Mobilität machen, 28.08.2017

Mit dem Elektroauto auf Probefahrt

Das Fahren mit dem Elektroauto wird nach wie vor von vielen Autofahrern skeptisch gesehen. Viele fragen sich: Wie weit komme ich, wo kann ich mein Elektrofahrzeug aufladen, was kostet es? Deshalb haben wir Familie Holzwarth sechs Tage mit einem E-Auto auf Tour geschickt.

Ob am Bodensee, in Bayern oder in der Region Stuttgart: Bei einer Tour mit einem Elektroauto wollten wir die Alltagstauglichkeit von Elektromobilität testen – und das auch außerhalb von großen Städten. Deshalb haben wir EnBW-Kunden im Juni  aufgefordert, sich für die Tour zu bewerben. Gewonnen hat Familie Holzwarth aus Waghäusel. Wir waren selbst gespannt, wie die Reaktionen unserer Kunden ausfallen würden.

Familie Holzwarth testet ein Elektroauto und erlebt Elektromobilität hautnah

Für Papa Manfred Holzwarth und die beiden Töchter Ines und Lisa ging es Anfang August fünf Tage lang mit einem Hyundai IONIQ Elektro auf große Probefahrt quer durch Baden-Württemberg und Bayern. Dabei haben sie rund 1.500 Kilometer zurückgelegt.Mit dem Elektroauto Hyundai IONIQ geht es dann auf Probefahrt.

Elektroautos im Alltags-Check

„Wir sind begeistert“, fasst Manfred Holzwarth (61) die Erfahrungen zusammen, die er mit seinen Töchtern Lisa (26) und Ines (16) beim E-Mobilitäts-Check gesammelt hat. Eine Woche lang sind sie mit einem Elektroauto unterwegs gewesen und haben dessen Alltagstauglichkeit in der Stadt und über Land erprobt. „Es war einfacher als gedacht, aber nicht ganz ohne Tücken“, berichtet Lisa Holzwarth, die gut die Hälfte der rund 1.500 Kilometer langen Strecke am Steuer saß: Von Karlsruhe aus ging es über den Schwarzwald an den Bodensee. Von dort führte die Tour über München, Zwiesel im Bayerischen Wald und Cleebronn wieder nach Karlsruhe. Vom Auto und dessen Fahreigenschaften sind alle drei fasziniert. „Das nächste könnte ein Elektroauto werden“, meint der Familienvater nach dem Praxistest.

Gleich gehts mit dem Elektrofahrzeug auf große Testfahrt.

„Es war ein Erlebnis im wahrsten Sinn des Wortes“, betont Manfred Holzwarth. Er hatte sich bei der EnBW um die Tour beworben, weil er selbst Erfahrungen mit der E-Mobilität sammeln wollte. Beeindruckt sind die Testfahrer nicht nur von der rasanten Beschleunigung des Elektroautos: Der Hyundai IONIQ mit seinen 120 Pferdestärken (88 kW) schafft es in nur neun Sekunden von 0 auf 100.

Auch das extrem ruhige Fahrverhalten bei 140 Stundenkilometern und hat sie mehr als begeistert. „Das Auto ist lautlos“, betont die 16-jährige Ines, „auf Radfahrer und Fußgänger muss man höllisch aufpassen. Wir alle sind im Straßenverkehr einfach noch auf Gehör gepolt.“ Eine wichtige Erkenntnis der Fahrschülerin. Sie war der Instagramer des Trios. Auf Instagram hat sie live über die Tour berichtet.

Ein Elektroauto tanken – simpel und stinkt nicht

Ines hat meistens auch getankt. Sie lacht: „Strom tanken ist simpel und eine saubere Sache. Es stinkt nicht nach Benzin.“ Sie hatte schnell raus, wie der Ladevorgang funktioniert: Ladekarte an das entsprechende Symbol an der Säule halten, Registrierung abwarten, dann ist der Zugriff auf die Steckdose frei. Auto und Ladestation mit Kabel verbinden und schon startet der Ladevorgang. Ist der Akku voll, zuerst Stecker am Auto ziehen, danach an der Ladesäule. Fertig. Die Holzwarths hatten von uns eine Ladekarte dabei, mit der man überall tanken kann.

 

Dank der EnBW Schnellladestation kann das Elektroauto schnell betankt werden. Bezahlt wird mit der EnBW Ladekarte.

„An den Schnellladesäulen dauert das Volltanken maximal eine halbe Stunde. Das ist okay“, berichtet Ines, „gerade recht für eine Kaffeepause oder einen Plausch mit anderen E-Mobilisten.“ Die Reichweite ihres E-Autos lag bei 200 bis 240 Kilometer. „Auf den Autobahnen Baden-Württembergs war es entspannt: Es gab genug Schnellladesäulen der EnBW und alle haben funktioniert“, berichtet Manfred Holzwarth. „Stressig war es nur in München“, ergänzt Lisa, „da waren die Ladestationen von Benzinern zugeparkt.“ Dort hat die Familie ihr E-Auto dann mit Hilfe des Hotelpersonals über eine Kabeltrommel an eine Haushaltssteckdose angeschlossen. „Über Nacht hat auch das funktioniert“, schildert Manfred Holzwarth das aufreibende Erlebnis.

