Welcher Grill ist der Richtige für mich?

Temperaturen über 30 Grad, heiße Tage und lange Sommernächte – der Sommer steht vor der Tür und damit ist auch die Grillsaison eröffnet! Du planst bereits Grillpartys mit Freunden, dir fehlt aber noch der passende Grill? Finde in unserem Beitrag heraus, welches Modell am besten zu dir passt!

Unzählige Grills aller Arten und Formen stehen zur Verfügung, um jeden Grillwunsch zu erfüllen. Gerade als Grill-Laie ist es bei der riesigen Auswahl oftmals nicht einfach, den Überblick zu behalten. Spätestens zum Start der neuen Grillsaison stellt sich für viele Grillfreunde die Frage: Welcher Grill ist der Richtige für mich und erfüllt meine Erwartungen?

Hilfreiche Fragen zur Grill-Kaufentscheidung

Um herauszufinden, welcher Grill am besten zu dir passt, solltest du dir vor dem Kauf folgende Fragen stellen:

  • Wo möchte ich am häufigsten grillen? – Im Garten, auf der Terrasse, auf dem Balkon oder unterwegs?
  • Wie häufig möchte ich grillen? – Lediglich zu bestimmten Anlässen mit Freunden oder am liebsten jeden Tag?
  • Wie viele Personen sollen begrillt werden? – Ein größerer Grill bekommt z.B. schneller mehr Leute ohne lange Wartezeiten satt.
  • Wie hoch ist mein Budget?

Zusätzlich können natürlich noch weitere indivduelle Kriterien eine Rolle für dich spielen. Zum besseren Vergleich haben wir dir die unterschiedlichen Grillarten zusammengestellt.

Der Grill-Vergleich

Die unterschiedlichen Grillarten lassen sich grob in drei Kategorien einteilen. Auf dem Markt gibt es derzeit Gas-, Holzkohle- und Elektrogrills.

Der Klassiker: Der Holzkohlegrill

Der Klassiker unter den Grillarten ist der Holzkohlegrill. Das Grillen mit Holzkohle gilt als die beliebteste Art zu grillen und benötigt lediglich ganz einfache Mittel: Ein paar Holzscheite, Feuer, Fleisch, Würstchen und/oder Gemüse und schon kann’s losgehen!

Mit Freunden Grillen auf einem Holzkohlegrill

Holzkohlegrills werden, ganz im Gegensatz zu Gas- oder Elektrogrills, mit einem Grillanzünder oder Ähnlichem angezündet und erreichen die optimale Grilltemperatur erst nach und nach über die brennende Kohle. Das dauert zwar seine Zeit, aber dadurch bekommt das Grillgut erst seinen typisch rauchigen Geschmack.
Es gibt die unterschiedlichsten Ausführungen von Holzkohlegrills, sodass sich für jede Anforderung der passende Grill findet:

