Förderung für Photovoltaikanlagen

Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage mit Speicher sieht erst einmal nach einer riesigen Investition aus. Wer also einen Kauf ernsthaft in Erwägung zieht, sollte über die unterschiedlichen Förderprogramme Bescheid wissen.

Selbst produzierter Strom durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach gewinnt seit einiger Zeit an Attraktivität und wird immer häufiger genutzt. Doch vielen Hausbesitzern erscheinen die  Kosten für die Errichtung und den Aufbau einer solchen Anlage zu hoch. Was viele nicht wissen: es gibt unterschiedlichste Förderprogramme von verschiedenen Anbietern. Diese unterstützen z. B. durch spezielle Kredite oder Zuschüsse den Kauf. Heute zeigen wir dir einen Auszug der Förderprogramme, die in Baden-Württemberg für Privatpersonen angeboten werden.

Förderprogramme für Photovoltaikanlagen

 

Förderung durch die KfW

1. Das Förderprodukt „Erneuerbare Energien – Standard (270)“

Was wird gefördert?

Durch dieses Förderprodukt werden die Errichtung, die Erweiterung und der Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien gefördert. Dazu zählen auch Photovoltaikanlagen auf Dächern an Fassaden oder auf Freiflächen.

Ist eine Kombination von Förderprogrammen möglich?

Ja, sofern die anderen Förderprogramme keine Beihilfe enthalten, ist dies möglich.

Wie wird gefördert?

Hier können bis zu 100 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten finanziert werden. Bei schlüsselfertigen Anlagen ist sogar der komplette Nettokaufpreis förderfähig. Und auch die Mehrwertsteuer kann mitfinanziert werden – es sei denn, die Berechtigung Vorsteuerabzug liegt vor. Pro Vorhaben liegt der Höchstbetrag des Kredits bei 50 Mio. Euro.

Die Höhe der Zinssätze findet man auf der Konditionsübersicht der KfW.

Welche Laufzeitvarianten stehen zur Verfügung?

Die Mindestlaufzeit beträgt zwei Jahre. Dabei stehen dir folgende Varianten zur Verfügung:

  • Bis zu 5 Jahre bei höchstens 1 tilgungsfreien Anlaufjahr
  • Bis zu 10 Jahre bei höchstens 2 tilgungsfreien Anlaufjahren
  • Bis zu 15 Jahre bei höchstens 3 tilgungsfreien Anlaufjahren
  • Bis zu 30 Jahre bei höchstens 3 tilgungsfreien Anlaufjahren

 

2. Das Förderprodukt „Erneuerbare Energien – Speicher (275)“

Was wird gefördert?

Das Programm bietet einen Tilgungszuschuss zur Investition für das Batteriespeichersystem. Die Photovoltaikanlage wird nicht gefördert, kann jedoch in das Darlehen als Gesamtinvestition (Photovoltaik und Batteriespeicher) aufgenommen und beantragt werden.

Ist eine Kombination von Förderprogrammen möglich?

Nein, die Kombination einer Finanzierung mit Tilgungszuschuss zum Batteriespeichersystem aus dem KfW-Programm „Erneuerbare Energien – Speicher (275)“ mit anderen KfW-Programmen ist nicht möglich.

Wie wird gefördert?

Es können bis zu 100 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten finanziert werden. Und auch hier kann die Mehrwertsteuer mitfinanziert werden – es sei denn, die Berechtigung Vorsteuerabzug liegt vor.

Die Höhe der Zinssätze kann man der Konditionsübersicht entnehmen.

Welche Laufzeitvarianten stehen zur Verfügung?

Die Mindestlaufzeit beträgt zwei Jahre. Dabei stehen dir folgende Varianten zur Verfügung:

  • Bis zu 5 Jahre bei höchstens 1 tilgungsfreien Anlaufjahr
  • Bis zu 10 Jahre bei höchstens 2 tilgungsfreien Anlaufjahren
  • Bis zu 30 Jahre bei höchstens 3 tilgungsfreien Anlaufjahren bei Investitionsvorhaben, bei denen die technische und wirtschaftliche Lebensdauer der mitfinanzierten Investitionsgüter mehr als 10 Jahre beträgt

 

Wo gibt es weitere Informationen?

Detaillierte Informationen sowie die aktuellsten Konditionen zu den Förderprodukten der KfW erhältst du hier:

KfW-Infocenter: 0800 5399001 (kostenfrei), E-Mail: infocenter@kfw.de oder unter www.kfw.de.

Bauherren wählen Fördermittel aus

 

Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung

Was wird gefördert?

Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz regelt die Vergütung, die du als Besitzer einer Photovoltaikanlage erhältst, wenn du deinen überschüssigen Strom ins Netz einspeist.

Wie wird gefördert?

