Energie sparen beim Kochen

Im Haushalt lässt sich viel Energie sparen – auch beim Kochen. Mit unseren einfachen Tipps könnt ihr den Stromverbrauch in eurer Küche um so manche Kilowattstunde reduzieren. Denn wir verraten euch, wie ihr euren Herd effizient nutzt und wann lieber gar nicht.

Natürlich ist eine Lösung, gleich einen neuen Herd anzuschaffen. Über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen haben wir bereits berichtet. Doch auch mit eurem aktuellen Elektrogerät könnt ihr Tag für Tag Energie sparen beim Kochen. Ihr müsst dazu nur folgende Ratschläge beherzigen:

Das richtige Kochgeschirr

Energiebewussten Kochprofis kommt nicht jeder Topf auf den Herd, denn schon mit dem richtigen Kochgeschirr kann wertvolle Energie eingespart werden. Töpfe und Pfannen müssen zum einen aus einem Material bestehen, das Wärme gut überträgt. Wir empfehlen emaillierten Stahl, Edelstahl mit Kupfer- oder Aluminiumboden oder noch besser Teflon-Geschirr. Mit diesen verbraucht ihr beim Kochen bis zu 25 % weniger Energie. Zum anderen müssen Form und Größe stimmen. Der ideale Topf verfügt über einen ebenen Boden und ist auf den Plattendurchmesser der Kochstelle abgestimmt. Dadurch verhindert ihr, dass Wärme ungenutzt in die Luft entweicht. Und den Deckel nicht vergessen: Jeder Topf mit passender Abdeckung spart Energie. Denn ein gut schließender Deckel reduziert euren Stromverbrauch beim Kochen um bis zu 60 %. Besteht er aus Glas, habt ihr auch bei geschlossenem Deckel den Durchblick und die Hitze bleibt wo sie hingehört.

Den Herd effizient nutzen

Hat der Topf seinen Deckel gefunden, kann es mit dem Kochen losgehen. Lasst den Herd dabei nicht bis zum Ende voll aufgedreht. Nutzt die Wärmespeicherkapazität der Kochstelle und schaltet die Platte das nächste Mal einfach schon früher ab. Sparen könnt ihr außerdem, wenn ihr mit weniger Wasser kocht und bei geschlossenem Deckel den Wasserdampf zum Garen nutzt. Perfektioniert wird dieses Prinzip in einem Schnellkochtopf. Sinnvoll ist es Gerichte mit längerer Garzeit (ab 40 Minuten) in einem solchen Topf zuzubereiten. Das spart bis zu 40 % Strom und 30 % Zeit.

Die energiesparenden Alternativen

In bestimmten Fällen ist es jedoch energieeffizienter, auf den Herd ganz oder zumindest teilweise zu verzichten. Wasser beispielsweise lieber erst im Kocher erhitzen. Schon bei einem Liter könnt ihr bis zu einem Drittel Energie einsparen. Allerdings ist regelmäßiges entkalken wichtig, denn je weniger Kalk im Kocher ist, desto schneller ist das Wasser heiß. Wollt ihr kleinere Gerichte (bis 400 Gramm) zubereiten oder erwärmen, greift besser auf die Mikrowelle zurück und lasst den Herd aus. Er würde bis zu 75 % mehr Strom verbrauchen.

Das Problem mit den Gerüchen

Damit Essensgerüche nicht durch die ganze Wohnung ziehen, gibt es praktischerweise Dunstabzugshauben. Da sie aber auch Energie verbrauchen, solltet ihr sie nur nutzen, wenn wirklich nötig. Bei kurzer Kochzeit oder beim Erwärmen  geruchsarmer Speisen kann zum Beispiel auf die Dunstabzugshaube verzichtet werden. Ansonsten nach dem Kochen natürlich wieder rechtzeitig abschalten. Wenn ihr für ausreichend Zuluft sorgt und den Filter regelmäßig wechselt, kann sie stetig effektiv arbeiten. Um Energie zu sparen, solltet ihr nicht parallel die Dunstabzugshaube nutzen und lüften. Öffnet die Fenster erst nach dem Kochen und wie in anderen Räumen gilt auch hier: 5 bis 10 Minuten Stoßlüften ist am besten.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!

 

Weitere hilfreiche Energiespartipps findest du unter www.enbw.com/energiesparen.

Dein alter Herd hat seine besten Zeiten hinter sich? Dann lese in unserem Blogbeitrag  „Elektro, Induktion oder Gas – wer kocht schneller, wer günstiger?“, was du vor einem Neukauf über die unterschiedlichen Techniken wissen solltest.

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