Ladestationen finden und Route planen – ein Smartphone ist unerlässlich

In ländlichen Gebieten wie im Schwarzwald und Bayerischen Wald musste Familie Holzwarth schon mal einen Umweg fahren, um die Akkus des Autos schnell aufladen zu können. Denn für Durchreisende wie sie machen Stromtankstellen, an denen das Laden länger dauert, keinen Sinn: Das haben Vater und Töchter festgestellt. „Das dauert lange“, sagt Ines. „Wer will denn unterwegs stundenlang herum stehen“, resümiert sie und fügt an: „Deshalb muss man vorher planen, wo man laden will.“ Durchaus geeignet seien die langsameren Stationen aber für Pendler oder Leute, die arbeiten oder länger einkaufen gehen. „In ein paar Stunden sind auch dort die Akkus voll“, weiß Ines jetzt, und billiger tankt man da auch.

 

Über die EnBW App Ladestation - finde die nächste E-Tankstelle um das Elektrofahrzeug aufzuladen.

 

„Ohne Smartphone wäre man heute mit einem Elektroauto noch aufgeschmissen“, betont Lisa, „denn über eine App kann ich mir Standorte und Typen der Ladestationen anzeigen lassen, ebenso die Ladedauer.“ Dass das funktioniert, setzt aber ein stabiles Internet voraus. „Im Bayerischen Wald haben Funklöcher dazu geführt, dass die App nicht überall zuverlässig funktioniert hat.

Die Zukunft der Elektromobilität gehört den E-Autos

Die Zukunft ist e-mobil. Das ist für Familie Holzwarth nach der Tour klar. „Es macht sehr viel Spaß, mit einem E-Auto zu fahren. Und längere Ausflüge – selbst über Land – sind heute bereits problemlos möglich, dafür ist das Ladenetz schon dicht genug“, hält Manfred
Holzwarth als Ergebnis fest. „E-Autos sind auch einfach sinnvoll“, ergänzt Lisa, „Sie werden an den Ladestationen von mit Ökostrom betankt und außerdem haben sie beim Fahren Null Emissionen.“ Für den völligen Durchbruch der Elektromobilität braucht es nach Holzwarths Erfahrung noch mehr Schnellladesäulen auf dem Land und überall ein stabiles mobiles Internet. Auch preisgünstigere E-Autos würden ihrer Ansicht nach mehr Autofahrer zum Umstieg motivieren.

Ihr Fazit also:

„Elektrisch fahren macht riesig Spaß, das Ladenetz ist dichter als gedacht, in ländlichen Regionen aber noch ausbaufähig.“

 


Uns hat es gefreut, dass unsere Testfahrer insgesamt positiv überrascht waren. So ist z. B. das Aufladen an einer Ladestation relativ einfach. Zudem war es mit Vorplanung leichter als gedacht, eine Ladestation außerhalb von großen Städten zu finden. Deshalb tankten sie vorsorglich bei halber Akkuladung und planten die Orte zum Tanken gut vor. Dennoch zeigte sich auch eine gewisse Sorge, dass die gelernte mobile Freiheit mit dem Aufbrauchen der Akkuleistung endet.

 

Was ist notwendig, um das Vertrauen der Autofahrer in die Elektromobilität zu stärken?

Sicherlich viel Aufklärung, denn heute schon könnten eigentlich 80 bis 90 Prozent aller Fahrten mit dem Elektroauto problemlos durchgeführt werden. Insgesamt aber funktioniert Elektromobilität langfristig und flächendeckend nur, wenn es ein komplettes System dafür gibt, das einen reibungslosen und einfachen Ablauf ermöglicht. Dazu gehören beispielsweise eine flächendeckende Ladeinfrastruktur, neue Ladetechnologien für das einfache und schnelle Laden, sowie eine einfache und übersichtliche Abrechnung der Ladekosten.

EnBW und Elektromobilität – passt das überhaupt zusammen?

Sicher! Um ein Elektromobil zu nutzen, benötigt man schließlich Strom. Und den liefert die EnBW. Zudem bieten wir schon heute Produkte und Services, um ein perfektes Zusammenspiel aller Beteiligten zu ermöglichen und so die Elektromobilität alltagstauglich zu machen. Mit der Produktfamilie „EnBW mobility+“ starten wir in die Zukunft der Elektromobilität von morgen. Dazu gehören derzeit eine App, Ladestationen, Ladeboxen oder Ladekarten: Wir sind auf einem guten Weg und haben viele weitere Ideen für unsere Kunden, um ihnen maximale Flexibilität und Unabhängigkeit zu bieten. Dies gelingt uns, in dem alles zusammenspielt – zum Beispiel mit EnBW solar+ hat man die Möglichkeit Strom selbst zu erzeugen, diesen zum Laden zu Hause oder unterwegs zu nutzen und die „eigene“ Energie selbst bestimmt zu verwalten.

8. Oktober 2017
Aktionstag für Elektromobilität
Stuttgart – Marktplatz und Karlsplatz

 

Ihr habt am 8. Oktober noch nichts vor und habt Lust Elektromobilität live zu erleben? Dann auf nach Stuttgart zum Aktionstag für Elektromobilität: „AtEm„. Was dort genau los ist und warum sich vorbeikommen definitiv lohnt, erfahrt ihr unter „Freizeit machen“. Wir freuen uns euch zu sehen!

Weitere Informationen rund um die Elektromobilität  und die EnBW-Produkte gibt es natürlich auch auf unserer Homepage.

Zur Produktfamilie „EnBW mobility+“