  • Beim Kugelgrill handelt es sich, wie der Name bereits impliziert, um einen runden Grill, der aus zwei halbrunden Teilen besteht. Die untere Kugelhälfte bietet Platz für Grillrost, Brennmaterial, Kohle, sowie eine Fettfangschale und ist an einem Gestell mit Standbeinen befestigt. Die obere Kugelhälfte dient als Deckel, der flacher gewölbt ist und mit regelbaren Belüftungsöffnungen sowie einem hitzebeständigen Griff versehen ist. Im Deckel findet sich meist ein Thermometer mittels diesem die Grilltemperatur reguliert werden kann. Durch die geschlossene Hülle lässt sich eine konstante Hitze aufbauen, die dafür sorgt, dass das Grillgut gleichmäßig und von allen Seiten gegart wird.
  • Mit einem Säulengrill kannst du das Geschmackserlebnis vom Holzkohlegrill noch schneller genießen. Durch den Kamineffekt, der auf den Standfuß zurückzuführen ist, ist der Säulengrill fast so schnell einsatzbereit wie ein Elektrogrill. Die Luftzufuhr kann darüber hinaus über die Säule einfach reguliert werden, sodass die optimale Grilltemperatur einfach festgelegt werden kann.
  • Der Grillwagen bietet eine besonders große Grillfläche. Durch seine vier Beine ist er standsicher. Entscheidest du dich für ein Modell mit Rädern, kannst du den Grill bequem von A nach B schieben.
  • Der Schwenkgrill besteht aus einem großen runden Grillrost, der an Metallketten an einer Konstruktion mit drei Beinen befestigt ist. Diese Grillart findest du häufig auf öffentlichen Grillplätzen. Die stetige Schwenk-Bewegung sorgt dafür, dass dein Grillgut gleichmäßig gegart wird.
  • Für Besuche in Parks oder Baggersehen ist der Rundgrill wohl am besten geeignet. In der einfachsten Variante besteht der Grill aus einer Grillschale sowie drei oder vier Beinen und einer Halterung für den Grillrost.
  • Der Smoker erfreut sich vor allem in den USA großer Beliebtheit. Seit ein paar Jahren wird er auch bei uns immer beliebter. Das Besondere daran ist, dass der Smoker aus einer Gar- und einer Feuerkammer besteht. Genau genommen wird das Grillgut nämlich gar nicht gegrillt, sondern wird vielmehr über mehrere Stunden hinweg bei niedrigerer Temperatur indirekt gegart. Die Feuerkammer wird mit Holzkohle bzw. Holz befeuert und das Garen des Grillguts erfolgt langsam und indirekt über die Garkammer.

Vorteile von Holzkohlegrills:

  • Unverwechselbar rauchiges Aroma des Grillguts
  • Große Mobilität, da du unabhängig von Steckdosen und schweren Gasflaschen bist
  • Große Auswahl an Ausführungen
  • Direktes und indirektes Grillen möglich

Nachteile von Holzkohlegrills:

  • Große Rauchentwicklung
  • Nicht auf dem Balkon oder in Innenräumen nutzbar
  • Langes Anheizen der Grillkohle
  • Lange Abkühlungszeit

Topmodell und Vergleichssieger unter den Holzkohlegrills ist der „Rösle Nr.1 F60“, der für ca. 400 € zu haben ist. Hierbei handelt es sich um einen Kugelgrill mit einer Grillfläche vom Durchschnitt 59 cm. Dieser Grill bietet die Vorteile, dass er ein Thermometer im Deckel hat, zwei Kohlekörbe sowie einen klappbaren Grillrost zum Grillen und Nachfüllen der Holzkohle besitzt.
Preis-Leistungs-Sieger ist mit ca. 89 € der Holzkohlegrill „Tepto Toronto Click“, der vom Typ ein Grillwagen ist. Die Grillfläche ist rechteckig und bietet dadurch eine besonders große Auflagefläche. Im Deckel befindet sich ebenfalls ein Thermometer und der Rost lässt sich mittels einer Kurbel einfach verstellen.

Der Schnelle: Der Gasgrill

Für die Vielzahl der Hobby- und Profi-Griller ist der Holzkohlegrill das einzig Wahre. Gasgrills stellen allerdings eine echte Alternative dar und sind ebenfalls in vielerlei Ausführungen zu haben. Der große Vorteil von Gasgrills: Du benötigst weder einen Grillanzünder, noch musst du lange Wartezeiten einplanen bis du dein Gegrilltes essen kannst. Dadurch bist du auch für spontane Grillpartys optimal gewappnet.

Grillen auf einem Gasgrill

Der Gasgrill lässt sich, analog zum Gasherd, ganz einfach per Knopfdruck anschalten und regulieren. Natürlich muss vor Inbetriebnahme eine gefüllte Gasflasche an den Grill angeschlossen sein. Ein Gasgrill kann sowohl mit einem als auch mit mehreren Brennern ausgestattet sein – ab zwei Brennern plus Deckel ist der Gasgrill auch für indirektes Grillen geeignet. Es dauert nach dem Einschalten nur wenige Minuten bis die perfekte Temperatur zum Grillen erreicht ist und du damit beginnen kannst dein Grillgut aufzulegen. Das Grillen ist generell einfacher als mit einem Holzkohlegrill – so gelingt auch Anfängern problemlos das Grillen. Darüber hinaus kann kein Fett oder Öl in die Glut tropfen, wodurch keine gesundheitsschädlichen Stoffe freigesetzt werden können.

