Sommer, Sonne, Energie – die Summer-Playlist mit 17 heißen Songs

Sommerferien, Urlaubsfeeling. Die schönste Zeit des Jahres. Entspannen am Badesee, mit dem Fahrrad die Berge hoch- und wieder runterbrettern, bis spät in die Nacht hinein tanzen, einfach chillen – in den nächsten Wochen warten auf dich unzählige Möglichkeiten. Was auch immer deine Pläne sind, wir haben den perfekten Soundtrack für deinen Sommer zusammengestellt.

Sommersongs sind die ungekrönten Könige der Pop- und Rockmusik. Besungen wird natürlich alles, was uns im Sommer Spaß macht: vom Beginn der Sommerferien („School’s out“) über Ausflüge zum Strand („Rockaway Beach“) bis hin zum Roadtrip mit Cabrio („Jetzt ist Sommer“). Für den perfekten Begleitsound sorgt unsere Summer Playlist, die  einige der besten Sommersongs aller Zeiten („Summer in the City“, „36Grad“) enthält. Dich erwarten: kraftvolle Riffs, groovige Beats, knackige Bläser.

Menschen springen bei Sonnenuntergang im See

Aber so eine Playlist ist ja auch wie ein guter Cocktail – erst die exotischen Aromen sorgen für den richtigen flavour. Daher stellen wir auch ein paar Songs vor, die du vielleicht noch nicht kennst („Sommertag“ möglicherweise?) – die dich und deine Freunde aber auf deiner nächsten Sommerparty tanzen lassen. Unsere Songs geben dir Energie für die schönste Zeit des Jahres. Und manche („High Voltage“) handeln sogar davon. Viel Vergnügen beim Hören!

Katrina and the Waves: Walking on Sunshine

Ein Klassiker, der direkt in die Beine und die Hüften geht. Dabei sah es für die Band um Katrina Leskanich, geboren im beschaulichen Topeka, Kansas, zunächst gar nicht gut aus. Es hagelte Absage für Absage, bis 1983 endlich ein Plattenvertrag auf dem Tisch lag – aus Kanada. Zwei Jahre später spielten Katrina and the Waves ihr erstes Album noch einmal ein, nun für ein US-Major-Label. „Walking on Sunshine“ war die erste Single-Auskopplung und brachte der Band den internationalen Durchbruch.

Katy Perry: California Gurls

Eine zuckersüße Ode an die Frauen der West Coast, unterlegt mit satten Elektrobeats. Katy Perry stammt selbst aus Kalifornien, zur musikalischen Unterstützung eilte US-Rapper Snoop Dogg herbei. Die Schreibweise „Gurls“ ist eine kleine Referenz an Alex Chilton und seine Band Big Star. Chilton verstarb kurz vor der Veröffentlichung von Perrys Album. Zu den größten Hits der Power-Pop-Truppe aus Memphis gehörte „September Gurls“ aus dem Jahr 1974.

Gisbert zu Knyphausen: Sommertag

Der Name ist echt, die Musik auch. „Singer-Songwriter“ würde man jenseits des Großen Teichs sagen, das deutsche „Liedermacher“ klingt bei Gisbert zu Knyphausen doch eher zu bräsig. Mal rockig, mal verspielt kommen seine Songs daher, sprachlich und musikalisch erinnern sie an Element of Crime. Man kann sich schlechtere Einflüsse denken. „Sommertag“ stammt vom selbst betitelten Debütalbum von 2008, ein förmlich schwebender Song mit ordentlich Wumms der Begleitkapelle.

Kid Rock: All Summer long

2008 stürmte Kid Rock, auch bekannt als der Ex von Pamela Anderson, mit dieser etwas eigenwilligen Coverversion von „Sweet Home Alabama“ in die internationalen Charts. Zu den Southern-Rockern von Lynyrd Skynyrd mischte er noch etwas „Werewolfes of London“ von Warren Zevon. Und fertig war der Sommerhit. Die 70er-Jahre-Tunes unterlegte Kid Rock mit zeitgemäßen Lyrics: „We were smoking funny things, making love out by the lake to our favorite song.“ Welcher das ist, erklärt sich von selbst.

