er ein Kinder-Elektrofahrzeug schon steuern kann – und ob es ihm überhaupt Spaß macht.

Wie schnell fahren Elektroautos für Kinder?

Die maximale Geschwindigkeit der kleinen E-Autos beträgt 8 km/h bei 12-Volt-Akkus und 4 km/h bei 6-Volt-Akkus. Das ist im ersten Fall etwas mehr, im zweiten Fall etwas weniger als die durchschnittliche Schrittgeschwindigkeit – es besteht also kein Risiko, dass dir dein Nachwuchs davonbraust. Bei vielen Modellen lässt sich das Tempo mit einer Gangschaltung in zwei Stufen regulieren. Im ersten Gang fährt das Auto mit der halben Geschwindigkeit, im zweiten Gang wird das Maximaltempo erreicht. Einige Modelle verfügen zusätzlich über einen Rückwärtsgang. Da die Elektrofahrzeuge vergleichsweise langsam sind, ist die Verletzungsgefahr gering – einen Helm sollte dein Kind trotzdem immer tragen.

Welche Reichweite haben Kinder-Elektroautos?

Die Stromversorgung in den Gefährten übernehmen meist fest verbaute Akkus. Diese liefern Energie für 60 bis 90 Minuten normaler Fahrt, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen. Fahren die Kinder in unebenem Gelände mit vielen Steigungen oder beschleunigen und bremsen sie häufig, kann die Akkuladung auch schneller zur Neige gehen. Die Akkus lädst du ganz einfach über die Steckdose auf, eine Wallbox wie für normale Elektroautos ist nicht erforderlich. Leere Energiespeicher benötigen 10 bis 12 Stunden, um vollständig geladen zu werden.

Wo sollten Kinder mit ihrem Elektroauto fahren und wo nicht?

Normale Autos gehören auf die Straße – Elektroautos für Kinder hingegen auf keinen Fall. Achte darauf, dass dein Kind nur in sicheren Bereichen, beispielsweise auf dem eigenen Grundstück im Garten oder der Einfahrt, auf Gehwegen oder Spielplätzen fährt. In jedem Fall solltest du deinen Nachwuchs nicht unbeaufsichtigt mit dem Elektroauto spielen lassen. Willst du das Fahren – beispielsweise bei schlechtem Wetter – auch in den eigenen vier Wänden erlauben, achte auf Reifen aus Vollgummi – diese schonen im Vergleich zu Kunststoffreifen den Bodenbelag und auf Asphalt bieten sie ein angenehmeres Fahrgefühl.

Lohnt sich ein Kinder-Elektrofahrzeug mit Fernbedienung?

Eins vorweg: Meistens wird dein Nachwuchs selbst mit dem Elektroauto fahren wollten, sobald er Gefallen daran gefunden hat. Natürlich kann es aber beizeiten auch Spaß machen, das Fahrzeug aus einiger Entfernung beim Fahren zu beobachten oder dein Kind durch die Gegend zu chauffieren. Elektrofahrzeuge mit Fernbedienung sind aber noch aus einem weiteren Grund sinnvoll: Viele Fernsteuerungen verfügen über eine sogenannte Panikfunktion. Mit dieser stoppst du das Spielzeugauto umgehend, wenn dein Kind droht, in eine gefährliche Situation zu geraten – beispielsweise, wenn es sich einer befahrenen Straße nähert. Die Funktion bremst das Auto zuverlässig, auch wenn dein Sprössling noch auf dem Gaspedal steht.

Welche Funktionen machen das Auto noch sicherer?

Um für noch mehr Sicherheit beim Spielen zu sorgen, gibt es weitere Komponenten und Eigenschaften, über die das E-Auto verfügen sollte.

  • Eine Bremsautomatik verlangsamt das Gefährt automatisch, sobald dein Kind den Fuß vom Gaspedal nimmt. Für erwachsene Autofahrer, die ihr Auto häufig ausrollen lassen, mag das zunächst ungewohnt klingen – Kinder können so jedoch besser und schneller auf Gefahren reagieren.
  • Obwohl für Kinder-Elektroautos aufgrund der niedrigen Maximalgeschwindigkeit keine Anschnallpflicht besteht, hilft ein Gurt dabei, das Verletzungsrisiko zu senken. Natürlich solltest du darauf achten, dass dein Nachwuchs auch angeschnallt ist.
  • Ein tief liegender Schwerpunkt des Fahrzeugs sorgt für eine stabile Fahrt und verhindert, dass das E-Auto in Kurven oder bei der Fahrt an abschüssigen Hängen kippt. Das erhöht nicht nur den Fahrspaß, sondern senkt auch die Unfallgefahr beträchtlich.

Welches Kinder-Elektroauto ist das Beste?

Die Frage nach dem besten Elektroauto für Kinder lässt sich natürlich nicht eindeutig beantworten. Zunächst spielt der Geschmack des zukünftigen Kraftfahrzeuglenkers eine große Rolle: Mag er lieber Sportwagen, Motorräder oder Traktoren? Auch das Budget entscheidet über das E-Auto-Modell – während die teuersten Ausführungen gerne über 1.000 Euro kosten, gibt es hochwertige Autos auch schon ab 200 Euro. Auf einige Funktionen muss dein Sprössling dann verzichten, was dem Spaß aber in der Regel keinen Abbruch tut.

Wichtig ist, dass du auf Produkte renommierter Hersteller vertraust. Überprüfe, ob die Spielzeuge die CE-Kennzeichnung tragen – oder noch besser das GS-Gütesiegel. Bekannte Hersteller sind beispielsweise Henes, simron, Crooza und Nitro Motors.

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  1. Kommentar von Daniela am 22. November 2018

    Hallo. Zusammen. Maine Familie möchte Main Sohn so ne Auto zu Weinachten schenken. Aber ich war nicht sicher wo wir denn fahren dürfen da habe ich zu eine Polizei stelle angerufen um mich zu informieren. Da war mir aber gesagt das sich das im graue zone befindet. Das heißt eigentlich kann ich ohne Probleme fahren an die Gehwege aber wenn das Nachbarn stört dann können mich Anzeigen und ich bekomme probleme. Soll ich mich doch noch bei TÜV informieren. Wie sind ihre Erfahrungen? Danke für eure Hilfe. LG Daniela