Ein E-Auto kaufen: Lohnt sich das für dich?

Einige Autofahrer denken nach wie vor: „Ein E-Auto passt einfach nicht zu mir.“ „oder „Das ist nichts für mich!“ Doch ist das wirklich so? Anhand der folgenden Fragen kannst du für dich leichter beantworten, ob du bereit bist für ein Elektroauto und ob sich der E-Auto-Kauf für dich lohnt.

Bei der Entscheidung für oder gegen den Kauf eines E-Autos spielen auch Kriterien eine Rolle, die bei der Wahl eines Diesels oder Benziners ausschlaggebend sind. Schließlich passt auch bei den Verbrennern nicht jedes Auto zu jedem Fahrer. Das ist beim E-Auto nicht anders. Dennoch ist die E-Mobilität für viele Neuland und es ergeben sich in diesem Zusammenhang ganz neue Fragen. Wir schauen deshalb ganz genau hin: Preise, laufende Kosten, Förderungen. Außerdem geben wir Tipps, die bei der Kaufentscheidung unterstützen.


Das erwartet dich hier

Wofür benötige ich das E-Auto und welche Strecken fahre ich?

Das Angebot an Elektroautos wächst. Mittlerweile gibt es aus fast jeder Fahrzeugklasse entsprechende E-Autos zu kaufen. Der erste Blick wandert meist zur Reichweite. Du solltest dir überlegen, wie viele Kilometer du regelmäßig am Stück fährst und wo du dein Auto abstellst. Wenn du beispielsweise jeden Tag 40 Kilometer zur Arbeit pendelst und am Arbeitsplatz keine Lademöglichkeit hast, sollte dein E-Auto eine größere Reichweite haben. Es gibt bereits viele E-Autos, die eine Reichweite von 200 Kilometern und mehr haben. Ein Wert, der vollkommen ausreichend ist: Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes fahren die Deutschen nämlich im Durchschnitt nur 13.727 Kilometer im Jahr. Auf einen Tag runtergerechnet macht das exakt 37,61 Kilometer. Reichweitenangst ist also vollkommen unangebracht.

Wer vor allem viel Platz braucht, um seine Familie, den Kinderwagen, die Freunde der Kinder oder den Wocheneinkauf zu transportieren, sucht eher nach einem Kombi oder Mini-Van. Der Markt an solchen E-Autos ist zwar noch ausbaufähig, aber es gibt bereits 7-Sitzer in der E-Variante und SUVs, die mit Stauraum überzeugen können.

Blind Dates sind nicht dein Ding?

Mit dem Fahrsimulator der EnBW mobility+ App erfährst du, welches E-Auto zu dir passt.

Wo kann ich ein E-Auto aufladen?

Für das Laden des E-Autos hast du mehrere Optionen: zu Hause an einer eigens dafür installierten Wallbox oder an Ladesäulen auf öffentlichen Parkplätzen, vor Einkaufszentren oder in Parkhäusern. Zudem bieten immer mehr Arbeitgeber ihren Angestellten die Möglichkeit, E-Autos während der Arbeitszeit aufzuladen. Meistens kannst du dein E-Auto also genau dort aufladen, wo du dich ohnehin für längere Zeit aufhältst. Ein extra Abstecher zur Tankstelle entfällt in den meisten Fällen, dein E-Auto lädt praktisch nebenbei.

Grundsätzlich wird bei Ladestationen zwischen Normalladestationen mit einer Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt (sogenannte AC-Ladestationen) und Schnellladestationen mit einer Ladeleistung ab 50 Kilowatt unterschieden. Die EnBW bietet dir zum Beispiel an den wichtigsten Fernverbindungen im Süden Deutschlands außerdem sogenannte High Power Charger (HPC) an. An diesen lädst du dein E-Auto mit bis zu 300 Kilowatt und lädst somit Strom für die nächsten 100 Kilometer in gerade einmal 5 Minuten.

Bei längeren Fahrten kannst du direkt an der Autobahn Ladestationen anfahren. Apps wie die EnBW mobility+ App helfen dir dabei, Lademöglichkeiten in der Nähe zu finden. Und die Anzahl der E-Tankstellen steigt schnell.

E-Auto steht an der Ladestation der EnBW Seligweiler.

Ob bei dir zu Hause, auf Arbeit oder an öffentlichen Ladestationen: Du hast viele Möglichkeiten, dein E-Auto aufzuladen.

 

Wie teuer ist ein E-Auto in der Anschaffung?

Im direkten Vergleich sind die E-Modelle eines Herstellers immer teurer als die Benziner oder Diesel. So kostet ein Golf VII als Benziner ab etwa 21.700 Euro, während der Preis eines e-Golfs bei circa 31.900 Euro startet.

Aber es gibt bereits für viele Budgets vernünftige Elektrofahrzeuge. Hier findest du eine Auswahl an E-Autos, die 2020 auf den Markt kommen. Nach oben ist natürlich immer viel Luft, dennoch gibt es bereits zahlreiche E-Autos, die zwischen einem teuren Tesla und einem Renault Twizy, dem wohl günstigsten E-Auto, liegen.