Auch bei den Gasgrills gibt es verschiedene Ausführungen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden:

  • Ein kompakter Gasgrill bietet sich vor allem beim Grillen auf einem Balkon oder beim Campen an. Durch seine geringe Größe bietet er dann Vorteile, wenn der Platz begrenzt ist. Die Grillfläche ist zwar begrenzt, aber dafür ist er auch perfekt für den mobilen Einsatz geeignet.
  • Den Kugelgrill, der ursprünglich ein reiner Holzkohlegrill war, gibt es mittlerweile auch gasbetrieben. Gas-Kugelgrills lassen sich nicht nur hinsichtlich der Gasmenge regulieren, sondern bieten weitere Einstellmöglichkeiten hinsichtlich der Temperatur. Sowohl an ihrer Basis, als auch im oberen Bereich sind sie mit Luftöffnungen versehen, mit deren Hilfe die Luftzirkulation durch den Grill genau gesteuert werden kann.
  • Der Gas-Grillwagen ist vor allem für große Grillgesellschaften und den Garten perfekt geeignet. Ein guter Grillwagen ist mit stabilen Rollen ausgestattet, die das Schieben auf unebenem Gelände oder Rasen möglich machen. Die Mindestausstattung sollte zwei einzelne Brenner vorsehen, sodass auch indirektes Grillen möglich ist.

Vorteile von Gasgrills:

  • Sofortige Einsatzfähigkeit
  • Keine Rauchentwicklung
  • Präzise Regulierung der Temperatur
  • Einfache Reinigung
  • Geringe laufende Kosten

Nachteile von Gasgrills:

  • Kein typisches Grillaroma
  • Recht teuer in der Anschaffung

Preis-Leistungs-Sieger ist der „Weber Q1200 Gasgrill“ für ca. 330 €. Der Grill ist mit wenigen Handgriffen zusammengebaut und eine optimale Grilltemperatur ist schon nach ein paar Minuten erreicht. Auf den ausklappbaren, nicht beheizten Abstellflächen lässt sich sogar ohne Probleme Fleisch und Gemüse schneiden. Vergleichssieger ist das etwas teurere Grillwagen-Modell „Napoleon T4955B“ für ca. 2000 €. Dieser ist aus hochwertigem Edelstahl und verfügt über vier Brenner inklusive einer Kochstelle. Ebenso zeichnet er sich durch eine sehr gute Verarbeitung und eine besonders hohe Brennerleistung aus.

Der Allrounder: Der Elektrogrill

Wenn du nicht nur an der frischen Luft, sondern bei schlechtem Wetter ebenso in Innenräumen grillen willst, ist ein Elektrogrill die perfekte Lösung für dich. Wenn es vor deiner Grillparty unverhofft anfängt zu regnen, muss das Fest nicht ins Wasser fallen. Dadurch, dass Elektrogrills keinen Rauch und unangenehmen Geruch erzeugen, kannst du auch problemlos drinnen oder auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses grillen.

Mit einem Elektrogrill grillen

Die Inbetriebnahme eines Elektrogrills ist bei den meisten Modellen einheitlich und simpel: Du musst lediglich eine Schale Wasser unter den Grillrost stellen, das Stromkabel in die Steckdose stecken und den Grill anschalten – schon ist er startklar! Das Wasser ist dazu da, herabtropfendes Fett aufzufangen. Dadurch lässt sich der Grill zum einen später besser reinigen, zum anderen entsteht dadurch kein unangenehmer Geruch. Das Heizelement, das entweder als Spirale direkt unter dem Grillrost liegt oder fest in eine durchgängige und geschlossene Grillplatte integriert ist, heizt sich auf. Bereits nach nur wenigen Minuten Vorheizzeit kannst du das erste Grillgut auf den Grill werfen. Ist in dem Modell darüber hinaus ein Temperaturregler verbaut, kannst du ganz einfach die gewünschte Grilltemperatur einstellen.