Da du den Strom aus deiner netzgekoppelten Anlage verkaufst, wirst du zum „Unternehmer“ und das Finanzamt stattet dir normalerweise die Mehrwehrsteuer zurück. Dazu musst du die Einspeisevergütung als Einkünfte angeben. Zudem erhältst du für jedes eingespeiste kWh einen bestimmten Vergütungssatz:

Vergütungssätze bei Inbetriebnahme ab August 2017 bis Januar 2018:

Inbetriebnahme Dachanlagen
bis 10 kWp
(Ct / kWh)
Dachanlagen
über 10 kWp
bis 40 kWp
(Ct / kWh)
Dachanlagen
über 40 kWp
bis 100 kWp
(Ct / kWh)
Ab 1.08.2017

31.12.2017
12,20 11,87 10,61
Ab 1.01.2018 12,20 11,87 10,61

 

Wo gibt es weitere Informationen?

Die aktuellsten Vergütungssätze findest du auf www.bundesnetzagentur.de Weitere Informationen zum EEG findest du beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Oder, du stöberst einfach selbst mal im Internet.

Förderung durch die Bausparkasse Schwäbisch Hall

Der „Fuchs Solar 20“

Was wird gefördert?

Der „Fuchs Solar 20“ kann für die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage in Anspruch genommen werden. Die Anlage muss dabei an das Stromnetz gekoppelt sein, sodass vom Netzbetreiber eine Einspeisevergütung gezahlt wird.

Wie wird gefördert?

Einerseits vereinbarst du einen Vorfinanzierungskredit mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Andererseits schließt du einen Bausparvertrag ab. Mit diesem wird dann letztendlich der Vorfinanzierungskredit abgelöst und anschließend das Bauspardarlehen getilgt. Durch die Erlöse aus der Einspeisevergütung kann der Kredit finanziert werden. So soll für dich immer etwas Überschuss entstehen.

Welche Laufzeitvarianten stehen zur Verfügung?

Hier steht dir nur eine Laufzeitoption zur Verfügung:

  • 13 Jahre Vorfinanzierungskredit + 8 bis 9 Jahre Bausparvertrag

Wo gibt es weitere Informationen?

Weitere Informationen findest du auf www.schwaebisch-hall.de

Förderung durch die GLS Bank

Der Photovoltaik-Kredit

Was wird gefördert?

Dieser Kredit kann für die Installation einer Photovoltaikanlage auf deinem eigenen oder auf gemieteten Dächern genutzt werden.

Wie wird gefördert?

Für die Anschaffung einer Anlage gewährt dir die GLS Bank Kreditsummen zwischen 10.000 Euro und 100.000 Euro. Auch die Zwischenfinanzierung der Mehrwertsteuer ist hier möglich.

Welche Laufzeitvarianten stehen zur Verfügung?

Hier steht dir ein breites Spektrum an Laufzeitvarianten zur Verfügung:

  • zwischen 5 und 20 Jahre

Wo gibt es weitere Informationen?

Weitere Informationen findest du auf www.gls.de

Förderung durch Städte und Gemeinden

Auch einzelne Städten und Gemeinden Baden-Württemberg fördern die Anschaffung einer Photovoltaikanlage. Beispielsweise:

Stadt Waiblingen

Die Stadtwerke Waiblingen gewähren ebenfalls für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung ab 1 kWp Zuschüsse. Bei einer Anlage bis 5 kWp erhältst du 750 Euro pro kWp, ab 5 kWp 500 Euro pro kWp. Der Höchstbetrag pro Anlage liegt bei 5.000 Euro.

Gemeinde Dußlingen

Die Gemeinde Dußlingen unterstützt seine Bürger durch einen Zuschuss von 2.500 Euro beim Einbau einer Photovoltaikanlage auf einem Einfamilien-, Zweifamilien-, Mehrfamilien- und Reihenhaus sowie auf einer Doppelhaushälfte.  Dies waren nur einige Beispiele für die Förderung durch Städte und Gemeinde. Weitere Informationen hierzu findest du bei deiner Gemeindeverwaltung oder im Internet.

Mensch wirft ein Geldstück in das Sparschwein.

 

Wann rechnet sich eine Photovoltaikanlage?

Auch die EnBW bietet in Zusammenarbeit mit Ihrer 100%igen Tochtergesellschaft SENEC clevere Home-Speicherlösungen an. Damit kannst du deinen eigenen günstigen Solarstrom produzieren und speichern. Außerdem kannst du durch die Cloud-Lösung deinen Strom nicht nur jederzeit, sondern fast überall nutzen. Wir informieren dich gerne in einem unverbindlichen Beratungstermin zu deiner individuell passenden Solarlösung.

Zu EnBW solar+

Wir hoffen, dass wir dir einen kleinen Überblick über einige Förderprogramme verschaffen konnten – und du vielleicht den Kauf einer Photovoltaikanlage in Erwägung ziehst.

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