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Kernkraftwerk Neckarwestheim (GKN)


Stromproduktion mit Block II

Luftbild Kernkraftwerk Neckarwestheim Kernkraftwerk Neckarwestheim

Das Kernkraftwerk Neckarwestheim (GKN) liegt zehn Kilometer südlich von Heilbronn auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs direkt am Neckar. Die EnKK produziert dort Strom mit einem Druckwasserreaktor (Block II). Block II ging 1989 ans Netz und hat eine elektrische Leistung von 1.400 Megawatt.

Im Jahr 2014 erzeugte die Anlage über 11 Milliarden Kilowattstunden Strom. Damit deckt sie rechnerisch mehr als die Hälfte des Strombedarfs aller privaten Haushalte und etwa ein Sechstel des gesamten Stromverbrauchs in Baden-Württemberg. Weil durch den Betrieb der Anlage jährlich über 10 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2 vermieden werden, steht der Standort Neckarwestheim nicht nur für Versorgungssicherheit, sondern auch für Klimaschutz im Südwesten. Im Atomgesetz ist vorgesehen, dass mit Block II noch maximal bis Ende 2022 Strom produziert werden darf. Spätestens dann geht die Anlage vom Netz.

Anders als bei den meisten deutschen Kernkraftwerken kommt bei Block II ein Hybridkühlturm zum Einsatz. Dieser unterscheidet sich von Naturzug-Nasskühltürmen durch eine kompaktere Bauweise und geringere Höhe. Ein spezielles Verfahren sorgt beim darüber hinaus für eine deutlich geringere Schwadenbildung.


Nachbetrieb und Vorbereitung von Stilllegung und Abbau von Block I

Am Standort Neckarwestheim betreibt die EnKK darüber hinaus einen weiteren Druckwasserreaktor (Block I). Block I ging 1976 in Betrieb und verfügte über eine elektrische Leistung von 840 Megawatt. Durch eine Änderung des Atomgesetzes endete im Jahr 2011 die Stromproduktion der Anlage. In 35 Betriebsjahren erzeugte Block I mehr als 201 Milliarden Kilowattstunden Strom und versorgte jährlich etwa 1,5 Millionen Haushalte. Die Anlage ersparte der Umwelt über 193 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2.

Seit seiner Abschaltung im Jahr 2011 befindet sich Block I im sogenannten Nachbetrieb. Die Nachbetriebsphase endet, sobald eine Genehmigung zur Stilllegung und zum Abbau der Anlage vorliegt. Diese Genehmigung hat die EnKK im Mai 2013 beim zuständigen baden-württembergischen Umweltministerium beantragt. Erst nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens kann GKN I endgültig stillgelegt werden und der Abbau starten.

Im März 2014 hat die EnKK ihre Pläne für die Schaffung von Rückbau-Infrastruktur am Standort Neckarwestheim öffentlich vorgestellt und erläutert. Im Wesentlichen geht es dabei um die Errichtung eines Reststoffbearbeitungszentrums (RBZ) und eines Standort-Abfalllagers (SAL) auf dem Kraftwerksgelände in Neckarwestheim.


 
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