Das kann man beim Kauf eines Elektroautos sparen – die Möglichkeiten der Förderung

Elektroautos werden als Fortbewegungsmittel der Zukunft diskutiert – die sich die Bundesregierung auch etwas kosten lassen will. Allein 600 Millionen Euro sollen in die Förderung von Elektromobilität fließen. Außerdem soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur vorangetrieben werden.

Wie hoch der Förderungsbetrag ist, welche Fahrzeugmodelle förderbar sind und wie die Beantragung abläuft, erläutern wir in diesem Blogbeitrag. Außerdem gehen wir auf weitere Anreize ein, die der Staat für den Kauf von Elektroautos geschaffen hat.

Kaufprämie für Elektro- und Hybridautos

Derzeit ist die Hälfte der Laufzeit für die E-Auto-Förderung erreicht: Diese ist zwar seit der Einführung immer begehrter geworden, dennoch liegen die bisher eingereichten Anträge noch weit unter den prognostizierten Erwartungen.

Kaufprämie für Elektro- und Hybridautos

Nach Angaben des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurden bisher 50.963 Anträge (Stand: 31. Januar 2018) für den Zuschuss gestellt. Dabei waren

29.465 der Anträge für reine Batterieelektrofahrzeuge,

21.482 für Plug-in-Hybride und

16 für Brennstoffzellenfahrzeuge.

Das Fördervolumen der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge umfasst insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Mit rund 168 Millionen Euro ist erst etwa ein Siebtel des zur Verfügung stehenden Betrags verbraucht.

  • Über welchen Zeitraum läuft das Förderprogramm?

Die Laufzeit der Kaufprämie ist bis Ende Juni 2019 angesetzt. Dabei gilt: Wer als Erstes einen Antrag stellt, profitiert auch als Erstes. Ist die Förderung von 1,2 Milliarden Euro vollständig abgerufen, gilt das Programm als beendet. Laut Schätzungen ermöglicht der Staat eine Förderung für insgesamt rund 400.000 E-Autos und Hybride.

  • Wird der Kauf aller Elektrofahrzeuge gefördert?

Die Förderung umfasst nur Modelle mit einem gelisteten Preis von maximal 60.000 Euro des Basismodells.
Deutsche Autohersteller wie Daimler, Volkswagen und BMW beteiligen sich am Programm, aber auch eine Vielzahl ausländischer Autobauer. Diese sind beispielsweise Hyundai, Citroën, Nissan, Kia, Mitsubishi, Peugeot, Volvo, Renault und Toyota.

Vorerst sollte man sich erkundigen, ob das ausgewählte Fahrzeug auf der Liste der förderungswürdigen Autos aufgeführt wird. Aufgepasst: Die Liste für die E-Auto-Prämie wird stetig aktualisiert.

Hinzukommend sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man von der Kaufprämie nur dann profitiert, wenn das geförderte Auto mindestens neun Monate nach Kauf behalten wird.

  • Wo kann der Antrag gestellt werden?

Anträge für die Prämie können online beim BAFA gestellt werden. Ein schriftliches Verfahren wird nicht angeboten.

Eine Antragsberechtigung haben Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Vereine und Körperschaften, auf die ein Neufahrzeug zugelassen wird.

  • Welche Unterlagen werden benötigt? 

Prämie online beantragen.

Wer die Förderung beantragen möchte, ist dazu angehalten eine Kopie der Rechnung vom Autohändler und den Nachweis über die Zulassung auf den Antragsteller (Fahrzeugschein und -brief) vorzulegen. Dies muss innerhalb eines Monats nach Antragseingang beim BAFA erfolgen.

Achtung: Um die 2000 Euro Förderung vom Staat für ein Elektrofahrzeug bzw. 1500 Euro für einen Hybridwagen zu erhalten, muss auf der Rechnung des Autohändlers erfasst sein, dass der Hersteller eine Prämie in derselben Höhe vom Nettokaufpreis bereits abgezogen hat.

Die Dokumente werden eingescannt und bei Antragstellung hochgeladen und dem Antrag beigefügt.

 

Weitere Anreize für Elektroauto-Besitzer

Geld sparenIn Deutschland wird die Kaufprämie bisher nur zögerlich angenommen. Um den Kauf und das Fahren von Elektroautos zu fördern, schafft der Staat zusätzlichen Ansporn für Elektromobilität.

  • Die Kfz-Steuer

Hinzukommend sollen Erleichterungen bei der Kfz-Steuer den Kauf von Elektroautos ankurbeln. Rückwirkend verlängerte der Bundestag die Steuerbefreiung zum 01. Januar 2016 von fünf auf zehn Jahre.

Diese Regelung gilt nicht nur für neue, sondern auch für umgerüstete Elektrofahrzeuge.

  • Die Lohnsteuer

Wird das Elektroauto beim Arbeitgeber aufgeladen, ist dies steuerfrei. Die „Ladung“ wird anders als andere Arbeitgebervergünstigungen nicht als geldwerter Vorteil gerechnet.

Hierbei entstehen außerdem auch Vorteile für den Arbeitgeber. Denn der Aufbau von Ladestationen kann bezuschusst werden.

  • BW-e-Gutscheine der Landesregierung Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg stellt zur Förderung der Elektromobilität 43,5 Millionen Euro in Form von BW-e-Gutscheinen bereit. Mit den Gutscheinen werden die Fahrzeugunterhaltungs- und Ladeinfrastrukturkosten gefördert.

Zielgruppe sind Fahrzeugflotten mit vielen täglichen Fahrten in der Stadt. Das sind insbesondere Taxibetriebe, Fahrschulen, Car-Sharing-Unternehmen und Pflege- und Sozialdienste. Auch für Lastenräder, Mieträder und Elektro-Roller sowie öffentliche Verleihsysteme für Pedelecs, E-Bikes oder Elektroroller gibt es Zuschüsse.

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