Nachhaltig wohnen: 7 Tipps für dein Zuhause

Lässt sich nachhaltiges Wohnen im Alltag für jeden einfach umsetzen? Bereits mit kleinen Veränderungen kannst du dein Zuhause umweltfreundlicher gestalten. Wir zeigen dir, wie du in deinen eigenen vier Wänden einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kannst.

In Kombination können schon kleine Maßnahmen, die meist mit Sparsamkeit und minimalen Verhaltensanpassungen einhergehen, viel bewirken. Folgende Tipps verhelfen dir Schritt für Schritt zum nachhaltigen Wohnen:

1. Wasser sparen

In Mitteleuropa mangelt es nicht an Wasser. Dennoch steht die Ressource nicht unbegrenzt zur Verfügung. Eine einfache Möglichkeit, im Alltag Wasser zu sparen, ist die Installation sparsamer Duschbrausen und Armaturen. Je nach Modell ist der Wasserdurchlauf im Vergleich zu herkömmlichen Varianten nur halb so groß.

Wasserhahn

Auch Waschmaschine und Geschirrspüler bergen Einsparpotenziale – stelle sie nur an, wenn sie auch wirklich voll beladen sind. Der Energiespar-Mythos, dass es sparsamer sei, Geschirr per Hand zu waschen, hält sich wacker, ist aber falsch. Während in ein normales Spülbecken je nach Modell etwa 20 bis 40 Liter Wasser passen, verbrauchen moderne Geschirrspüler nur sechs bis acht Liter. Im Badezimmer macht sich ein Sparspülkasten bezahlt. Er reduziert den Wasserverbrauch pro Toilettenspülung von etwa neun auf sechs Liter. Mit einer Spartaste reduziert sich der Verbrauch um weitere drei Liter Wasser pro Spülung.

2. Strom sparen

Der Stromverbrauch ist eine wichtige Drehschraube für nachhaltiges Wohnen. An vielen Stellen kannst du Energie sparen:

  • Achte auf das Energielabel: Das Energieetikett der Europäischen Union hilft dir beim Neukauf, die Effizienz verschiedener Haushaltsgeräte einzuschätzen und miteinander zu vergleichen. Zudem gibt es dir Hinweise darauf, wie viel Energie das Gerät in Kilowattstunden (kWh) pro Jahr verbraucht. Anhand dieser Angaben lassen sich die Betriebskosten ausrechnen und vergleichen.
  • Verzichte auf Standby: Die Standby-Funktion von Elektrogeräten geht immer mit Leerlaufverlusten einher – Energieverluste, die keinen spürbaren Nutzen erzeugen. Verzichte auf die Funktion und trenne Fernseher und Co. lieber komplett vom Stromnetz. Ganz einfach geht das, wenn du auf Mehrfachstecker mit Netzschalter umsteigst.

Glühbirne

  • Investiere in LEDs: In privaten Haushalten sind etwa zehn Prozent des Stromverbrauchs auf Beleuchtung zurückzuführen. Mit den richtigen Lampen kannst du den Verbrauch um bis zu drei Viertel reduzieren. LEDs sind zwar etwas teurer, aber effizienter und langlebiger als herkömmliche Energiesparlampen. Da häufiges An- und Ausschalten die Lebensdauer verkürzen kann, empfiehlt es sich, auf eine hohe Schaltfestigkeit zu achten.
  • Lege den Schonwaschgang ein: Mit niedrigen Waschtemperaturen lässt sich viel Strom sparen. Wie groß das Einsparpotenzial ist, zeigt ein einfacher Vergleich: Wäschst du deine Wäsche bei 40 statt bei 60 Grad, sparst du etwa die Hälfte, bei 30 Grad sogar zwei Drittel der Energie. Schließt Du die Waschmaschine an einen Warmwasseranschluss an, kannst du zusätzlich sparen.
  • Kühle mit Köpfchen: Stimme das Fassungsvermögen von Kühl- und Gefrierschrank auf deinen Bedarf ab. Größere Geräte verbrauchen grundsätzlich mehr Energie. Beim Öffnen strömt zudem mehr Luft hinein, die wieder abgekühlt werden muss. Achte außerdem auf den Standort. Kühl- und Gefrierschrank sollten nicht neben dem Herd, der Heizung oder in der Sonne stehen. Senkst du die Umgebungstemperatur nur um ein Grad, kannst du bis zu acht Prozent Energie sparen.
  • Spare beim Kochen und Backen: Auch durch die bewusste Zubereitung von Lebensmitteln kannst du mehr Nachhaltigkeit beim Wohnen erreichen. Beim Kochen und Backen gilt es vor allem, die Energieverluste an die Umgebung so gering wie möglich zu halten. Energetisch schneiden Gaskochfelder am besten ab, gefolgt von Induktionskochfeldern. Um nicht unnötig Energie zu verbrauchen, solltest du auf gut schließbare Topfdeckel achten und die Topfgröße an die Größe der Kochplatte anpassen. Das Vorheizen von Backöfen ist übrigens meist nicht notwendig. Wähle lieber den „Kaltstart“ und nutze die Umluftfunktion, um bis zu 20 Prozent an Energie zu sparen.

