Leichter machen, 26.05.2017

Urlaubscheck fürs Haus

Schön, wenn es endlich ab in den wohlverdienten Urlaub geht. Nutzt die Gelegenheit und gönnt auch eurem Stromzähler eine Verschnaufpause. Außerdem geben wir euch in unserem Urlaubscheck einige Tipps, wie ihr während eurer Abwesenheit die Wohnung vor ungebetenen Gästen schützen könnt.

Bevor ihr in den Urlaub startet, macht ihr sicherlich einen Rundgang durch euer Haus oder eure Wohnung. Sind die Fenster zu? Ist der Computer heruntergefahren? Ist der Herd aus und das Licht aus? Doch warum dreht sich das Rädchen des Stromzählers noch weiter?

Mal komplett abschalten

Da die meisten Elektrogeräte während des Urlaubs nicht gebraucht werden, solltet ihr diese vollständig ausschalten. Denn diese verbrauchen auch im Standby-Modus unnötig Strom. Das gilt für Computer, Notebook und Drucker ebenso wie für den Fernseher, die Stereo-Anlage oder die Videospielkonsole. Mit einer schaltbaren Steckdosenleiste geht das Ausschalten besonders einfach. So könnt ihr mit nur einem Handgriff gleich mehrere Stromfresser vom Netz trennen. Außerdem haben viele Steckdosenleisten einen Überspannungsschutz, der eure wertvollen Geräte vor Spannungsspitzen schützt. Blitzeinschläge sind bei diesem schwül-warmen Sommerwetter keine Seltenheit.

Auch Kleinvieh macht Mist

Kleine Elektrogeräte werden gerne beim Abschalten übersehen. Doch in der Summe tragen sie nicht unerheblich zum Stromverbrauch bei. Ladegeräte für Zahnbürsten, Rasierer, und Mobiltelefone gehören deshalb genauso ausgeschaltet wie Kaffeevollautomaten oder Radiowecker. Hat der Wecker allerdings keinen Batteriepuffer, müsst ihr nach dem Urlaub die Weckzeit wieder neu einstellen.

Warme Tage für Kühl- und Gefrierschrank

Wer vor Reisebeginn seine Vorräte aufbraucht, kann während des Urlaubs die Stromkosten für Kühl- und Gefrierschrank sparen. Beim Ausschalten des Kühlschranks solltet ihr darauf achten, dass die Tür offen bleibt. Ansonsten kann sich Schimmel bilden. Eine Alternative bieten neuere Geräte, die über eine „Holiday-Schaltung“ verfügen. Diese erhöht die Temperatur auf 15 Grad Celsius, spart dadurch viel Energie und verhindert die Schimmelbildung. Gefriergeräte abtauen lohnt sich besonders, wenn diese bereits Eis angesetzt haben. Auch nach dem Urlaub profitiert ihr dann von einem niedrigeren Energieverbrauch.

Wasserboiler: Auf die Größe kommt es an

Ob sich das Abschalten eines Wasserboilers lohnt, hängt von dessen Größe ab. Kleine Boiler und Durchlauferhitzer solltet ihr auf jeden Fall ausschalten. Bei großen Boilern kommt es darauf an, wie lange ihr unterwegs seid. Bei einer Reisedauer von nur einigen Tagen lasst das Gerät besser an, denn das erneute Aufheizen würde mehr Strom verbrauchen als für das Warmhalten des Wassers gebraucht wird. Dauert euer Urlaub jedoch länger als eine Woche, lohnt das Ausschalten auf jeden Fall. Denkt jedoch daran, nach dem Urlaub das Wasser beim ersten Wiedereinschalten auf mindestes 65 Grad zu erhitzen. So könnt ihr sicher sein, dass das Wasser hygienisch einwandfrei ist.

Sonderfall Einbruchsschutz

Um potenzielle Einbrecher abzuschrecken, kann es sinnvoll sein, einige Elektrogeräte nicht vom Stromnetz zu trennen. Fensterläden, die zeitgesteuert herunter- und wieder hochfahren erschweren es Langfingern herauszufinden, ob die Bewohner in Urlaub sind. Also bitte nicht die Sicherung zum Stromsparen herausdrehen. Einige Sicherheitsexperten halten es auch für eine gute Idee, Radio und Fernseher mit einer Zeitschaltuhr auszustatten und diese regelmäßig an und auszuschalten, um so eine Anwesenheit vorzutäuschen.

Verräterischer Anrufbeantworter

Falls ihr euren Anrufbeantworter nicht vollständig abschaltet, sollten ihr auf keinen Fall eine Ansage verwenden, in der ihr Hinweise auf euren Urlaub gebt. Das ist zwar ein netter Service für Freunde und Bekannte, aber auch ein Freifahrtschein für Kriminelle. Das gleiche gilt auch für die sozialen Netzwerke. Postet eure Fotos vom romantischen Sonnenuntergang lieber erst, wenn ihr wieder daheim angekommen sind.