Effizienter machen, 19.09.2017

Was sind Smarte Lichtsysteme?

Mit Smarten Lichtsystemen wie Philips Hue, Osram Lightify & Co. kannst du das Licht in deiner Wohnung an deine Stimmung anpassen und zusätzlich dein Haus vor Einbrechern schützen.

Ob Discolicht, Lagerfeuer-Stimmung oder der Schutz vor Einbrechern – in vielen Haushalten sind Smarte Lichtsysteme nicht mehr wegzudenken. Doch was können Smarte Lichtsysteme, welche Anbieter gibt es und für wen lohnt sich ein solches Beleuchtungssystem überhaupt? Wir haben für euch die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.

Was sind Smarte Lichtsysteme?

Ein Wohnzimmer im Farbspiel durch Smarte Lichtsysteme.

Quelle: Philips

Früher war eine Lampe entweder aus oder an. Seit der Erfindung der Glühbirne hat sich allerdings einiges getan. Jede Beleuchtung lässt sich heute ganz leicht der Tageszeit oder Stimmung anpassen. Eine intelligente Beleuchtung hat nicht nur Vorteile für das eigene Wohlbefinden, sondern erhöht auch die Sicherheit des eigenen Zuhauses. Denn Bewegungsmelder und Anwesenheitssimulationen während der Urlaubszeit machen Einbrechern das Leben schwer. Auch hinsichtlich der Stromrechnung wird die Effizienz immer wichtiger. Nicht umsonst sind seit dem Jahr 2009 Energiesparleuchten gesetzlich vorgeschrieben. Aber auch LEDs  tragen einen großen Wert zum Thema Energiesparen bei, denn sie sind fast 90 % sparsamer als herkömmliche Glühbirnen.

Falls du nun denkst, du müsstest dafür dein gesamtes Haus umräumen oder neu installieren – weit gefehlt. Denn Smarte Lichtsysteme lassen sich auch ohne große Installation oder Hilfe des Elektrikers in den eigenen vier Wänden integrieren. Für das besondere Ambiente, deine eigene Sicherheit und zum Energiesparen benötigst du lediglich Lichtschalter, Leuchten und eine Lichtsteuerung, die in vielen Fällen über Funk oder Smartphone-Apps erledigt werden kann. Viele Lichtsysteme lassen sich auch mit intelligenten Sprachassistenten koppeln, sodass eine Sprachsteuerung ebenfalls möglich ist.

Welche Anbieter gibt es momentan auf dem Markt?

Es gibt bereits sehr viele Hersteller, die Smarte Lichtsysteme anbieten. Ich habe mir jedoch die drei Bekanntesten und Beliebtesten ausgesucht, denn sie eignen sich besonders für einen einfachen Einstieg in die Welt der Smarten Lichtsysteme.

Philips Hue

Im Jahr 2012 war Philips der erste Anbieter, der ein umfangreiches Smarthome-Lichtsystem auf den Markt brachte. Neben der Lichtintensität lässt sich durch Philips Hue auch der Farbton des Lichtes  anpassen. Man kann aber auch Weckzeiten-, Timer-, Warn- und Benachrichtigungslichteffekte einstellen und zudem Regeln bzw. Szenarien einprogrammieren, die einen den Tag über begleiten. Wann verlasse ich morgens das Haus? Wann komme ich abends wieder zurück? Wann gehe ich schlafen? Um Philips Hue in Betrieb nehmen zu können, wird die Hue-Bridge per Kabel mit dem WLAN Router verbunden. So lässt es sich ganz einfach über eine App auf dem Smartphone oder per Funkbedienung ansteuern. Mit der Integration von Apples HomeKit und Amazons Alexa ist der Bedienkomfort mit der Sprachsteuerung komplett. Philips Hue ist besonders für Smarthome-Einsteiger geeignet, da es unabhängig von einem Smarthome-System einsetzbar ist. Das Starter-Kit inklusive drei LED-Lampen, Schalter und Hue gibt es ab 99,95 Euro.

Osram Lightify

Mit seinem Lightify-System ist Osram zwar später als Philips auf dem Markt der Smarten Lichtsysteme gestartet, allerdings steht er ihm in nichts nach. Von weißen Lampen, bei denen die Farbtemperatur stufenlos von kalt nach warm angepasst werden kann, über Kerzenformen mit E14-Gewinden und die somit in kleine Tisch- oder Hängelampen passen, bis hin zu wetterfesten Gartenspotts, die fernbedienbares Licht auf Balkon und Terrasse bringen. Um alle Funktionen nutzen zu können, müssen die Leuchtmittel am Lightify-Gateway von Osram angemeldet sein. Dieses Gateway dienst als Funkbasis, die einfach in die Steckdose kommt und dann mit den Lampen und dem WLAN verbunden wird. Darüber können Befehle über die Lightify-App vom Smartphone gesteuert werden. Damit lässt sich zum Beispiel die Einschalthelligkeit und -farbe der Lampen programmieren oder eine Funksteckdose ansteuern. Zum Preis von rund 50 Euro erhälst du ein kleines Starter-Kit mit einer A+-Lampe für den typischen E27-Schraubsockel und dem Gateway.

IKEA Trådfri

Das Lichtsystem Trådfri des schwedischen Einrichtungshauses macht durch sein preiswertes Startpaket den Einstieg in die Welt der Smarten Lichtsysteme besonders einfach. Für 75 Euro erhälst du zwei LED-Lampen, eine Fernbedienung und das Gateway. Diese Funkbasis ermöglicht die Bedienung per Smartphone-App, das Einstellen von Timern und die Integration von bis zu 100 Lichtquellen. Du kannst das Lichtsystem aber auch ohne Gateway nutzen – allerdings dann nur für zehn Leuchten und die Bedienung ist nur per Fernbedienung oder Bewegungsmelder möglich. Das Smarte Lichtsystem des Möbelhauses lässt sich auch wunderbar in die Einrichtungswelt des Anbieters integrieren – an Schränken zur Beleuchtung der Türen oder durch Leuchtpaneele an Decken und Fenster. Eine weitere Besonderheit zur Konkurrenz bietet das Lichtsystem von IKEA:  Die smarten Leuchten merken sich die zuletzt gewählte Einstellung  – auch wenn sie vom Netz getrennt werden (Philips Hue und Osram Lightify starten nach jedem harten Ausschalten mit Standardlicht in maximaler Helligkeit).

Für wen lohnen sich Smarte Lichtsysteme?

Smarte Lichtsysteme durch Sprachbefehle steuern.

Quelle: Philips

Letztendlich ist der Wechsel auf smarte Leuchten nicht zuletzt eine Frage des Geldbeutels. Auch der Spaß im Umgang mit Technik ist ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Das eigene Wohnzimmer durch unterschiedliche Farbspiele in eine komplett andere Stimmung versetzen? Deine Beleuchtung  mittels Sprache steuern und im Urlaub deine Lampen fernbedienen um Einbrecher abzuschrecken? Wenn dich diese Vorstellungen neugierig machen und du zudem bereit bist einen höheren Preis als bei einer normalen Glühbirne zu zahlen – dann wäre für dich durchaus ein Blick in die Welt der Smarten Lichtsysteme lohnenswert. Für all diejenigen, die beim Lesen dieser Möglichkeiten bereits Stress verspühren und froh sind, wenn sie ihr Smartphone abends aus der Hand legen dürfen, können smarte Leuchten mehr Ärger als Freunde bereiten.

Habt ihr auch bereits Smarte Lichtsysteme in euerm Zuhause installiert? Was sind eure Erfahrungen?