Reichweitenangst

Die Reichweitenangst bei einem E-Auto ist ausgeprägt und ein Grund, warum viele noch einen Bogen um den Antrieb machen. Dabei ist die Angst oft unbegründet.

Die Reichweitenangst bei einem E-Auto ist ausgeprägt und ein Grund, warum viele noch einen Bogen um den Antrieb machen – genau sind es 69 Prozent, so das Automobilbarometer 2019 von Consors Finanz. Dabei ist die Angst oft unbegründet.

Die Deutschen fahren selten so viel am Tag, dass eine E-Auto-Batterie leer würde, die meisten nutzen den Wagen für rund 43 Kilometer. Diese Distanz schaffen alle E-Autos spielend – selbst im Winter, wenn die Akkuleistung leidet.

Aber vielleicht brauchen wir in Zukunft gar nicht die Autos mit den großen Batterien, die uns die Reichweitenangst nehmen. Vielleicht ist eine bessere, flächendeckende Lade-Infrastruktur die Lösung. Daran wird kräftig gearbeitet: Das Verkehrsministerium fördert bis Ende 2020 den Aufbau von etwa 15.000 öffentlichen Ladestationen in Städten und an Autobahnen mit insgesamt 300 Millionen Euro. Davon sind 100 Millionen für Normalladung vorgesehen. Rund 200 Millionen fließen in die Schnellladung, die bei vielen E-Autos in 30 Minuten 80 Prozent der Reichweite liefert – künftig sogar in 15 Minuten. Im nächsten Schritt sollen laut Staat bis 2030 sogar rund eine Million Ladestationen stehen. Experten schätzen, dass 350.000 Anlagen schon reichen. Das genügt, um zehn Millionen E-Autos zu versorgen. Die Reichweitenangst spielt dann keine Rolle mehr, weil fast an jeder Ecke ein Ladepunkt ist.

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