E-Autos 2020: Da ist für jeden was dabei

Im Jahr 2020 kannst du dich auf viele neue Elektroflitzer freuen. So gut wie jeder Automobilhersteller setzt ab diesem Jahr auf Elektromobilität und hat wenigstens ein Modell im Angebot. Wir haben uns zehn neue E-Autos herausgepickt, die wir dir kurz präsentieren.

Die E-Mobilität ist weiter auf dem Vormarsch, und dafür gibt es mehrere Gründe. Unter anderem sicher der Aspekt, dass Elektromobilität einen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Werte gerade in Städten leisten kann. Außerdem kommt aktuell mehr Bewegung in die E-Mobilität, weil die CO2-Flottengrenzwerte der EU langsam verbindlich werden. Ab dem Jahr 2021 drohen Strafzahlungen, wenn der aktuelle Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer nicht eingehalten wird: So viel dürfen die neu zugelassenen Fahrzeuge eines Herstellers im Durchschnitt an CO2 produzieren. Entsprechend muss der Anteil an Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten steigen, damit dieser Wert eingehalten werden kann.


Das erwartet dich hier

Wer nun auf die Elektro-Welle aufspringen will, hat ab 2020 also eine größere Auswahl als je zuvor, kann aus attraktiven Modellen wählen und so noch die Förderung der Bundesregierung für E-Autos abstauben.

VW ID.3

Volkswagen selbst bezeichnet ihn schon jetzt als Golf der E-Generation und auch wir müssen sagen: Der ID.3 sieht sehr vielversprechend aus. Er basiert auf einem modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB), den VW zukünftig bei weiteren Fahrzeugen verwenden will. Und auch andere Hersteller wollen diese MEB-Plattform nutzen. So auch Audi mit dem Q4 e-tron, der 2021 vom Band rollen soll.

Bei VW sind bereits weitere Fahrzeuge der ID.-Familie in Planung, unter anderem der ID.Buzz, ein elektrischer Bulli, sowie der ID.Crozz, ein Elektro Crossover. Der kleine, schnittige ID.3 macht nun erst einmal den Anfang und fällt uns nicht nur mit seiner Optik auf. Für rund 40.000 Euro soll der Kleinwagen erhältlich sein und eine Reichweite von 420 Kilometern bieten. Später gibt es noch eine günstigere und eine teurere Variante, mit 330 beziehungsweise 500 Kilometern Reichweite.

 

Der ID.3 hat Vieles, was ihn zu einem neuen Liebling machen könnte – inklusive spritziger Farbe. (© Volkswagen AG)

e.GO Life

Der e.GO Life ist noch eine Nummer kompakter und macht damit eher einem Smart Konkurrenz. Hinter diesem E-Auto steckt mit der e.GO Mobile AG ein noch junges Unternehmen, das den kleinen Viersitzer eigentlich schon längst auf der Straße haben wollte. Aber ebenso wie zuletzt bei Sono Motors und dem Sion kommt es bei den kleinen Herstellern aus verschiedenen Gründen immer mal wieder zu Verzögerungen. Beim e.GO Life waren es unter anderem verzögerte Straßenfreigaben, die schlussendlich auch eine Preiserhöhung notwendig machten. Mit nun 17.900 Euro für die Basisversion ist der Flitzer jedoch immer noch günstig.

Das E-Auto mit einer Reichweite von 145 Kilometern eignet sich vor allem für den Stadt- und Pendelverkehr. Auch Pflegedienste oder Kuriere könnten auf den kleinen, platzsparenden e.GO Life umsteigen.

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Opel Corsa-e

Deutlich weiter als mit dem e.GO kommen Fahrer des Opel Corsa-e: 330 Kilometer schafft der elektrische Kleinwagen laut Herstellerangabe. Ab Anfang 2020 soll der E-Opel ausgeliefert werden und ab 29.900 Euro kosten. Dafür erhältst du einen kompakten Wagen, der im Fond trotzdem viel Beinfreiheit bietet. Der Grund dafür: Opel hat die Batteriemodule platzsparend im Fahrzeug verteilt.

