Nachhaltige Kommune Freiamt

Nachhaltige Stadt Freiamt

Im Gemeindegebiet drehen sich fünf Windkraftanlagen mit einer Leistung von 9.700 kW. Auf nahezu allen Dachflächen der Kommune arbeiten ca. 300 Photovoltaikanlagen und nutzen die Kraft der Sonne zur Stromproduktion. Zwei Biogasanlagen produzieren weiteren Strom und beliefern mit ihren Wärmenetzen öffentliche und private Gebäude. Vier Kleinwasser-kraftwerke versorgen zwei Sägewerke sowie eine Mühlenbäckerei. Zahlreiche Hackschnitzelheizungen, Erdwärmeanlagen und Sonnenkollektoren werden für Heizung und Warmwasserbereitung genutzt. So wurden in Freiamt im Jahr 2013 rund 20 Millionen kWh Strom durch regenerative Anlagen erzeugt. Der Stromverbrauch im Netz lag dagegen bei rund 12 Millionen kWh. Zu verdanken sind diese Projekte den Bürgerinnen und Bürgern von Freiamt. Die Windkraftanlagen werden in Bürgerhand betrieben, etwa 350 Anteilseigner haben sich dazu in einer GmbH & Co. KG organisiert. Aufgrund der überdurchschnittlichen Anzahl dezentraler Erzeuger und der viel höheren Energieeinspeisung als deren Verbrauch wurde Freiamt für das Pilotprojekt „Netzlabor“ der Netze BW ausgewählt. Im Rahmen des Netzlabors soll anstatt des Zubaus von Netzinfrastruktur durch den Einsatz von innovativen Betriebsmitteln und Einspeisekonzepten eine wirtschaftlichere und effizientere Betriebsweise von Netzen erzielt werden. Mit der Entscheidung für ein Integriertes Klimaschutzkonzept möchte Freiamt diese überaus positive Bilanz fortführen und als Kommune mit Vorbildcharakter an die bisherigen Klimaschutzanstrengungen anknüpfen und diese sichtbar machen. Das Klimaschutzkonzept fügt sich hervorragend in den Rahmen einer beabsichtigten nachhaltigen Kommunalentwicklung für Freiamt ein.

Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench (Freiamt)

Oberbürgermeister Gerrit Elser
Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench

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