Alice Cooper: School’s Out

Unter Musikkritikern gilt dieser Song als eine der aufsässigsten Rockhymnen aller Zeiten. Inspiriert wurde „School’s Out“ von einem Journalisten, der sich erkundigte, welche denn die großartigsten drei Minuten im Leben von Alice Cooper seien. Für den Sänger waren das der Weihnachtsmorgen (wenn die Kinder in den USA die Geschenke auspacken) – und die drei Minuten bis zum Beginn der Sommerferien: „It’s like a slow fuse burning.“ Der Song ist auf jeden Fall ein Dauerbrenner.

2raumwohnung: 36Grad

Im Moment leben, die Leichtigkeit des Seins genießen und das alles im Hochsommer – mit dieser Botschaft eroberten Ina Humpe und ihr Lebensgefährte Tommi Eckart 2007 die Charts. Dem Elektropop-Duo gelang damals der Sommerhit des Jahres, der Ohrwurm lief in den Radiostationen des Landes rauf und runter. Knackige Beats und sphärischer Sound geben die sommerliche Stimmung vor – die Texte schmelzen wie Softeis bei 36 Grad.

Joe Cocker: Summer in the City

Und noch ein Cover, diesmal eines Songs der US-Popband The Lovin’ Spoonful aus dem Jahr 1966. Nach den Marmelades, B. B. King und anderen nahm sich auch Joe Cocker 1994 des Hits an. Mit seiner unnachahmlich rauen Stimme beschreibt der Brite den Sommer in der Großstadt, die flirrende Hitze und das Tanzen am Abend. „Come on let’s dance all night / Despite the heat it will be alright.“ Das lassen wir uns doch nicht zweimal sagen.

Wise Guys: Jetzt ist Sommer (Swing-Version)

Dän, Eddi, Sari, Christoph und Clemens machten schon zu Schulzeiten zusammen Musik. Von ihren Lehrern wurden die Kölner – wenig pädagogisch – als die „Besserwisser“ bezeichnet. Der Name blieb hängen, und als „Wise Guys“ singen sie sich auf Deutsch und a capella durch die Lande. Nach Straßenmusik, Hochzeiten und ersten Fernsehauftritten gelang 2001 mit „Jetzt ist Sommer“ der Durchbruch. Hier gibt’s die Swing-Version mit Orchester aus dem Jahr 2016 zu hören.

DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince: Summertime (Single Edit)

An dem Hiphop-Duo kam Anfang der 1990er niemand vorbei. Der junge Will Smith erobert als „Prinz von Bel-Air“ (im Original: The Fresh Prince of Bel-Air) weltweit die Fernsehschirme. In der Serie gibt es auch gelegentlich Auftritte von Jeff „DJ Jazzy Jeff“ Towns zu sehen, mit dem Smith schon längere Zeit Musik machte. Im Song rappt der Fresh Prince oldschool durch den Sommer in Philadelphia – darunter groovt ein Sample von „Summer Madness“, das ursprünglich von Kool & the Gang stammt.

Boundzound: Louder

2007 wollten alle ihre Radios nur noch „lauter“ drehen. Grund dafür war die erste Single von Boundzound. Geschult an den Beats von Star-Produzent Timbaland und gepaart mit satten Bässen ging der Song sofort ins Ohr. Ragga trifft HipHop, und die Tanzflächen der Republik waren voll. Boundzound war ein Soloprojekt von Demba Nabé, einem der drei Seeed-Frontmänner. Der 46-Jährige verstarb Ende Mai 2018, „Louder“ ist sein persönliches Vermächtnis.

Linkin Park: High Voltage

Anfang der Nuller-Jahre stürmten Linkin Park mit ihrem Nu-Metal die Charts und Arenen rund um den Globus. „High Voltage“ („Hochspannung“), ein Bonustrack aus ihrem Debütalbum „Hybrid Theory“, spiegelt perfekt die Mischung aus Rock, Hip-Hop und elektronischen Elementen wider, für die die Band aus Los Angeles so bekannt wurde. Der Song aus dem Jahr 2000 ist ein Remix einer früheren Aufnahme, die nur als EP erschienen ist und sich kräftig bei „Intergalactic“ von den Beastie Boys bediente.