Bei Opel wurde bei der Produktion mitgedacht: Der Opel Corsa-e wird im gleichen Werk und auf dem gleichen Band produziert wie seine Brüder mit Verbrennungsmotoren. Dadurch können je nach Bedarf mal mehr, mal weniger Elektro-Versionen produziert werden.

Der Opel Corsa ist als Elektrovariante kaum wiederzuerkennen und kommt frisch und frech zugleich daher. (© Opel Automobile GmbH)

Peugeot e-208

Der Peugeot e-208 basiert auf der gleichen Plattform wie der Corsa-e. Schließlich gehört Opel seit 2017 zum PSA-Konzern, wie unter anderem auch Peugeot. Dennoch unterscheiden sich die beiden Kleinwagen optisch stark voneinander. Der Peugeot ist noch sportlicher unterwegs und mit einigen auffälligen Details versehen, wie den nach unten gezogenen Frontleuchten. Auch der Innenraum des e-208 kann mal als hochwertig beschreiben.

Der Peugeot soll dich zudem bis zu 340 Kilometer mit Elektroantrieb voranbringen. Dafür kostet er auch ein klein wenig mehr als der Opel Corsa e: Der Preis startet bei 30.450 Euro. Und noch eine Besonderheit weist der Peugeot e-208 auf: Eine Wärmepumpe unterstützt die Heizung und hilft so dabei, trotz kuscheliger Sitzheizung Strom zu sparen.

Der Peugeot e-208 hat innere und äußere Werte: Der Kleinwagen kommt außen sportlich daher und besticht innen auch mit Technik. (© Peugeot Kommunikation)

DS 3 Crossback E-Tense

Und noch ein Mitglied des PSA-Konzerns bereichert den Markt mit einem neuen E-Auto: der DS. Etwas bulliger, aber doch edel kommt das Mini-SUV DS 3 Crossback E-Tense daher. Wer bereit ist, mindestens 38.390 Euro in die Hand zu nehmen, bekommt einen Wagen mit Elektromotor mit 136 PS und einem Akku, der Strom für etwa 300 Kilometer Reichweite speichert.

Der DS 3 Crossback E-Tense ist ein Vertreter der derzeit sehr beliebten Sport Utility Vehicles. Er wirkt robust, im Innenraum ist das Platzangebot jedoch nicht so groß, wie man von außen erwarten könnte. Aufgrund der Ausstattung und des recht umfangreichen Basis-Pakets, unter anderem mit Spurassistent, wirkt der Preis für den Elektro-SUV fair.

Der DS 3 Crossback E-Tense möchte Premiumkunden ansprechen: Der Style des Innenraums passt dazu. (© DS Automobiles Kommunikation)

Polestar 2

Hinter Polestar verbirgt sich eine Tochter von Volvo, die eine sportlich-elegante Fließheck-Limousine als Konkurrenz zum Tesla Model 3 auf den Markt bringt. Die erste Version kostet dann auch sportliche 57.900 Euro. Allerdings soll der Preis später fallen. Die Eckdaten des Polestar 2: Eine Reichweite von 500 Kilometern sowie 408 PS und jeweils einem Elektromotor an Hinter- und Vorderachse. Und dieses E-Auto kann nicht nur seine Passagiere von A nach B transportieren: Mit einer Zugkraft von 1.500 Kilogramm kannst du so einiges an die Anhängerkupplung spannen. Damit ist der Polestar 2 beispielsweise für Besitzer eines Wohnmobil-Anhängers interessant.

Porsche Taycan

Noch einen Zacken sportlicher – und deutlich teurer – geht es mit dem Porsche Taycan weiter. Dass sich Elektromobilität und hohe Geschwindigkeiten nämlich nicht ausschließen müssen, beweist der Taycan. Bis zu 761 PS sind im Taycan Turbo S verbaut, und mit einem zusätzlichen Boost zieht er sogar noch mehr. 100 Stundenkilometer erreicht der Turbo S so in 2,8 Sekunden; erst bei 260 km/h ist dann abgeregelt.

Selbstredend hält der Akku nicht sehr lange, wenn man im Renntempo unterwegs ist. Aber bei normalem Straßenverkehr schafft es der mit 105.607 Euro Einstiegspreis „günstigste“ Porsche Taycan 4S bis zu 407 Kilometer (Herstellerangabe) weit.