Besonders attraktiv bei der Anschaffung eines E-Autos ist der sogenannte Umweltbonus. Dabei handelt es sich um eine Förderung, die zu gleichen Teilen vom Staat und den Herstellern getragen wird. Grundsätzlich werden aktuell E-Autos mit einem Netto-Listenpreis von weniger als 40.000 Euro mit 6.000 Euro gefördert (3.000 Euro vom Bund weitere 3.000 Euro vom Hersteller). Bei einem Netto-Listenpreis von bis zu 65.000 Euro erhältst du immerhin noch 5.000 Euro Förderung. Für Plug-in-Hybride bis 40.000 Euro sind 4.500 Euro Förderung drin. Liegt der Preis deines PHEV zwischen 40.000 und 65.000 Euro erhältst du 3.750 Euro Förderung. Die am 19. Februar 2020 in Kraft getretenen Förderrichtlinien gelten für die genannten Fahrzeuge, die nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden.

Übrigens: Die Förderung gilt auch für Elektro- oder förderungsfähige Hybridfahrzeuge, die du least. Außerdem wurde auch eine Kaufprämie für junge E-Gebrauchtwagen beschlossen, bei denen du im Rahmen der Anschaffung sowieso bares Geld sparen kannst. Wie hoch die Ausförderung ausfallen und wann sie in Kraft treten wird, ist aktuell aber noch nicht bekannt.

Zudem kannst du dir auch für den Einbau einer Wallbox bei dir zu Hause Zuschüsse sichern. Deren Höhe unterscheidet sich jedoch meist je nach Region. In Karlsruhe beispielsweise erhältst du bis zu 400 Euro Zuschuss für den Einbau einer Wallbox oder Lademöglichkeit bei dir zu Hause.

eGolf wird geladen

Die Kosten eines E-Autos solltest du dir im Ganzen ansehen: Beachte den Anschaffungspreis genauso wie die laufenden Kosten.

Wie hoch sind die laufenden Kosten bei einem E-Auto?

Der ADAC hat berechnet, wie sich die Gesamtkosten für Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern schlagen. Aufgrund der geringeren Wartungskosten eines E-Autos holst du dir den ggf. höheren Kaufpreis über die Jahre oft wieder rein. Zudem sparst du bei den Steuern , denn Elektroautos sind fahrende Steueroasen. Heißt konkret: Käufer von E-Autos bezahlen keine Kfz-Steuer. Und das 10 Jahre lang.

Ob und wie viel du beim Stromtanken sparen kannst, hängt von mehreren Faktoren ab. Auch die Kosten für jeden gefahrenen Kilometer stellt der ADAC im Kostenvergleich gegenüber. An einigen Ladesäulen kannst du den Fahrzeug-Akku sogar kostenlos aufladen z. B. beim Einkaufen im Supermarkt, Benzin oder Diesel hingegen bekommst du nirgendwo umsonst. Beim Aufladen zu Hause entscheidet dein Haushaltsstrom-Tarif über die tatsächlichen Kosten. An öffentlichen Ladesäulen können die Preise je nach Anbieter durchaus unterschiedlich ausfallen. Aber auch hier werden dir einfache, transparente Tarife angeboten wie z. B die EnBW mobility+ Ladetarife.

Kauf oder Leasing: Was ist sinnvoller für mich?

Ob es für dich sinnvoller ist, ein E-Auto zu kaufen oder zu leasen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Hier erfährst du mehr darüber, welche Vor- und Nachteile das E-Auto-Leasing mit sich bringt. Grundsätzlich lohnt sich der Kauf eher dann, wenn du viele Kilometer fährst. Übrigens wird auch das Leasen eines E-Autos staatlich gefördert.

Wie lange hält ein E-Auto?

Bei der Haltbarkeit eines E-Autos gibt es kaum Unterschiede zu Verbrennern. Da es weniger Verschleißteile gibt, bleibt ein Elektroauto häufig sogar länger gut in Schuss. Was sich allerdings mit der Zeit abnutzt, ist der Akku. Sollte der Akku an Kapazität verloren haben, kann er natürlich jederzeit getauscht werden.

Paar steigt vor seinem Haus in ein E-Auto

Parkt vielleicht bald auch bei dir ein E-Auto vor dem Haus?

Wie finde ich das passende E-Auto?

Am besten wählt man ein E-Auto, dass perfekt zum eigenen Fahrverhalten passt. Nur wie findet man das heraus? Zum Beispiel so: mit der Fahrsimulation der EnBW mobility+ App. Aus der integrierten E-Auto-Datenbank wählst du einfach dein bevorzugtes Auto aus und startest die Simulation während der Fahrt mit deinem aktuellen Fahrzeug. Anhand der Auswertungen kannst du anschließend sehen, welches Modell das richtige für dich ist.

Fazit: Ja, es lohnt sich

Lohnt sich der Kauf eines E-Autos? Zweifellos ja. Der höhere Anschaffungspreis relativiert sich, wenn man alle weiteren Kosten in Betracht zieht. Bei der Kfz-Steuer, beim Verbrauch und bei der Wartung sind E-Autos deutlich günstiger als Verbrenner. Plus: Die Preise für Akkus purzeln und machen die Anschaffung in den nächsten Jahren noch attraktiver. Kurz: Wenn man sich also ein Auto kauft, dann sollte es elektrisch sein. Elektroautos lohnen sich übrigens auch für Personen ohne Eigenheim – wir zeigen, welche Lademöglichkeiten für Mieter interessant sind.

Welcher Mobilitätstyp bist du?

Finde heraus, welches E-Auto zu dir passt.

 

 

Zurück zur Übersicht