3. Richtig heizen, kühlen und lüften

Auch richtiges Lüften, Heizen und Kühlen von Wohnräumen spielt beim nachhaltigen Wohnen eine Rolle. Zu kühle Räume sind unbehaglich und begünstigen in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit Schimmelbildung. Eine starke Erhitzung kostet viel Energie. Die idealen Raumtemperaturen unterscheiden sich nach Wohnbereich:

  • Badezimmer: 22 bis 24 °C
  • Wohnzimmer: 20 bis 22 °C
  • Schlafzimmer: 16 bis 18 °C
  • Küche: 18 bis 20 °C

Heizungsthermostat

Um beim Heizen Energie zu sparen, solltest du die Heizkörper nach dem Sommer entlüften. Denn die in ihnen angesammelte Luft erschwert das Heizen. Statt das Thermostat nach der Arbeit voll aufzudrehen, solltest du konstant aber niedrig heizen. Achte außerdem darauf, die Heizkörper nicht zu bedecken. Um verbrauchte und feuchte Luft auszutauschen, ist Stoßlüften am besten. Am effektivsten ist es, wenn du das Thermostat schließt und für Durchzug sorgst. Kippst du das Fenster nur, dauert der Luftaustausch wesentlich länger.

4. Nachhaltig bauen, renovieren und sanieren

Ein energieeffizientes Haus schont die Umwelt und spart Energiekosten. Entsprechend lohnt es sich, beim Neubau, einer Renovierung oder Sanierung Maßnahmen zu ergreifen. Durch eine effiziente Isolierung des Daches sowie durch neue Türen und Fenster lässt sich der Wärmebedarf eines Hauses deutlich senken.

Gebäudeenergie

Eine Heizungsmodernisierung wirkt sich in vielen Fällen positiv auf die Klimabilanz des Hauses aus. Setzt du dabei auf erneuerbare Energien, kannst du sogar vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschüsse beantragen. Viele Städte fördern den Umstieg von Öl- oder Kohleheizung auf umweltfreundliche Technologien. Möchtest du nachhaltig wohnen und dafür die Kraft der Sonne nutzen, um selbst Wärmeenergie oder Strom zu erzeugen, ist die Installation einer Photovoltaik- oder Solarthermieanlage ein guter Beitrag.

5. Upcycling bevorzugen

Warum Gegenstände sofort entsorgen, wenn man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann? Kaputte Wohnutensilien lassen sich meist durch kleinere Eingriffe wieder langlebig machen. Vielleicht kommen sie sogar im Rahmen eines Do-It-Yourself-Projekts anderweitig zum Einsatz? Falls mal ein neues Design hermuss, können bestehende Wohnungsgegenstände ebenfalls durch Upcycling wiederverwertet und zu selbstgemachten Unikaten verwandelt werden. Verschönern statt wegwerfen lautet hier die Devise.

6. Smarte Hilfsmittel nutzen

In einem Smart Home sind Geräte und Installationen eines Hauses miteinander verknüpft und werden zentral über eine Software gesteuert. Bestimmte Vorgänge laufen automatisch ab oder lassen sich über das Internet per App aus der Ferne steuern. Möglicher Anwendungsfall: Bei geöffnetem Fenster schalten sich die Heizkörper automatisch ab. Oder auch: Diverse Haushaltselektrogeräte können miteinander interagieren und stimmen ihren Energieverbrauch aufeinander ab.

Smart Home Gadget

Voraussetzung für einen effizienten Einsatz solcher Systeme sind allerdings geringe Standby-Verluste und ein Rechner mit geringem Stromverbrauch. Beim Smart Metering wird der Energieverbrauch eines Hauses dokumentiert und kann jederzeit abgelesen werden. So hast du deinen Stromverbrauch immer im Blick.

7. Erneuerbare Energien wählen

Entscheide dich für erneuerbare Energien, um nachhaltig zu wohnen und ein Teil der Energiewende zu werden. EnBW ist dabei dein zuverlässiger Partner. Bei unseren Ökostrom-Tarifen setzen wir auf CO2-freie und klimafreundliche Energiegewinnung. Die 80 Anlagen unseres Windparks Baltic 2 erzeugen beispielsweise jährlich bis zu 1,2 Milliarden Kilowattstunden Strom. Damit können im Jahr rund 340.000 Haushalte versorgt werden. Unterstützt werden die Windanlagen durch unsere Solaranlagen und Wasserkraftwerke. Die Fokussierung auf erneuerbare Energien zeigt sich auch am Strommix der EnBW: 2017 wurden knapp 56,2 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energieträgern produziert. Mit unseren Ökostromtarifen kannst du sogar 100% auf erneuerbare Energien setzen und somit einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Zum EnBW Öko-Strom

Falls du bereits EnBW-Kunde bist, kannst du deinen Stromvertrag ganz einfach mit der Öko-Option aufrüsten.

Zur Tarifoption Öko-Strom

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