Elektrogrills gibt es ebenfalls in verschiedenen Ausführungen, die denen der Holzkohle- und Gasgrills ähneln. Vom einfachen, viereckigen Tischgrill über Kugelgrills bis hin zum Grillwagen – so ist für jeden das passende Modell dabei. Neben den bereits beschriebenen Bestandteilen von Elektrogrills, besitzen die spezielleren Modelle meist zusätzliches Zubehör, wie z.B. Deckel, Windschutz, Ablageflächen etc.

Vorteile von Elektrogrills:

  • Grillen in Innenräumen möglich
  • Keine Rauchentwicklung
  • Einfache Reinigung
  • Platzsparend
  • Keine lange Vorbereitungszeit
  • Kein Aufräumen, da keine Abfallprodukte entstehen

Nachteile von Elektrogrills:

  • Geringe Mobilität, da Stromanschluss benötigt wird
  • Fehlen des typischen Grill-Feelings

Im Test hat das Elektrogrill-Modell „Tefal GC702D Optigrill“ am besten abgeschnitten. Hierbei handelt es sich um einen Kontaktgrill, bei dem das Fleisch von zwei Seiten gleichzeitig gebrutzelt werden kann. Für ca. 150 € kannst du den E-Grill dein Eigen nennen. Du möchtest anstatt eines Kontaktgrills lieber einen Flächengrill? Mit dem Testsieger bei den Flächengrills, dem „Weber Q1400“ (ca. 250 €), kannst du nichts falsch machen. Hier gibt es einen Rost auf dem du dein Gegrilltes auflegen kannst.

Grill-Hingucker für deinen Garten

Wenn du auf der Suche nach einem besonderen Grill bist, der ein echter Hingucker in deinem Garten sein soll, dann können diese Modelle passend für dich sein:

  • Höfats Cube: Der Cube ist die perfekte Lösung für alle, die die Atmosphäre eines offenen Feuers lieben und es dennoch sicher und sauber halten möchten. Über der Feuerschale lassen sich allerlei Speisen grillen. Ist das BBQ beendet, wird der Cube einfach umgedreht, die Feuerschale bleibt aufgrund der Schwerkraft im Lot, das Feuer wird erstickt und geht einfach aus. Wenn im Cube gerade kein Feuer lodert, eignet er sich perfekt als Hocker oder Beistelltisch.
    Kosten: ab ca. 300 €
  • Sigmafocus L: Die klappbare Grillschale lässt sich platzsparend an deiner Hauswand anbringen. Zum Grillen lässt sich das gewölbte Kohlebecken einfach ausklappen und der Rost in drei verschiedenen Positionen einhängen. Nach dem Grillen kannst du den Grill einfach wieder nach oben klappen – das Kohlebecken verdeckt hierbei die Halterung, sodass der Grill nicht mehr als solcher zu erkennen ist.
    Kosten: ca. 1000 €
  • Feuerring: Die Modelle des schweizerischen Feuerrings sind echte Highlights und durch ihren Preis eine echte Investition. Die kleinste Variante hat hierbei einen Durchmesser von 1 Meter. Ein Stahlring schließt sich um die Feueröffnung der Schale und bietet für jede Speise die perfekte Hitzezone. Von Fleisch über Spiegelei bis hin zu Crêpes – alles ist möglich!
    Kosten: ca. 4000 €

Du hast Lust bekommen selbst den Grill anzuschmeißen, hast aber keinen Garten oder Balkon, um deine Freunde zum Grillen einzuladen? Dann schnapp dir deine Kühltasche und einen Bollerwagen und unternimm doch einen Ausflug, bei dem ihr zu einem öffentlichen Grillplatz wandert. Wo? Das kannst du in unserem Beitrag über die verschiedenen Grillplätze in Baden-Württemberg herausfinden! Ebenso haben wir Rezepte für leckere Dips zum Grillen für euch parat.

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