Für alle drei Modelle gilt: Wenn der Akku leer ist, kann der Taycan dank einer neuen 800-Volt-Technik an der entsprechenden Ladestation innerhalb von nur fünf Minuten wieder 100 Kilometer Reichweite nachladen.

Ein Porsche ohne Endrohre: Ein Anblick, an den sich manche erst gewöhnen müssen. Der Taycan bleibt jedoch gewohnt sportlich. (© Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG)

Honda e

Ein weiterer Kleinwagen erscheint 2020 mit dem Honda e. Dennoch unterscheidet er sich mit seinem markanten Design stark von den anderen E-Flitzern. Mit den runden Scheinwerfern und der gesamten Form sieht der Honda e sehr retro aus. Und noch eine Besonderheit bestimmt sein Äußeres: Er hat keine Außenspiegel, sondern kleine Kameras. Ab 33.850 Euro ist das E-Auto mit den außergewöhnlichen Details zu haben und bringt dich laut Herstellerangabe 220 Kilometer weit.

Seat Mii electric

Mit dem Seat Mii electric gesellt sich ein sehr beliebter City-Flitzer zu den neuen E-Autos. Der Mii electric ist fast identisch zum VW e-Up und dem Skoda Citigo e IV, zumindest im Hinblick auf die Basis. Was Optik und Ausstattung angeht, gibt es aber durchaus Unterschiede. Mit 20.650 Euro ist der Seat Mii electric recht günstig und mit 260 Kilometern Reichweite genügt er im Alltag den meisten Ansprüchen sicherlich. Laut Hersteller schafft es der Mii electric im Stadtverkehr sogar bis zu 358 Kilometer weit.

Der kleine Seat Mii electric ist wendig und klein und damit was für den Stadtverkehr und enge Parklücken. (© SEAT)

Fiat 500 Electric

Der Fiat 500 Electric wird nicht der erste elektrische Fiat 500 überhaupt sein. Bereits seit einigen Jahren gibt es nämlich den Fiat 500e in Kalifornien, weil die dortigen Autobauer verpflichtet sind, emissionsfreie Fahrzeuge anzubieten. Der neue Fiat 500 Electric soll 2020 erscheinen, allerdings weiß man noch nicht viel vom neuen E-Auto. Optisch dürfte er der 500er-Linie treu bleiben. Preislich kann man vermutlich mit etwas unter 30.000 Euro rechnen. Ein schönes Detail ist jedoch bereits bekannt: Es soll die Möglichkeit geben, nachträglich weitere Akkupakete zu kaufen und in den Unterboden einbauen zu lassen, um die Reichweite zu erhöhen.

Offizielle Bilder vom neuen Fiat 500 Electric gibt es noch nicht – bei „auto motor sport“ kannst du dir jedoch einige Bilder vom Erlkönig ansehen.

Die Knutschkugel, wie wir sie kennen und lieben: hier als Fiat 500 Hybrid. (© FCA Germany AG)

Neue E-Autos: Kleinwagen dominieren

Bei einem Blick auf die Liste an neuen E-Autos in 2020 fällt auf: Der Kleinwagen sticht hervor. Das ist zum einen eine nette Abwechslung nach der großen SUV-Welle und zum anderen logisch: Denn bei einem E-Auto zählt jedes Gramm, und große schwere Autos verbrauchen mehr Strom. Wenn E-Autos also sowohl günstig sein als auch eine möglichst große Reichweite haben sollen, dann müssen sie wohl eher kleiner als größer werden.

Dennoch schließt diese augenscheinliche Entwicklung mehrköpfige Familien nicht aus. Ein paar große Modelle sind ebenfalls für 2020 angekündigt oder bereits verfügbar, zum Beispiel der Van Mercedes EQV oder der bereits erwähnte ID.Buzz von VW, sowie das Tesla Model Y. Den Siebensitzer dürfte sich aufgrund der hohen Anschaffungskosten von 60.000 Euro aufwärts jedoch nicht jeder leisten können.

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