Sie haben Interesse an dem Projekt internationaler Nachwuchskünstler*innen? Hier stellt das Stuttgarter Ballett das Konzept "Noverre: Junge Choreographen" vor:

Sie sind mutig, kreativ und talentiert: die Nachwuchskünstler*innen von Noverre: Junge Choreographen. Sie nutzen die Choreographieplattform, um sich an die Kunst des Schrittemachens zu wagen, mit Bewegungen zu experimentieren und kreative Gedanken in ein Stück zu überführen. Dabei wechseln die meisten zum ersten Mal die Seite; stellen sich vor die Tänzer*innen anstatt selbst zu tanzen. Manche entdecken ihr Metier und werden zu Wiederholungstäter*innen. Bei Noverre: Junge Choreographen gilt es neben der Choreographie selbst Bühne, Licht und Kostüme zu bedenken. Dabei lernen die jungen Künstler*innen, was es heißt in einem großen Haus nicht „nur“ zu tanzen, sondern auch mit anderen Abteilungen – der Requisite, der Maske, dem Kostüm – zusammenzuarbeiten und die eigenen Ideen zu vermitteln. Für all das opfern sie ihre Freizeit. Denn die Proben sowie alles Organisatorische müssen außerhalb des normalen Stuttgarter-Ballett-Alltags ablaufen.

Die Tänzer*innen der Compagnie sowie Gäste von außerhalb sind hungrig nach dieser Herausforderung und geben alles, um der inzwischen legendären Plattform gerecht zu werden. Wenn der Moment dann endlich gekommen, ist die Anspannung dementsprechend hoch. Und zwar auch beim Publikum, das es kaum erwarten kann, die ersten Schritte neuer Bewegungserfinder*innen zu begutachten. Selbst wenn die Zuschauer*innen dieses Jahr nicht selbst im Schauspielhaus sitzen können, haben sie durch den Live-Stream doch die Chance, direkt dabei zu sein. Sie können mitfiebern, einem zaghaften Versuch oder einem großen Wurf beiwohnen. Es kann schließlich alles passieren!

So jung wie die choreographierenden Künstler*innen sind, so lang ist die Geschichte der Nachwuchsabende. Gemeinsam riefen John Cranko und Fritz Höver, der Gründer der Noverre-Gesellschaft, 1961 eine der ersten Plattformen für junge Choreograph*innen weltweit ins Leben. Seitdem hat das Publikum einige Choreographie-Genies entdecken können. Internationale Tanzikonen wie John Neumeier, Jiří Kylián und William Forsythe kreierten ihre Erstlingswerke bei Noverre; ebenfalls machten die späteren Hauschoreograph*innen des Stuttgarter Balletts Christian Spuck, Marco Goecke und Demis Volpi so das erste Mal auf sich aufmerksam. In der Tanzwelt hat sich das Event herumgesprochen, sodass sich nicht nur Tänzer*innen des Stuttgarter Balletts bewerben, sondern auch kreative Köpfe aus der ganzen Welt. Sie verblüffen bei Noverre: Junge Choreographen Jahr für Jahr mit frischen, unkonventionellen und vor allem funkelnagelneuen Stücken.

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