Leichter machen, 13.03.2017

In Reih und Glied: Wege aus dem Kabelsalat

Wer ein umfassendes Entertainment- oder Bürosystem möchte, lebt meistens mit Kabelsalat. Mit nur wenig Aufwand und ein paar kleinen Gadgets könnt ihr euch aber endgültig vom Kabelchaos verabschieden.

Ein vernetztes Haus bietet viele Vorteile: Musikanlagen, Fernsehsets und Spielekonsolen bieten zahlreiche Möglichkeiten der Unterhaltung. Ein gut ausgestatteter Arbeitsbereich ermöglicht es uns außerdem, sofern der Chef einverstanden ist, mal daheimzubleiben und vom Home Office aus zu arbeiten. Jedoch gibt es auch einen Haken: Mehr Technik bringt meist auch ein Kabelchaos mit sich. So verliert man schnell den Überblick, welche Geräte eigentlich noch angesteckt sind und im Standby Strom verbrauchen. Außerdem sieht so ein Kabelsalat einfach unschön aus. Wir haben deshalb für euch ein paar Gadgets und Tipps gesammelt, wie ihr dieses Problem in den Griff bekommt und dem Kabelsalat ein für alle Mal ein Ende setzt.

 

Die Klassiker

Diese kleinen Helferlein sind preiswert und können dabei helfen, das alltägliche Kabelchaos zu reduzieren:

Kabelbinder: Die einfachste und billigste Lösung gibt es bereits für unter einem Euro direkt im Baumarkt zu kaufen. Mit Kabelbindern lassen sich mehrere Kabel zu einem Strang zusammenschnüren. Die Kabel verschwinden dadurch zwar nicht, aber sie sehen zumindest einiges ordentlicher aus. Kabelbinder sind in allen denkbaren Größen und Farben erhältlich.

Kabelschellen: Diese ermöglichen eine Wandmontage, in dem sie das Kabel umklammern und mit einem Nagel an der Wand befestigen. So kann die Leitung auch etwa um einen Türrahmen herum oder am Boden entlang verlegt werden. Wichtig ist dabei, dass eine ausreichende Anzahl an Kabelschellen vorhanden ist. Im Baumarkt bekommt man 100 Stück ab 7,29 €.

Mehrere Kabel in einem KabelschlauchKabelschläuche/Kabelkanäle: Kabelschläuche verstecken mehrere Kabel komplett in ihrem Inneren. Aus vielen Kabeln wird quasi ein großes, das sich einfacher und ordentlicher über lange Distanzen verlegen lässt. Nach dem selben Prinzip funktionieren auch Kabelkanäle, mit dem Unterschied, dass diese nicht flexibel sind und mehr einem Rohr ähneln. Je nach Länge sind Umfang sind beide für wenige Euro erhältlich.

Sockelleisten: Mit Sockelleisten könnt ihr ein Kabel theoretisch durch die komplette Wohnung verlegen. Der Trick ist dabei, dass das Kabel unten an der Wand hinter der Sockelleiste versteckt wird. Damit kann man beispielsweise einen Router in der Mitte der Wohnung positionieren, obwohl sich der Anschluss in einer entfernten Zimmerecke befindet. Je nach Material reichen die Preise für 2400mm ungefähr von 6,99 € bis 25,99 €.

Kabelboxen: In Kabelboxen lassen sich mehrere Kabel und sogar ganze Steckerleisten verstecken. Alles verschwindet in einer kleinen Kiste, die vorne und hinten Aussparungen für Ein- und Ausgänge hat. Diese Box kann man auch entweder in einem Schrank verstecken oder auch als dekoratives Element im Raum einsetzen. Je nach Material, Form und Farbe erhaltet ihr diese unter anderem bei Amazon ab 9,99 € . Oder ihr bastelt eure Kabelbox einfach selbst. Zahlreiche kreative Ideen findet man bei Pinterest unter dem Stichwort „Kabelbox DIY“.

Foldback-Klammer: Für unseren Laptop brauchen wir  regelmäßig verschiedene Kabel griffbereit – Netzteil, Drucker, Bildschirm und Co. Um alles schnell zur Hand zu haben sind Foldback-Klammern für Dokumente ideale Helfer. Einfach an die Tischkante heften und in den silbernen Ösen die Kabel einhängen.

 

Die Kreativen

Mit ein wenig Fantasie müssen sich Kabel nicht verstecken, sondern können stattdessen zur Dekoration eingesetzt werden. Hier ein paar Beispiele:

Dekorative Kabelschellen: Im Internet sind Kabelschellen erhältlich, die etwa die Formen von Blättern nachstellen. So kann man aus einem Kabel schnell eine Kletterpflanze machen, die im Wohnzimmer die Wand entlang wächst. Alternativ kann man Kabel auch mit Washi Tape befestigen. Diese kann man vorab in Blattform zuschneiden. Kabel an einer Wand zu den Umrissen einer Großstadt-Skyline geformt.

Kabel formen: Mithilfe von Kabelschellen und genug überschüssigem Kabel kann man an seiner Wand auch Umrisse formen, z.B. eine Großstadt-Skyline. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Kleines Helferlein: Ein Legomännchen auf dem Schreibtisch ist nicht nur nette Gesellschaft, sondern gibt dem Ladekabel einen Platz, wenn es nicht gerade im Laptop oder Smartphone steckt. Einfach auf dem Schreibtisch befestigen und dem kleinen Freund das Kabel in die Hand drücken.

 

Die Alternative

Smartphone liegt auf Lampenfuß mit integrierter Ladefunktion.

Quelle: IKEA

Wer komplett auf Kabel verzichten möchte, dem bleibt nichts anderes, als auf Wireless umzusteigen. Das ist heutzutage gar nicht so schwierig: Mithilfe von WLAN und Bluetooth lassen sich Audio und Video ganz unkompliziert auf das nächste Empfängergerät streamen. Bei alten, „dummen“ Fernsehern helfen dabei z.B. der Chromecast von Google oder der Amazon Fire TV Stick. Auch die meisten Drucker unterstützen heute drahtlose Druck- und Scanfunktion via WLAN. Viele Smartphones sind mittlerweile außerdem mit kabellosem Aufladen über QI ausgestattet. Dabei wird zwar noch eine Ladefläche benötigt, aber Hersteller wie z.B. IKEA® bieten auch Schreibtischlampen mit integrierter Smartphone-Ladefläche an. Der Trend bewegt sich also eindeutig Richtung Wireless.

 

Habt ihr noch andere Tipps, die den Kabelsalat im Haushalt entgegenwirken? Wir freuen uns auf eure Ideen in den Kommentaren!