Bob Dylan: Summer Days

Rockabilly mit einer großen Portion Folk, mit dieser Kombination leitete Bob Dylan Ende der Neunziger den dritten Frühling seiner Karriere ein. Auf seinem Album „Love and Theft“ aus dem Jahr 2001, dem 43. Album des Singer-Songwriters, folgte Dylan dem eingeschlagenen Weg, was uns diese überaus lässige und von leichter Hand gespielte Nummer bescherte. In „Summer Days“ kreuzen sich Country und Western Swing – und lassen den Hörer in den guten alten Sommertagen versinken.

Weezer: Island in the Sun

Ebenfalls aus dem Jahr 2001 stammt diese grandiose Nummer von Weezer. Es war die zweite Single-Auskopplung aus dem Comeback-Album der US-Indie-Rocker und erinnert nicht von ungefähr an den Surfer-Pop der Beach Boys. Inhaltlich geht es so bizarr und vertrackt zu wie in Brian Wilsons Spätwerk, allerdings spielen die Mannen um Leadsänger Rivers Cuomo auf dem Track so gechillt auf, wie es nur Südkalifornier vermögen. Die Lethargie eines langen Sommerurlaubs lässt grüßen.

Oasis: She’s Electric

Ihr zweites Album „(What’s the Story) Morning Glory“ katapultierte die Brit-Popper von Oasis 1995 endgültig in den Rockolymp. Neben den alles überstrahlenden Hitsingles „Wonderwall“ und „Don’t Look Back in Anger“ finden sich auf dem Album auch feine Perlen wie „She’s Electric“. Nach dem etwas wunderlich-verspielten Einstieg entwickelt sich die Nummer rockig weiter und belohnt die Zuhörer zum Ende hin mit einer kleinen Beatles-Referenz. Wir fragen uns: „Can I be electric too?“

The Ataris: The Boys of Summer

Ursprünglich stammt der Song von Don Henley aus dem Jahr 1984, als der Drummer und Songwriter der Eagles seine Solokarriere startete. Knapp 20 Jahre später erschien das Cover der Ataris. Das Lied handelt immer noch von der verlorenen Jugend und der Vergänglichkeit des Glücks (bei den „Boys of Summer“ handelt es sich um eine Referenz an Baseballspieler, die eben nur im Sommer, aber nicht im Winter spielen), ist aber natürlich um einiges rotziger als der Henley-Hit.

Ramones: Rockaway Beach

Können Ostküsten-Punkrocker kalifornischen Surf’n’Roll? Diese Frage stellte sich, als die Ramones 1977 ihr drittes Album „Rocket to Russia“ veröffentlichten. In dem Song beschreibt Songwriter und Bassist Dee Dee Ramone, wie er Mitte der 60er-Jahre am Rockaway Beach im New Yorker Stadtteil Queens abhing. Kurz zuvor hatte sich seine deutsche Mutter vom Vater, einem in Westdeutschland stationierten US-Soldaten, getrennt und war mit ihrem 15-jährigen Sohn in die USA gezogen.

Wenzel: Viva la poesia (Hidden Bonus Track)

Kubanische Rhythmen von einem der besten Liedpoeten Deutschlands: Hans-Eckardt Wenzel reiste im Frühjahr 2014 mit seiner Band quer über die Karibikinsel, um seinen Stil „ein bisschen durcheinanderwirbeln“ zu lassen. Daraus entstand das Album „Viva la poesia“, das den leichten Sound von Salsa und Buena Vista Social Club zitiert, ohne sich anzubiedern. Das gleichnamige Titellied skizziert den manchmal gar nicht so sonnigen Alltag in Havanna, feiert aber die widerspenstige Macht der Poesie.

Hast du auf unserer Summer Playlist neue Tracks für deinen Sommer entdeckt? Verrate uns in den Kommentaren gerne, welches deine all time favourite songs für den Sommer sind!

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