10 Energiespar-Mythen im Fakten-Check

Es kursieren eine Vielzahl an Tipps zum Energiesparen. Doch bei genauerem Hinsehen identifizieren sich einige davon als unwahr. Wir durchleuchten für euch die populärsten Mythen rund ums Energiesparen.

„Nimm Energiesparlampen – da ist der Name Programm“, „Wasch mit der Hand ab, das ist umweltschonender“ oder „Ein leerer Kühlschrank verbraucht weniger Energie als ein voller“. Solche und ähnliche Ratschläge machen häufig die Runde. Doch wenn es darum geht, im Haushalt Energie zu sparen, zählen vor allem Fakten. Wir haben für euch einige der häufigsten Mythen auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft.

Mythos 1: Beim Strom spart man am meisten

Tatsächlich benötigt die Heizung mehr Energie als alle Elektrogeräte zusammen. Zwei Drittel der gesamten Energie, die ein Haushalt verbraucht, werden dafür genutzt, Räume zu erwärmen und das Wasser zum Duschen, Baden oder Händewaschen zu erhitzen. Wer richtig und schonend heizt, kann also viel Geld sparen.

Mythos 2: Wenn man aus dem Haus geht, dreht man die Heizung besser ganz ab

Aus dem Haus, Heizung aus – das spart nur bei gut isolierten Häusern und einem entsprechenden Heizsystem Energie ein. Bei schlechter Dämmung gilt aber: Ohne Heizung kühlt nicht nur der Raum aus, sondern auch die Gebäudehülle. Kehrt man dann zurück, muss die Heizung doppelte Arbeit leisten und sowohl die Raumluft als auch das angrenzende Mauerwerk auf Temperatur bringen . Das Heizen dauert länger und verbraucht mehr Energie. Sparsamer ist es in diesem Fall, das Thermostat etwas zurückzudrehen, sodass ein Niveau von 15 Grad Celsius gehalten wird. Das beugt auch Schimmelbildung vor. Wenn du in den Urlaub fährst, sollte deine Wohnung ebenfalls nicht kälter als 15 Grad Celsius sein.

Extra-Tipp: Spare Zeit, Raum und Geld beim Heizen mit Fernwärme von EnBW.

Mythos 3: Thermostat voll aufdrehen, dann wird es schneller wärmer

Viel hilft viel – aber nicht hier: Drehst du das Thermostat auf Stufe 5, wird der Heizkörper zwar heißer, aber sonderlich schneller heizt sich der Raum nicht auf. Stattdessen läuft der Heizkörper länger, weil die Zieltemperatur sehr hoch ist. Die Folge: Wenn du vergisst, das Thermostat wieder herunterzudrehen, überheizt du den Raum. Auf einer niedrigeren Stufe regelt der Fühler im Thermostat stattdessen die Heizung von allein herunter, sobald die Wohlfühltemperatur erreicht ist.

Mythos 4: Lampen an- und auszuschalten ist besser, als sie brennen zu lassen

Im Prinzip bietet die gesamte Beleuchtung deines Zuhauses ein enormes Einsparpotenzial: Ist die Lampe aus, verbraucht sie schließlich keinen Strom. Allerdings kann häufiges An- und Ausschalten die Lebensdauer der Lampe verkürzen; gerade bei günstigen Energiesparlampen und LED-Lampen kann das der Fall sein. Mit dem häufigen Neukauf von Lampen sparst du schließlich auch kein Geld. Achte daher beim Kauf darauf, dass die Lampen eine hohe Schaltfestigkeit haben. Und dass du das Licht vor allem dann ausschaltest, wenn du das Zimmer längere Zeit verlässt.

Mythos 5: Mit Energiesparlampen spart man am meisten

Im Vergleich zur herkömmlichen Glühbirne verbrauchen Energiesparlampen tatsächlich weniger Strom. Der technische Fortschritt ist jedoch noch nicht vollendet, sondern mit den LED-Lampen wurde längst eine noch sparsamere Alternative auf den Markt gebracht. Auch in puncto Lebensdauer und Leuchtqualität haben LED-Lampen ihre Vorgänger bei weitem überholt. Mittlerweile gibt es die LEDs in allen Farben und Preisstufen – und für Retro-Fans sogar im klassischen Glühbirnen-Design.

Mythos 6: Geschirr mit der Hand zu spülen ist nachhaltiger, als den Geschirrspüler zu benutzen

Wer von Hand abwäscht, verbraucht zwischen 40 und 60 Litern Wasser – viel Wasser, das aufwendig erhitzt werden muss. Die Benutzung der Spülmaschine spart dagegen Wasser und Energie ein. Ein moderner Geschirrspüler verbraucht nur etwa 6 bis 8 Liter Wasser pro Spülgang. Noch energiesparender wird es aber, wenn die Handhabung stimmt: Am effizientesten sind Spülmaschinen, wenn sie voll beladen sind. Bei leichter Verschmutzung reicht meist ein Spar- oder Kurzprogramm bei niedriger Temperatur aus. Und natürlich solltest du die Spülmaschine nicht im Stand-by-Betrieb lassen, sondern immer ganz ausschalten.

