{{1612738800000 | date:'mediumDate'}} | Photovoltaik, Energiewende, Direktvermarktung

Schwimmende Solaranlagen bringen´s

Auf einem Baggersee in Renchen hat die EnBW-Tochter Erdgas Südwest die derzeit größte schwimmende Photovoltaikanlage in Deutschland gebaut – und damit neue Flächenpotenziale für die regionale Energiewende aufgezeigt.

Die schwimmende PV-Anlage auf dem Baggersee Maiwald überzeugt mit einer überplanmäßigen Stromerzeugung. Auch extremen Wetterbedingungen hielt die Anlage bislang tadellos stand (Foto: Jörg Wilhelm / Ossola GmbH).

Energieausbeute auf dem Baggersee

Immer gut gekühlt

Solarmodule liefern – physikalisch bedingt – die höchste Leistung bei Umgebungstemperaturen von um die 20 Grad. Im Hochsommer erzeugen freistehende oder auf Haus- sowie Hallendächern montierte Solaranlagen zwar wegen der vielen Sonnenstunden insgesamt mehr Strom als in weniger warmen Monaten. Sie erreichen in der Mittagshitze aber nicht ihre maximale Leistung, weil es schlicht zu warm ist.

Auf einem Gewässer hingegen entsteht durch die relativ konstante Temperatur des Wassers – im Sommer kühler als die Umgebung, im Winter wärmer – ein positiver Effekt auf die Solarmodule. Noch gibt es nur Erfahrungswerte wie etwa den Stromertrag im ersten Betriebsjahr der Solaranlage auf dem Baggersee Maiwald. Aber schon jetzt ist klar, dass ein Effekt gegeben ist. Der Stromertrag liegt um mehrere Prozent höher als beispielsweise bei Dachanlagen, bei denen darüber hinaus auch zeitweise Verschattungen – etwa durch benachbarte Gebäude – den Ertrag schmälern können.

2.300 schwimmende Solarmodule

Saubere Stromerzeugung

„Floating PV“: Weitere Anlagen gehen in Betrieb

Energiewende Erdgas Südwest EnBW
(Foto: Jörg Wilhelm / Ossola GmbH)
Gerade energieintensive Kieswerke sind für die Umstellung auf vor Ort produzierten PV-Strom optimal geeignet, denn die Sonne scheint vornehmlich zu Produktionszeiten.

Boris Heller, Teamleiter Projektentwicklung der Erdgas Südwest.

Rekordprojekt: Schwimmende PV in Leimersheim

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