Mythos 7: Nur richtig heiß waschen macht richtig sauber

Was die Waschmaschine angeht, sorgen hohe Temperaturen nicht automatisch für sauberere Wäsche. Mittlerweile reichen 30 bis 40 Grad Waschtemperatur aus, moderne Waschmittel sind nämlich sehr effektiv geworden. Wenn du normal verschmutzte Wäsche bei 40 statt 60 Grad wäschst, sparst du etwa die Hälfte der Energie ein, bei 30 Grad sogar zwei Drittel. Hartnäckige Flecken können einfach vorbehandelt werden. Auf den Vorwaschgang kannst du ruhig verzichten. Mit modernen Waschmaschinen und Wäschetrocknern kannst du deinen Energieverbrauch grundsätzlich reduzieren.

Mythos 8: Man sollte den Backofen grundsätzlich vorheizen

Bei vielen Gerichten ist das Vorheizen nicht notwendig, eventuell bei Soufflés oder Blätterteiggebäck. Tiefkühlpizza, Aufläufe oder Kuchen vertragen dagegen den „Kaltstart“, die Zubereitung dauert dann nur etwas länger als auf der Packung angegeben. Um zu kontrollieren, ob das Gericht fertig ist, reicht in der Regel ein Blick durchs Fenster. Achtung: Je häufiger du die Tür öffnest, desto mehr Energie in Form von warmer Luft entweicht. Um noch mehr Strom zu sparen, stelle einfach den Backofen nach der angegebenen Zeit aus. Bei geschlossener Tür hält der Ofen die Temperatur noch eine Weile.

Extratipp: Nutze die Umluft-Funktion. Durch die niedrigere Gartemperatur gegenüber Ober- und Unterhitze sinkt der Energieverbrauch um 20 Prozent.

Mythos 9: Ein leerer Kühlschrank verbraucht weniger Energie als ein voller

Tatsächlich ist es genau andersherum. Denn entscheidend ist, wie oft und wie viel warme Luft in den Kühlschrank strömt und heruntergekühlt werden muss. Bei einem vollen Kühlschrank geht nur wenig Luft verloren, wenn du die Tür öffnest, bei einem halbleeren ist dagegen der Luftaustausch schon deutlich größer. Doch auch bei einem vollen Kühlschrank solltest du die Tür immer nur kurz und nicht zu häufig öffnen – ansonsten steigt der Energieverbrauch insgesamt wieder an.

Extra-Tipp: Wir haben noch weitere heiße Energiespar-Tipps für deine Küche gesammelt.

Mythos 10: EnBW hat nicht den passenden Strom- oder Gas-Tarif für mich

Überzeuge dich selbst davon, dass dieser Mythos nicht der Wahrheit entspricht und entdecke unsere große Auswahl an Strom- und Gas-Tarifen. Profitiere außerdem vom unserem bewährten und vielfach ausgezeichneten EnBW Serviceleistungen.

Gemeinsam mit unseren Energiespartipps und attraktiven Tarifen kannst du das Energiesparpotenzial in deinen eigenen vier Wänden voll ausschöpfen.

Entdecke unsere fairen Strom-Tarife mit unserem Tarifrechner:

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Welche Energiespar-Mythen gibt es noch – und stimmen diese auch? Teil uns deine Erfahrung mit und schreib es in die Kommentare! Wir sind gespannt auf dein Wissen.

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  1. Kommentar von Luitgard Wassmer am 26. April 2019

    Ich habe noch Nachtspeicheröfen, wie sieht es aus mit Infrarot Heizung, oder anderen Alternativen?

    • Kommentar von Filiz Baysal am 29. April 2019

      Hallo Frau Wassmer,

      vielen Dank für Ihre Nachricht. Eine Auflistung möglicher alternativer Heizungsmodernisierungsmaßnahmen finden Sie hier.
      Wir hoffen, Ihr Anliegen beantwortet zu haben. Ansonsten bitten wir um eine Rückmeldung mit einer Konkretisierung Ihrer Anfrage.

      Liebe Grüße, Ihr EnBW Blog-Team

  2. Kommentar von Andreas Bals am 13. April 2019

    Klasse die spar Tipps von ENBW.
    Werde es aus propieren kaufe Montag LED Birnen.
    Dankeschön

  3. Kommentar von Wilfried Busch am 12. April 2019

    Energie kann keiner erneuern , sondern umwandeln, oder ENERGIETRÄGER wachsen lassen.